Schondra ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.
Geographie Geographische Lage mini|Blick auf Schondra (2019) Die Ortschaft liegt am Südhang der Rhön im Tal der Schondra, etwa 22 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Bad Kissingen. Im Osten führt die Autobahn A 7 durch das Gemeindegebiet.
Gemeindegliederung Es gibt neun Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Geiersnest-Ost (Gemarkungsteil 1), Schönderling, Schondra und Singenrain. Die Gemarkung Schondra hat eine Fläche von 15,579 km². Sie ist in 2975 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5236,58 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Einraffshof und Schildeck.
Name Etymologie Seinen Namen hat Schondra vom gleichnamigen, die Marktgemeinde durchfließenden Fluss Schondra, welcher der Fränkischen Saale bei Gräfendorf zufließt.
Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:
Geschichte Schondra wurde urkundlich erstmals im Jahre 812 erwähnt. Der Ort befand sich im Besitz des Klosters Fulda. Ab dem 15. Jahrhundert war Schondra Sitz eines Gerichts.
Eingemeindungen In ihrer heutigen Ausdehnung existiert die Gemeinde seit dem 1. Mai 1978, als im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Gemeinden Schönderling und Singenrain nach Schondra eingegliedert wurden.
Religionen Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch. Auf dem Gebiet der politischen Gemeinde liegt die römisch-katholische Pfarrei St. Anna Schondra, die zum Dekanat Hammelburg des Bistums Würzburg gehört. Im Gemeindeteil Schönderling befindet sich die Filialkirche St. Josef, in Singenrain die Filialkirche St. Maria von Fatima. In Schildeck gibt es eine Kapelle.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1961 1450 1970 1582 1987 1536 1991 1687 1995 1739 2005 1832 2010 1742 2015 1726 2016 1717
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1537 auf 1696 um 159 Einwohner bzw. um 10,3 %. 2006 hatte der Markt 1836 Einwohner.
Quelle: BayLfStat
Politik mini|Neues Rathaus, gebaut 1995 Gemeinderat Die Kommunalwahlen seit 2014 ergaben folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen: Partei/Liste20202014Sitze%Sitze% CSU/Christlicher Bürgerblock 430,94 3 27,0 Aktive Bürger Markt Schondra 325,19 3 26,5 Freie Wählergemeinschaft Schönderling 432,48 5 36,7 Freie Wählergruppe Singenrain 111,38 1 9,8Wahlbeteiligung76,36 %78,4 %
Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.
Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Bernold Martin (CSU); dieser wurde am 15. März 2020 mit 79,4 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt. Stellvertreter sind Beatrix Lieb (Zweite Bürgermeisterin) und Jürgen Metz (Dritter Bürgermeister).https://www.vgem-bad-brueckenau.de/markt-schondra/politik/index.html
Wappen
Bau- und Bodendenkmäler
Die bedeutendsten Baudenkmäler der Gemeinde sind die Ruine der Burg Schildeck und die Pfarrkirche St. Anna aus dem Jahr 1953.
Weiterhin erwähnenswert sind: die Hannesebuche bei Schönderling. die vorzeitlichen Ringwall-Anlagen auf dem Mettermich. der Lindenstumpf nördlich von Schondra.
Wirtschaft und Infrastruktur Amtliche Statistik Im Jahre 2007 gab es in der Gemeinde 603 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort bzw. 1036 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort.
Bildung In Schondra befinden sich ein Kindergarten und die Grundschule Schondratal.
Verkehr Das Gemeindegebiet wird von der Autobahn A 7, der Bundesstraße B 286, der Staatsstraße 2431 und den Kreisstraßen KG 33 und KG 34 durchquert.
Literatur Leonhard Rugel: Katholische Pfarrkirche Schondra. Patrozinium: St. Anna (26. Juli). (= Kunstführer. Nr. 2144, ). Schnell und Steiner, Regensburg 1994.
Weblinks
schondra.de
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bad Kissingen Kategorie:Ort in der Rhön Kategorie:Ersterwähnung 812 Kategorie:Markt in Unterfranken
Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bad Kissingen