Hargicourt ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Aisne in der Region Hauts-de-France (bis 2015 Picardie). Sie gehört zum Arrondissement Saint-Quentin, zum Kanton Bohain-en-Vermandois und zum Gemeindeverband Pays du Vermandois.
Geografie Die Gemeinde Hargicourt liegt rund 16 Kilometer nordwestlich von Saint-Quentin an der Grenze zum Département Somme. Die Autoroute A 26 kreuzt das Gemeindegebiet. Die Cologne, ein Nebenfluss der Somme, entspringt in Hargicourt. Nachbargemeinden von Hargicourt sind Ronssoy im Nordwesten und Norden, Bony im Nordosten, Bellicourt im Osten, Villeret im Süden, Hesbécourt im Südwesten sowie Templeux-le-Guérard im Westen.
Geologie mini|links|Phosphatfabrik um 1910 Aus geologischer Sicht gehört die Region um Hargicourt zum Pariser Becken. Auf dem Gemeindegebiet wurden viele Fossilien entdeckt. Im Tal von Hargicourt fand bis 1914 der industrielle Abbau von Phosphaten statt.
Geschichte Während des Ersten Weltkriegs wurde Hargicourt eine Woche nach der Marneschlacht 1914 von deutschen Truppen besetzt. Im März 1917 zog sich die deutsche Armee strategisch auf die Hindenburglinie an den Saint-Quentin-Kanal wenige Kilometer östlich von Hargicourt zurück. Nach der Evakuierung der Zivilbevölkerung wurde das Dorf von den deutschen Truppen systematisch zerstört. Im April 1917 besetzten britische Truppen das Territorium von Hargicourt, welches am 21. März 1918 im Verlauf der deutschen Offensive an der Aisne von den Deutschen zurückerobert wurde. Am 18. September 1918 wurde Hargicourt von australischen Truppen eingenommen.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016 2022Einwohner 620 559 561 540 557 559 538 592 551Quellen: Cassini und INSEE
Sehenswürdigkeiten Kirche Saint-Pierre protestantische Kirche Hargicourt Communal Cemetery Extension, Soldatenfriedhof der CWGC mit 75 Gräbern
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Kategorie:Ort in Hauts-de-France Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich) Kategorie:Zerstört im Ersten Weltkrieg