mini|Bill Medley (2012) Bill Medley (* 19. September 1940 in Santa Ana, KalifornienBiografie, Taurus Press Verlag, abgerufen am 20. August 2011; eigentlich William Thomas Medley) ist ein US-amerikanischer Sänger und ehemaliges Mitglied des Soul-Duos Righteous Brothers, das von 1963 bis 1968 und nach einer kurzen Reunion von 1974 bis 1976 Erfolge feiern konnte. Mit seiner Duettpartnerin Jennifer Warnes gelang ihm schließlich 1987 mit (I’ve Had) The Time of My Life auch als Solist ein weltweiter Hit.
Karriere Die Righteous Brothers hatten einige große Erfolge, so You’ve Lost That Lovin’ Feelin’ (1964), Unchained Melody (1965, 1990), Ebb Tide (1965), (You're My) Soul and Inspiration (1966) und Rock and Roll Heaven (1974). Medley veröffentlichte nach der ersten Trennung noch 1968 seine erste Solo-LP. Danach folgten etliche Alben für Labels wie MGM, A&M, Liberty und Planet Records, die allerdings kaum erfolgreich waren. Mit Brown Eyed Woman, Peace Brother Peace (1968), Statue of a Fool (1979), Don't Know Much (1981) sowie Right Here and Now (1982) hatte er kleinere Single-Hits in den US-Charts.[ Single-Hits, Billboard], Allmusic.com, abgerufen am 20. August 2011 Wenig bekannt: Zwischen 1979 und 1985 hatte Medley sechs ebenfalls kleinere Erfolge in den amerikanischen Country-Charts. Hier war I Still Do sein erfolgreichster, auf Platz 17 platzierter Titel.Joel Whitburn: Top Country Songs 1944-2005, 2005, Seite 249, ISBN 0-89820-165-9
Als Sänger von Filmliedern konnte er schließlich in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wieder auf sich aufmerksam machen und zumindest einen Welthit feiern: Mit Jennifer Warnes sang er 1987 (I’ve Had) The Time of My Life, ein weltweiter Nummer-eins-Erfolg. Der Song war in dem den Zeitgeist prägenden Tanzfilm Dirty Dancing in der Schlussszene zu hören. Der Erfolg war so enorm, dass Medley 1988 mit Eric Carmen, Merry Clayton und The Contours, die ebenfalls am Soundtrack des Films beteiligt waren, auf eine Dirty-Dancing-Live-in-Concert-Tour ging. Ein Jahr später erschien ein Album mit einem Live-Mitschnitt.Dirty Dancing - Live in Concert , Discogs.com, abgerufen am 20. August 2011
Außerdem sang Medley 1986 das Liebesthema Loving on Borrowed Time des Actionfilms Die City-Cobra, ein Duett mit Gladys Knight, sowie ein Remake des Klassikers He Ain’t Heavy, He’s My Brother für Rambo III (1988). Danach folgten unter anderem Most of All You für Die Indianer von Cleveland (1989) sowie der Song Friday Night's a Great Time for Football, der im Vorspann von Last Boy Scout (1991) zu hören ist.
Seit 2003 ist Medley als Teil der Righteous Brothers Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame., Rockhall.com, abgerufen am 20. August 2011
Medley tritt nach wie vor live auf. 2009 erschien die CD Live. 2011 tourte er unter anderem mit seiner Tochter McKenna Medley durch die USA.
Privat Seine erste Ehefrau Karen Klaas (manchmal auch O’Grady), mit der Medley seit 1964 verheiratet war, wurde 1976 vergewaltigt und ermordet.Biografie, IMDB, abgerufen am 20. August 2011Dafydd Rees & Luke Crampton: The Guinness Book of Rock Stars, Guinness 1994, Seite 485, ISBN 0-85112-722-3 Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden allerdings bereits geschieden. Der Mordfall wurde 2009 neu eröffnet, was Medley begrüßte. 2017 gab die Polizei bekannt, dass der Fall durch die Untersuchung und den Abgleich von DNA-Spuren geklärt werden konnte. Der Mörder sei offenbar ein vielfach verurteilter Sexualstraftäter gewesen, der bereits 1982 auf der Flucht von der Polizei erschossen wurde. Aus der Verbindung mit Klaas ging der Sohn Darrin hervor, der unter dem Künstlernamen Darren Dowler Leadsänger der Gruppe Paul Revere & the Raiders und auch als Schauspieler tätig ist.Offizielle Website von Darren Dowler, abgerufen am 8. März 2014
Zwei kurze Ehen Medleys in den 1970er-Jahren wurden später annulliert. Bill Medley ist seit 1986 in zweiter Ehe verheiratet und hat mit seiner Frau eine Tochter.
Diskografie
Alben
Weitere Alben 1969: Someone Is Standing Outside 1970: Nobody Knows 1970: Gone 1971: A Song for You 1973: Smile 1978: Lay a Little Lovin' on Me 1981: Sweet Thunder 1982: Right Here and Now 1984: I Still Do 1985: Still Hung Up on You 1988: The Best of Billy Medley 1991: Blue Eyed Singer 1992: Going Home 1997: Almost Home 2004: Your Heart to Mine – Dedicated to the Blues 2007: Damn Near Righteous 2009: Live
Singles
Weitere Singles 1965: Leavin’ Town-I Surrender (To Your Touch) 1967: That Lucky Old Sun (Just Rolls Around Heaven All Day) 1969: This Is a Love Song 1969: Someone Is Standing Outside 1970: Wasn’t it Easy 1970: Makin’ My Way 1970: Nobody Knows 1970: Gone 1971: Help Me Make It Through the Night 1978: Statue of a Fool 1978: Lay a Little Lovin’ on Me 1980: Still a Fool 1981: Hey Girl 1982: For You 1983: Till Your Memories Gone 1984: I’ve Always Got the Heart to Sing the Blues 1985: Is There Anything I Can Do 1986: Loving on Borrowed Time (mit Gladys Knight) 1988: You’ve Lost That Lovin’ Feelin’ 1988: I’m Gonna Be Strong 1989: Most of All You 1991: Friday Night’s a Great Time for Football
Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte
1988: für die Single (I’ve Had) The Time of My Life
2021: für die Single (I’ve Had) The Time of My Life
2018: für die Single (I’ve Had) The Time of My Life
1988: für die Single (I’ve Had) The Time of My Life
2024: für die Single (I’ve Had) The Time of My Life
1966: für die Produktion (You’re My) Soul and Inspiration (The Righteous Brothers)Platin-Schallplatte
2023: für die Single (I’ve Had) The Time of My Life
1988: für die Single (I’ve Had) The Time of My Life
2× Platin-Schallplatte
2023: für die Single (I’ve Had) The Time of My Life
Literatur Julia Edenhofer: Das große Pop-Lexikon, Weltbild-Verlag 1993, ISBN 3-89350-720-5. Frank Laufenberg: Hit-Lexikon des Rock und Pop, Band 2, Ullstein Taschenbuchverlag 2002, ISBN 3-548-36372-5. Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3., überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 574–576 – ISBN 0-312-02573-4.
Quellen
Weblinks
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Kategorie:Soulsänger Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Mann