Auriac-de-Bourzac ist ein Ort und frühere französische Gemeinde mit zuletzt 157 Einwohnern (Stand 1968) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehörte zum Arrondissement Périgueux.

Am 1. Januar 1973 wurde die Gemeinde in die Gemeinde Nanteuil-de-Bourzac eingegliedert, die fortan den Namen Nanteuil-Auriac-de-Bourzac trägt.

Geografie Auriac-de-Bourzac liegt etwa 36 Kilometer südwestlich von Nontron und etwa 41 Kilometer nordwestlich von Périgueux an der Grenze zum benachbarten Département Charente. Der Ort befindet sich in der Région naturelle des Ribéracois, Teil des touristisch benannten Périgord vert. Auriac-de-Bourzac liegt sich im Einzugsgebiet der Dordogne am linken Ufer der Lizonne und am rechten Ufer der Pude, einer ihrer Nebenflüsse.

Etymologie und Geschichte Der Name in der okzitanischen Sprache lautet Auriac de Borzac. Die beiden Namensteile leiten sich aus den Namen der Besitzer Aureus bzw. Bursius oder Burtius von Landgütern in gallorömischer Zeit ab.

Toponyme und Erwähnungen von Auriac-de-Bourzac waren: Auriacum (1365, Schriftensammlung des Abbé de Lespine), Auriac (1750, 1793 und 1801, Karte von Cassini, Notice Communale bzw. Bulletin des Lois), Auriac-de-Bourzac (1873, Dictionnaire topographique du département de la Dordogne).

Einwohnerentwicklung

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von rund 510. In der Folgezeit sank sie bei kurzen Erholungsphasen bis zur Eingemeindung auf 157 Einwohner.

mini|Pfarrkirche La Nativité-de-Notre-Dame Sehenswürdigkeiten Die 1365 erwähnte Pfarrkirche La Nativité-de-Notre-Dame aus dem 12. Jahrhundert war ursprünglich ein Priorat, bevor sie dem Kapitel von Aubeterre-sur-Dronne in der Charente unterstand. Anschließend war sie eine Pachtwirtschaft der Nonnen von Sainte-Claire de Dulac. Das Gebäude wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umfassend restauriert. Laut dem Historiker Jean Secret wurde der Glockenturm 1920 erbaut. Aus der romanischen Zeit sind nur noch die Unterbauten erhalten, auf denen der Chor errichtet wurde.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Ehemalige Gemeinde im Département Dordogne Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Ersterwähnung 1365