mini|Der Siemsen-Speicher 2011 mini|Eckaufnahme 2014 Der Siemsen-Speicher ist ein unter Denkmalschutz stehendes ehemaliges Speichergebäude am Eckernförder Hafen.
Geschichte Das Gebäude entstand um 1870 angeblich als Salzspeicher.Deert Lafrenz: Denkmalschutz und Denkmalpflege am Beispiel neuerer Kulturdenkmale in Eckernförde. In: Heimatgemeinschaft Eckernförde e. V.: Jahrbuch 2006, Seiten 53 ff., 63 Das ECKernförde Lexikon datiert das Baujahr mit 1879,Heimatgemeinschaft Eckernförde e. V. und Abteilung für Regionalgeschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel, ECKernförde-Lexikon, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG., Husum 2014, ISBN 978-3-89876-735-4, S. 69 Cathrin Prietzel gibt das Baujahr mit „1872/1879“ an. Bei dem Speichergebäude handelt es sich um einen fünfgeschossigen gelben Backsteinbau mit hoher Attika, Zierbandgesimsen, zinnenartigem Dekor, romanisch geformten Lukenöffnungen und einer Holzbalkenkonstruktion im Inneren des Bauwerks.nach Prietzel
1919 erwarb die Firma Wilhelm Siemsen von der Firma Heinrich Wilhelm Clausen das Speichergebäude.Gerd Stolz: Wilhelm Siemsen 1887–1987 – Die Geschichte einer Firma durch 100 Jahre. Eckernförde 1987, Seite 20 Das Bauwerk diente danach als Getreidespeicher. Der Güterumschlag erfolgte direkt vor dem Speicher mit Schiffen und Güterwagen der sowohl normal- als auch schmalspurigen Eckernförder Hafenbahn.
1989 wurde der Bau unter Denkmalschutz gestellt. Im selben Jahr schon begann die Umgestaltung des Gebäudes in den oberen vier Stockwerken mit dem Einbau von Büroräumen, eines Treppenhauses in Stahlkonstruktion und dem Einbau eines Fahrstuhls. Die alte Gebäudestruktur ist im Inneren durch weiterhin sichtbare Holzbalken erkennbar. Architekt dieser Umgestaltung war Dietrich Fröhler.
2006 folgte die Umgestaltung des Erdgeschosses, ehemals Lager, unter der Leitung von NetzwerkBau-Architekten zu gewerblichen Zwecken. nach Prietzel
Heute wird das Gebäude im Erdgeschoss als Veranstaltungsort Spieker (Livemusik, Disco, daneben auch unter anderem: Kabarett, Kleinkunst, Lesungen) genutzt, in den oberen Stockwerken weiter als Bürogebäude. Der Verein Kulturbühne Spieker e. V. Eckern-Förder-Verein sorgt sich um den weiteren Erhalt als Veranstaltungsort.Spieker-Vereinhttps://www.spieker-music.com/ Spieker
Literatur Cathrin Prietzel: Nutzungsdruck – Konversionsmaßnahmen - Bewahren. Erneuern. Gestalten. - Die Umnutzung von industriellen Kulturdenkmalen in Schleswig-Holstein, Dissertation, Kiel, 2009, Seite XXXV im Katalogteil (online hier, PDF-Datei)
Fußnoten
Kategorie:Kulturdenkmal in Eckernförde Kategorie:Bauwerk in Eckernförde Kategorie:Speichergebäude Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Kreis Rendsburg-Eckernförde Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren Kategorie:Versorgungsbauwerk in Schleswig-Holstein