mini|Rückholz – Kirche mit Aggenstein und Breitenberg mini|Rückholz von Nordosten

Rückholz ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.

Geografie Rückholz liegt in der Region Allgäu im Seenland am Fuß der Allgäuer Alpen.

Das Gemeindegebiet liegt rund hoch und weist eine Reihe idyllischer Weiher auf, u. a. den Grundweiher, Luimooser Weiher, Neuweiher, Schönewalder Weiher, Schwaltenweiher und Trollweiher.

Es gibt nur die Gemarkung Rückholz.

Die Gemeinde hat 25 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):. Dort fälschlicherweise 26 Gemeindeteile. Ein Gemeindeteil Brost existiert nicht.

Im Hauptort leben rund 450 Einwohner, weitere 400 Einwohner in den 24 umliegenden Orten.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Rückholz war im Mittelalter Sitz einer Herrschaft, die seit 1474 dem Kloster St. Mang gehörte. Der Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts fiel im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an die Fürsten Oettingen-Wallerstein. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Rückholz.

Die Herrschaft Falkensberg, um 1512 im Besitz Kaiser Maximilians, umfasste bis zu ihrer Auflösung 1610 ebenfalls einen Teil des heutigen Gemeindegebiets von Rückholz. Das Schloss selbst wurde 1593 abgebrochen, am Hof Schlossbauer erinnern ein Bild und ein Gedenkstein.

Einwohnerentwicklung Jahr1961 197019871991 1995 2000 2005 2010 2015 2020 Einwohner590 600 726776 820 827 837 790 845 892

Rückholz wuchs von 1988 bis 2008 um 60 Einwohner bzw. etwa acht Prozent. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 746 auf 877 um 131 Einwohner bzw. um 17,6 %.

Politik Gemeinderat und Bürgermeister Dem Gemeinderat gehören acht Personen an, die über eine gemeinsame Liste gewählt wurden. Erster Bürgermeister ist seit 2014 Franz Erl (parteilos).

Wappen

mini|Rückholz, Kirche Sehenswürdigkeiten

Katholische Pfarrkirche St. Georg (erbaut vor 1465, erweitert 1740) und Pfarrhaus Mariengrotte (erbaut 1893)

Bilder

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab im Jahr 2021 nach der amtlichen Statistik in der Land- und Forstwirtschaft drei, im produzierenden Gewerbe 197 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 385. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 49 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1336 ha, davon waren 1329 ha Dauergrünfläche.

Bildung Im Jahr 2022 gab es folgende Einrichtungen: 1 Kindergarten: 44 Kindergartenplätze mit 40 Kindern

Wasserversorgung Die Gemeinde hatte bis 2018 eine eigene Wasserversorgung im Ortsteil Schönewald und ist seither an die kommunale Wasserversorgung des Marktes Nesselwang angeschlossen.

Öffentlicher Nahverkehr Seit Mai 2024 hält der DAV BergBus (Linie 996) Richtung Wieskirche und München-Pasing in Rückholz. Die Buslinie wird nur während der Sommersaison am Wochenende bedient und liegt komplett im Tarifgebiet des MVV.

Söhne und Töchter der Gemeinde Hans Angerer (um 1620–1650), Lautenbauer Andreas Wagner (1871–1928), Verbandsfunktionär und Landtagsabgeordneter (BVP)

Weblinks

(PDF; 1,05 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Ostallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben

Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)