mini|hochkant=1.20|Niederrieden, Blick auf St. Georg mit Brunnen Niederrieden ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu des deutschen Bundeslandes Bayern.

Geografie Lage Das Pfarrdorf Niederrieden liegt zehn Kilometer nördlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Niederrieden.

Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Niederrieden (Pfarrdorf) Otterwald (Weiler) Weiler Niederrieden (Weiler)

Außerdem gibt es die Einzelhöfe Bergschreiner, Brucktoni, Fackler, Geiger, Lutzenberger, Nagler und Pfluger, die bis in die 1990er Jahre den Gemeindeteil Auf den Comthurbergen bildeten, seitdem zum Gemeindeteil Niederrieden zählen. Der Gemeindeteil „Auf den Comthurbergen“ wurde schließlich durch Bescheid des Landratsamtes Unterallgäu vom 5. Juni 2008 aufgehoben.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Niederrieden gehörte zur Reichsabtei Ottobeuren. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Einwohnerentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 Einwohner 794 917 1.088 1.121 1.166 1.210 1.273 Jahr 2010 2015 2024 Einwohner 1.343 1.394 1.513 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1094 auf 1443 um 349 Einwohner bzw. um 31,9 %.

Politik

Bürgermeister Seit 2026 ist Florian Geiger von den Freien Wählern Niederrieden e. V. Bürgermeister. Bei der Bürgermeisterwahl am 8. März 2026 erhielt er 650 von 736 gültigen Stimmen (88,3 %) und wurde damit gewählt.

Gemeinderat Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis: Freie Wähler Niederrieden: 6 Sitze (48,0 %) CSU/Bürgerunion: 4 Sitze (32,8 %) Christliche Wähler: 2 Sitze (19,2 %)

Die Sitzverteilung bei der Gemeinderatswahl 2014 war wie folgt:, abgerufen am 18. November 2017. Freie Wähler e. V.: 5 Sitze CSU/Bürgerunion: 4 Sitze Christliche Wähler: 3 Sitze

Wappen

Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Boos.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler

Weitere Bauwerke Seit dem Jahr 2011 betreibt der Deutsche Wetterdienst in Niederrieden einen Wetterradarturm .DWD: (PDF; 2,4 MB), abgerufen am 30. November 2012

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab am 30. Juni 2018 im Ort 101 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte; von der Wohnbevölkerung standen 643 Personen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Damit überwog die Zahl der Auspendler um 542 Personen. Die 14 landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten eine Fläche von 664 Hektar (Stand 2016).

Bekannte Unternehmen Brauerei Ruhland (bekannt vor allem für ihr Mineralwasser – Remus Quelle) Holztechnik Hummel GmbH, Hersteller von Hobelware aus sibirischer Lärche und sibirischer Zirbe

Erziehung und Bildung Am 1. März 2019 gab es eine Kindertageseinrichtung mit 66 Plätzen und 50 betreuten Kindern.

Weblinks

Website der Gemeinde Niederrieden (PDF-Datei; 1 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Unterallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)

Kategorie:Ort am Jakobsweg (Bayerisch-Schwäbischer Jakobusweg)