mini|hochkant=1.20|Oberrieden (Dorf) Oberrieden ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Geografie Lage Oberrieden liegt ungefähr 30 Kilometer nordöstlich von Memmingen an der Staatsstraße 2037 in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Oberrieden im Süden und Unterrieden im Norden.

Es gibt 6 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben), die sich auf die beiden vorgenannten Gemarkungen verteilen: Gemarkung Oberrieden: Oberrieden (Pfarrdorf) Hohenreuten (Kirchdorf) Mittelrieden (Dorf) Ohnsang (Weiler) Spitzispui (Weiler) Gemarkung Unterrieden Unterrieden (Pfarrdorf)

Abgegangen ist der 1256 und 1616 urkundlich überlieferte Ort Vogenbach. Dessen Lage kann heute nicht mehr ermittelt werden.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Oberrieden war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte der Herrschaft Mindelheim. Diese war Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Unterrieden eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1840 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1991 1995 Einwohner 1.037 1.174 1.106 1.439 1.140 1.149 1.160 1.236 1.224 Jahr 2000 2005 2010 2015 2020 2024 2025 Einwohner 1.237 1.252 1.248 1.237 1.218 1.171 1.202 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1185 auf 1221 um 36 Einwohner bzw. um 3 %.

Politik Gemeinderat Die Wahl zum Gemeinderat am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis: Freie Wählervereinigung Oberrieden: 7 Sitze (61,3 %) Wählergemeinschaft Unterrieden: 5 Sitze (38,7 %) Die Sitzverteilung im Gemeinderat zwischen den zwei Wählergruppen ist unverändert die gleiche wie in der Amtszeit 2014–2020.

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist Robert Wilhelm. Dieser wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Georg Leinsle, der das Amt 12 Jahre lang bekleidete. Im Jahr 2020 wurde er mit 96,1 % gewählt.

Wappen

mini|Pfarrkirche St. Martin Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhausen.

Baudenkmäler

In Oberrieden gibt es ein Baudenkmal, die Pfarrkirche St. Martin aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft Es gab am 30. Juni 2018 im Ort 68 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte; von der Wohnbevölkerung standen 504 Personen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Damit überwog die Zahl der Auspendler um 436 Personen. Die 36 landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten eine Fläche von 1220 Hektar (Stand 2016).

Bildung Am 1. März 2019 gab es eine Kindertageseinrichtung mit 68 Plätzen und 43 betreuten Kindern.

Persönlichkeiten Adolf Müller (* 1935), Politiker Paulus Maria Weigele (* 1943), 65. Abt des Klosters Ottobeuren

Literatur Oberrieden. In: Landkreis Unterallgäu Halbband 2, Mindelheim 1987, ISBN 3-9800649-2-1, S. 1167–1171.

Weblinks

Homepage (PDF-Datei; 1 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Unterallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)