Holzgünz ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Geografie Die Gemeinde liegt etwa acht Kilometer östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes Die Gemeinde besteht aus dem Kirchdorf Holzgünz und dem Dorf Schwaighausen, die gleichzeitig Gemarkungen sind.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Das Dorf erscheint bereits 1167 bei der Isengrimschen Schenkung und wird 1270 erstmals namentlich erwähnt. Holzgünz gehörte seit dem Mittelalter zur Freien Reichsstadt Memmingen, genauer den Kreuzherren des Memminger Oberhospitals. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.Ortsgeschichte auf der Homepage der Gemeinde, abgerufen am 8. Mai 2021.

Eingemeindungen Am 1. Mai 1978 wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Gemeinde Schwaighausen eingegliedert.

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 Einwohner 768 842 914 1.008 1.029 1.008 1.133 Jahr 2010 2015 2020 2024 Einwohner 1.189 1.267 1.390 1.371 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 943 auf 1339 Einwohner bzw. um 42 %.

Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg.

Bürgermeister Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Franz Rolla (Freie Wählerliste Holzgünz-Schwaighausen); Dieser wurde mit 80,2 % der Stimmen gewählt und bei der Wahl am 8. März 2026 mit 74,8 % im Amt bestätigt. Sein Vorgänger Paul Nagler (FWH/FWS) stand von 2002 bis 2020 an der Gemeindespitze. Er war der Nachfolger von Martin Riedmiller (Freie Wähler).

Gemeinderat Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 lag nur die Freie Wählerliste Holzgünz-Schwaighausen vor, die 97,9 % der Stimmen und alle zwölf Mandate im Gemeinderat erhielt.Ergebnis der Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 8. Mai 2021. Bei der Gemeinderatswahl 2014 hatten Freie Wählerliste (Holzgünz) und Freie Wählerliste Schwaighausen jeweils sechs Mandate erreicht.

Wappen

Kirche mini|Kirche St. Georg in Holzgünz (Ort) Die Katholische Pfarrei „St. Georg“ gehört zur Pfarreiengemeinschaft Benningen.Pfarreiengemeinschaft Benningen

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft mini|Extrude Hone hat seinen Hauptsitz in Holzgünz und ist eine der größeren produzierenden Firmen am Ort. Hier das Hauptgebäude 2017. Am 30. Juni 2019 gab es in der Gemeinde 335 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; von der Wohnbevölkerung standen 624 in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Die Zahl der Auspendler war damit um 289 größer als die der Einpendler. 2016 gab es noch 18 landwirtschaftliche Betriebe, die eine Fläche von 540 Hektar bewirtschafteten.

Verkehr Holzgünz liegt an der Bundesautobahn 96 (Lindau–München); die nach dem Ort benannte Ausfahrt 15 liegt nur etwa einen Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.

Bildung Am 1. März 2019 gab es eine Kindertageseinrichtung mit 74 Plätzen und 72 Besuchern, darunter 21 Besucher unter drei Jahren.

Die Gemeinde ist Mitglied des Schulverbandes Memmingerberg (Grund- und Mittelschule).

Persönlichkeiten Josef Riedmiller (1925–2018), Journalist

Literatur Hermann Immerz: Holzgünz. Heimatkundliche Beiträge zur Geschichte der Ortsteile Ober- und Unterholzgünz. Verlag für Heimatpflege, Kempten 1998, ISBN 3-88019-028-3

Weblinks

Gemeinde Holzgünz (PDF; 1 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Unterallgäu Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 1167 Kategorie:Gemeindegründung 1818

Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)