New York (standardsprachlich (AE) [], regional auch [] oder []; BE: []) ist ein Bundesstaat im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika. Neben New Jersey, Pennsylvania, Delaware und Maryland wird New York den Mittelatlantikstaaten zugerechnet. New York ist mit einer Fläche von 141.299 Quadratkilometern der 27.-größte und mit über 20,2 Millionen Einwohnern (Stand: 2020) nach Kalifornien, Texas und Florida der viertbevölkerungsreichste Bundesstaat der USA.

Die Hauptstadt des Bundesstaates, der den offiziellen Beinamen Empire State (Imperiums-Staat) hat, ist Albany; größte Stadt ist New York City. Das Gebiet nördlich des Stadtgebiets von New York City wird als Upstate New York bezeichnet; New York City und Long Island bilden zusammen Downstate New York. Größere Städte in Upstate New York sind Buffalo, Rochester, Syracuse, Albany, Schenectady und Utica.

Geographie New York grenzt im Süden an Pennsylvania und New Jersey, im Osten an Massachusetts, Connecticut und Vermont sowie im Norden und Nordwesten an die kanadischen Provinzen Québec und Ontario. New York hat zudem eine Seegrenze mit Rhode Island. Der Bundesstaat erstreckt sich auf einer Fläche von etwas mehr als 141.000km² und nimmt damit nach Fläche den 27. Platz der US-Bundesstaaten ein.

Relief Der Bundesstaat New York ist von den Nordausläufern der Appalachen geprägt. Die durchschnittliche Höhe über dem Meeresspiegel liegt zwischen 300 und 1000 m. Im Norden befinden sich die Adirondacks mit dem Mount Marcy, dem mit 1629 m höchsten Berg des Staats.

Im Norden grenzt der Staat an den Eriesee und den Ontariosee sowie an den Sankt-Lorenz-Strom; dort befinden sich kleinere Tiefländer. Im Südosten befinden sich das Tal des Hudson River sowie Long Island, eine ca. 200km lange und 20km bis 30km breite Insel, auf der große Teile von New York City liegen.

Geologie Die Appalachen, die den größten Teil des Staates einnehmen, sind ein Faltengebirge. Die im Bundesstaat liegenden Gebirgszüge gehören zum nördlichen Teil der Appalachen, sind somit rund 500 Millionen Jahre alt und gehören zu den Gebirgen, die durch die kaledonische Gebirgsbildung entstanden. Durch dieses hohe Alter wurde allerdings schon sehr viel Material abgetragen. Dies erklärt die relativ geringe Höhe, die die Appalachen im Vergleich zu anderen Faltengebirgen besitzen. Die Tiefländer sowie Long Island sind geologische Tafeln.

Boden Die Böden (v. a. Schwarzerde) sind denen in Mitteleuropa sehr ähnlich und relativ fruchtbar, jedoch trotzdem eher geringwertig. Je höher es in den Appalachen wird, desto felsiger und damit unfruchtbarer werden die Böden. Es gibt keine umfangreichen Bodenschatzvorkommen, sondern lediglich kleine Vorkommen an Eisenerzen, Steinsalz und Erdöl/Erdgas sowie Blei und Zink.

Klima Im gesamten Bundesstaat New York herrscht ein gemäßigtes Klima. Die Durchschnittstemperatur liegt an der Küste bei etwa 12 °C. Die Temperatur beträgt im Winter (Dezember–März) um 0 °C und im Sommer (Juni–September) ca. 25–30 °C. Der Unterschied ist mit bis zu 30 °C für eine Küstenregion relativ hoch. Die hohen Temperaturen im Sommer erklären sich durch die relativ südliche Lage (ca. 42° n. B.). Die kühlen Temperaturen des Winters resultieren aus Einflüssen der Appalachen. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt ungefähr 1000 mm, der Niederschlag verteilt sich gleichmäßig auf das ganze Jahr.

In den Appalachen dagegen sind die Temperaturen aufgrund der Höhe geringer, und es fällt weniger Niederschlag. In den Wintermonaten liegt die Durchschnittstemperatur bei bis zu −10 °C, im Sommer bei ca. 20 °C. Die Niederschlagsmenge ist um 200 bis 300 mm geringer als an der Küste, verteilt sich aber dennoch gleichmäßig. Im Nordwesten des Bundesstaates, an den Seen und am Sankt-Lorenz-Strom, unterscheidet sich das Klima kaum von dem der Appalachen, außer dass es aufgrund der geringeren Höhe etwas milder ist.

Gewässer mini|Verlauf des Hudson Rivers, bzw. des Mohawk Rivers

Der bedeutendste Fluss ist der Hudson River, der im Norden des Staates entspringt. Er besitzt zahlreiche kleinere Zuflüsse (z. B. Mohawk River), die ebenfalls in den Appalachen entspringen. Weitere bedeutende Flüsse sind der Sankt-Lorenz-Strom, der einen Teil der Grenze zu Ontario bildet, der Susquehanna River und der Delaware River.

Der Staat liegt am Eriesee im Westen und am Ontariosee im Nordwesten. Außerdem gibt es etliche kleine und mittelgroße Seen (z. B. die Finger Lakes mit dem Seneca Lake, Cayuga Lake und Oneida Lake, den Lake George sowie den Lake Champlain, der im Nordosten die Grenze zum Bundesstaat Vermont bildet), dazu viele Wasserfälle (z. B. die Niagarafälle oder die Taughannock Falls).

Vegetation Ein Großteil der Fläche des Bundesstaates wird von sommergrünen Laubmischwäldern und Grünland bedeckt, in höheren Lagen der Appalachen überwiegen die Laubmischwälder.

Gliederung Liste der Countys in New York

Größte Städte mini|Blick von Midtown Manhattan auf Central Park und Hudson River Richtung Upstate New York

Bevölkerung mini|links|Karte der Bevölkerungsdichte New Yorks

New York hat 20.215.751 Einwohner (Stand: Zensus 2020). Davon waren laut dem 2010 Zensus 57,2 % Weiße, 17,5 % Afroamerikaner, 18,4 % Mittel- bzw. Lateinamerikaner, 8,2 % Asiaten, 1,0 % Indianer.

Alters- und Geschlechtsstruktur Die Altersstruktur von New York setzt sich folgendermaßen zusammen (Stand: Census 2010): bis 18 Jahre: 4.185.670 (21,6 %) 18 bis 64 Jahre: 12.401.985 (64 %) ab 65 Jahre: 2.790.447 (14,4 %)

Das Medianalter beträgt 38 Jahre. 48,5 % der Bevölkerung sind männlich und 51,5 % weiblich.

Abstammung 12,8 % der Einwohner sind italienischer Abstammung und stellen damit die größte Gruppe dar. Es folgen die Gruppen der Irisch- (11,6 %), Deutsch- (10,0 %), Englisch- (5,0 %) und Polnischstämmigen (4,6 %) (Stand 2014).

Religionen Die mitgliederstärksten Religionsgemeinschaften im Jahr 2000 waren die römisch-katholische Kirche mit 7.550.491, die United Methodist Church mit 403.362, die American Baptist Churches USA mit 203.297 und die anglikanische Episcopal Church mit 201.797 Anhängern. Darüber hinaus waren 1.653.870 Einwohner jüdischen und 223.968 Einwohner islamischen Glaubens..

Wirtschaft BIP des Staates New York 2016: ca. 1.487 Mrd. US-Dollar (Anteil am Gesamt-BIP der USA: 8,1 %)

BIP des Staates New York pro Kopf 2016: 75.360 US-Dollar (US-Durchschnitt 57.118 US-Dollar)

Wirtschaftswachstum (2014): 2,5 % (US-Durchschnitt: 2,2 %)U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts

Arbeitslosenquote (November 2017): 4,7 % (Landesdurchschnitt: 4,1 %)

Wirtschaftszweige Insgesamt ist der Wirtschaftsraum New York vom sekundären (Industrie) und tertiären (Dienstleistungen) Wirtschaftssektor geprägt. Die (gemischte und traditionelle) Landwirtschaft sowie der Fischfang spielen eine relativ geringe Rolle. Obst (v. a. Äpfel, Erdbeeren und Kirschen) wird am Hudson und am Ontariosee angebaut, in der Gegend um Rochester auch kleinere Mengen an Weizen. Ebenso gibt es kleine Weinanbaugebiete. Es wird außerdem in den hügeligeren Gebieten Viehzucht betrieben. Der Bundesstaat New York gehört deshalb zu den größten Milchproduzenten der USA. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind klein, das im Mittelwesten und Süden der USA verbreitete „Agrobusiness“ ist hier nicht vorhanden, weil die Flächen relativ klein sind. Die ebenfalls zum primären Sektor zählende Rohstoffgewinnung wird vorwiegend im Norden des Bundesstaates betrieben. An einigen wenigen Orten werden Eisenerze und Stahlveredler abgebaut, ebenso wie Steinsalze (in der Region um Rochester) sowie geringe Mengen an Erdöl und Erdgas im Südwesten. Die Industrie spielt in den mittelgroßen Städten (Buffalo, Rochester, Albany) eine große Rolle, der gesamte Bundesstaat New York gehört zum Manufacturing Belt. Die wichtigsten Industriezweige sind der Maschinen- bzw. Fahrzeugbau sowie die Elektrotechnik. Grundlage dafür ist die Eisen- und Stahlerzeugung, die vorrangig in und um Buffalo betrieben wird.

mini|New York Stock Exchange

Elektrotechnik und das Druckgewerbe gehören zu den wichtigsten Industriezweigen in der Region um New York City. Dennoch nimmt diese Region eine Ausnahmestellung ein, denn die Dienstleistung ist hier der mit Abstand wichtigste Wirtschaftszweig. Zahlreiche Unternehmen der High-Tech-Industrie (z. B. IBM), des Banken- und Finanzwesens (z. B. Goldman Sachs, JP Morgan) sowie einflussreiche Zeitungen (z. B. The New York Times, The Wall Street Journal) und Fernsehsender (z. B. NBC, HBO) haben ihren Sitz in New York City, ebenso die weltweit wichtigste Börse (New York Stock Exchange). Außerdem befinden sich in New York City zahlreiche bedeutende wissenschaftliche (z. B. New York University, Columbia University) und kulturelle (z. B. Metropolitan Opera, Museum of Modern Art) Einrichtungen auf engstem Raum.

Infrastruktur Die Infrastruktur ist im Bundesstaat New York gut ausgebaut, verantwortlich für Planung, Bau und Wartung ist neben weiteren Behörden insbesondere das New York State Department of Transportation. Mehrere Highways verbinden New York City mit den Städten an den Großen Seen sowie mit den anderen Bundesstaaten, vor allem New Jersey, in dem viele Menschen wohnen, die in New York City arbeiten. Nur im Südwesten des Bundesstaates ist das Straßennetz sehr weitmaschig, allerdings besteht dort aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte kaum Bedarf.

Personenfernverkehr mit der Eisenbahn innerhalb New Yorks gibt es nur mit dem sogenannten Empire Service, der die Hauptstrecke New York – Albany täglich mit zwölf Zugpaaren befährt, von denen drei nach Niagara Falls weiterfahren, und eines davon nach Toronto; zudem gibt es einmal täglich in Buffalo eine Umsteigeverbindung nach Chicago. Zwei Zugpaare verkehren täglich zwischen New York und Glens Falls, von denen eines nach Montreal weiterfährt. In New York City gibt es ausgezeichnete Verbindungen auf der relativ gut ausgebauten Amtrak Acela Strecke Boston – NYC – Philadelphia – Baltimore – Washington, D.C., von deren jeweiligen Endpunkte der Rest der Ostküste erreicht werden kann.

Eher untypisch für die USA ist dagegen das weit verzweigte und viel genutzte Subway- und Regionalbahn-Netz der Stadt New York. Dieses Netz entlastet die Straßen, die ohnehin häufig große Staus aufweisen.

New York City besitzt mit dem J. F. Kennedy Airport (vorwiegend für Auslandsflüge) den dreizehntgrößten Flughafen der Welt (41,9 Mio. Passagiere im Jahr 2005; sechstgrößter Flughafen der USA). Ein weiterer Flughafen ist der La Guardia Airport, der hauptsächlich für Inlandsflüge genutzt wird. Dort wurden im Jahr 2006 gut 25 Mio. Passagiere abgefertigt. Weitere Flughäfen befinden sich in Albany, in Rochester, in Buffalo (Buffalo Niagara International Airport und Buffalo Municipal Airport) und in Syracuse, also in jeder größeren Stadt.

Der Hafen von New York ist der größte Seehafen an der US-Ostküste. Der Containerumschlag hat vor allem am Standort Newark (NJ) der Port Authority of New York and New Jersey enorm zugenommen.

Ein wichtiger Binnenhafen ist der der Stadt Buffalo. Hier werden vorwiegend Ausgangsstoffe für die im Bundesstaat New York ansässigen Industrien, wie z. B. Kohle, Eisenerze und Stahl, angeliefert. Hier mündet ebenfalls der Eriekanal, der den Eriesee über den Hudson mit dem Atlantischen Ozean verbindet.

Wie in den gesamten USA haben auch im Bundesstaat New York nicht alle Einwohner Zugang zu sauberem Trinkwasser: Bleirohre in der örtlichen Wasserversorgung sind noch relativ weit verbreitet; Trinkwasser enthält oft auch in größeren Städten relativ hohe Restbestände von Düngemitteln und industriellen Chemikalien; und auf dem Land sind viele Familien immer noch auf ihre eigens gebohrten Grundwasserbrunnen angewiesen, die oft nicht sehr sauberes Wasser liefern.