Julius Frey (* 12. Januar 1901 in München; † 29. November 1948 ebenda) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne und Film.

Leben und Wirken Frey spielte sein Leben lang an Bühnen seiner Heimatstadt München. Er begann in den 1920er Jahren in der Komparserie des Bayerischen Staatstheaters und trat noch im selben Jahrzehnt an eben dieser Bühne auch mit kleinen Sprechrollen auf. 1930 wurde er dort reguläres Ensemblemitglied, ehe Frey zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs an das Staatsschauspiel wechselte. Nach 1945 sah man ihn in seinen verbleibenden drei Lebensjahren an den Städtischen Bühnen Münchens.

Mehrere Jahre lang wirkte Julius Frey mit kleinen Rollen auch Münchner Filmproduktionen mit. Dort spielte er einfache Leute aller Arten, oftmals mit bajuwarischem Einschlag. Er spielt Wirtsleute, Wachtmeister, Pförtner und Metzger. Frey stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Frey, Julius. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 292

Zum Nachkriegsfilm fand Frey keinen Anschluss mehr; er starb gerade einmal 47 Jahre alt, im Herbst 1948. Zuletzt war er in München in der Ganghofer Straße 50 gemeldet.Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.), Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1945/1948, Verlag Bruno Henschel und Sohn, Berlin, 1929, Seite 311

Filmografie 1937: IA in Oberbayern 1939: Fasching 1939: Der ewige Quell 1940: Das sündige Dorf 1941: Komödianten 1941: Der scheinheilige Florian 1942: Der dunkle Tag 1942: Peterle 1944: Der kleine Muck 1945: Wo ist Herr Belling? (unvollendet) 1945: Shiva und die Galgenblume (unvollendet) 1948: Im Tempel der Venus 1953: Gesprengte Gitter

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellende Kunst (Nationalsozialismus) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1948 Kategorie:Mann