mini|Fanny Cotta auf einer Fotografie von Suse Byk Fanny Cotta (* 8. Juli 1898 als Maria Franziska Josefine Kluge in Köln; † 13. Juni 1969 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin und Sängerin.

Leben und Wirken Die Tochter eines Gerichtskanzleiinspektors absolvierte nach dem Besuch des Lyzeums eine Gesangsausbildung. Über eine etwaige Theaterarbeit vor ihrem Filmdebüt ist nichts bekannt, Festengagements sind nicht auszumachen. In den etwa dreizehn Jahren ihrer intensiven Tätigkeit vor der Kamera (1932 bis 1945) spielte sie unter ihrem Künstlernamen Fanny Cotta eine Reihe von Nebenrollen, darunter mehrfach dienstbare Geister wie Krankenschwestern. Gelegentlich trat sie auch als Sängerin in Erscheinung.

Fanny Cotta war mit dem Rechtsanwalt und Notar Viktor Heinrich Ruff verheiratet und hatte mit ihm eine Tochter und einen Sohn. Während ihr Mann im Zweiten Weltkrieg zur Wehrmacht eingezogen war, übersiedelte sie im Zuge der Kriegswirren zunächst nach Woltersdorf, dann nach Erkner und schließlich nach Potsdam. Im März 1944 wurde ihre Wohnung durch einen Bombentreffer zerstört.Bundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Fanny Cotta-Ruff, R 9361-V/112410 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). Nach 1945 konnte Fanny Cotta in der Filmbranche nicht mehr Fuß fassen und zog sich daher ins Privatleben zurück. Zwischenzeitlich lebte sie mit ihrer Familie in Bielefeld und Hamburg, kehrte Ende der 1950er-Jahre aber nach Berlin zurück, wo sie in Charlottenburg ein Immobilienbüro und eine Mannequin-Schule eröffnete. Sie starb 1969 im Krankenhaus Moabit.Landesarchiv Berlin, Sterbebuch Standesamt Tiergarten von Berlin, Nr. 1301/1969 (vgl. Namensverzeichnis zum Sterbebuch 1969; PDF; 180 MB).

Filmografie (Auswahl) 1932: Scherben bringen Glück (Kurzfilm) 1932: Teilnehmer antwortet nicht 1933: Morgen beginnt das Leben 1936: Kinderarzt Dr. Engel 1936: Ball im Metropol 1936: Moskau – Shanghai 1937: Der Maulkorb 1937: Ihr Leibhusar 1938: Monika – Eine Mutter kämpft um ihr Kind 1940: Wie konntest Du, Veronika! 1940: Der dunkle Punkt 1941: … reitet für Deutschland 1941: Über alles in der Welt 1942: Der große König 1943: Münchhausen 1943: Nora 1945: Frühlingsmelodie (unvollendet) 1948: Das kleine Hofkonzert 1952: Das Mädchen Juanita

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, , S. 252.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Sänger Kategorie:Pseudonym Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1898 Kategorie:Gestorben 1969 Kategorie:Frau