mini|Logo des InterConnex mini|hochkant=1.5|Interconnex Rostock–Leipzig InterConnex ist ein Markenname der Ostseeland Verkehr GmbH, Teil des Transdev-Konzerns. Unter dieser Bezeichnung wurde vom März 2002 bis Dezember 2014 einer der ersten privatwirtschaftlichen Fernzüge in Deutschland betrieben.Privater Fernverkehr auf den Gleisen der DB AG. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 4/2002, , S. 206 f. Der InterConnex fuhr täglich von Leipzig über Berlin und Rostock nach Warnemünde und wieder zurück. Ansatz von InterConnex war es, sich als preiswerter Anbieter im Fernverkehr von der Konkurrenz – insbesondere der Deutschen Bahn – zu unterscheiden.

Geschichte Die Marke InterConnex war Mitte 2001 vorgestellt worden. Connex Verkehr, deutsche Tochter von Vivendi Environnement (später Veolia Transport) und Vorläuferin der Transdev GmbH, hatte vorgeschlagen, mit Unterstützung von Bund, Ländern und DB ein Ersatzangebot für den aus DB-Sicht unwirtschaftlichen Interregio am Markt zu etablieren.Eine Chance für den Interregio. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10/2001, , S. 466 f. Mit dem Betrieb des InterConnex wurde die Ostmecklenburgische Eisenbahn (OME), eine Tochtergesellschaft von Connex, beauftragt. Der Deutsche Bahnkunden-Verband zeichnete die damalige Connex Verkehr für den InterConnex mit dem Deutschen Schienenverkehrspreis 2002 aus. Das Unternehmen habe mit dem Angebot das Monopol im deutschen Schienenpersonenfernverkehr gebrochen.Meldung Auszeichnung für Connex. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 1/2003, , S. 10 Die Betreibergesellschaft OME ging 2005 in Ostseeland Verkehr auf; die Muttergesellschaft Connex benannte sich 2006 in Veolia Verkehr um, der Markenname InterConnex blieb jedoch erhalten.

In den Anfangszeiten wurden rund 200.000 Reisende pro Jahr gezählt.Diana Fröhlich: Die Herausforderer. In: Handelsblatt. Nr. 141, 24. Juli 2012, , S. 44 2012 wurden rund 400.000 Fahrgäste pro Jahr befördert. Der Betrieb war nach damaligen Angaben des Betreiberunternehmens seit mehreren Jahren wirtschaftlich profitabel gewesen.Dieter Fockenbrock: Der Hamburg-Köln-Express startet. In: Handelsblatt, Nr. 125, 2. Juli 2012, S. 22 (Kurzfassung ). Im Jahr 2013 ging die Zahl der Reisenden um 16 Prozent, auf 335.000, zurück. Im Jahr 2014 sei die Nachfrage in Folge von Preissenkungen wieder gestiegen. Im Oktober 2014 wurde bekannt gegeben, dass der Betrieb zum 13. Dezember eingestellt werde. Als Grund gab Transdev GmbH hohe Trassengebühren und die Konkurrenz durch Fernbusse an.Veolia Verkehr (Hrsg.): Veolia Verkehr zieht sich aus dem Schienenfernverkehr zurück. Presseerklärung vom 14. Oktober 2014, online zitiert auf der Website des Eisenbahn-Kurier. Linie Linienweg Betreiber Fahrzeuge Verkehrszeitraum  X 1  Warnemünde – Rostock Hbf – Neustrelitz – Berlin Hbf – Leipzig Ostseeland Verkehr 643, 146, FLEX-Wagen und Married-Pair-Wagen2002–2014  X 2  (Liberec – Zittau – Cottbus) / Dresden-Neustadt – Berlin-Lichtenberg – Stralsund (– Ostseebad Binz) Ostseeland Verkehr, Lausitzbahn 6422002–2006  X 3  (Neuss –) Köln Hbf – Siegburg – Marburg – Kassel-Wilhelmshöhe – Nordhausen – Halle (Saale) Hbf – Berlin-Lichtenberg – Rostock Ostseeland Verkehr 185 + Bomz2003

Der InterConnex 1 verkehrte ab dem 1. März 2002 mit einem Zugpaar (Zugnummern DFR 80214/80215) täglich von Leipzig und Berlin nach Rostock. In den ersten Jahren war Gera der Startbahnhof. In den ersten Jahren kamen dabei zwei in Farbgebung und Innenausstattung angepasste Talent-Triebwagen der Ostmecklenburgischen Eisenbahngesellschaft zum Einsatz. Der Fahrpreis je Kilometer betrug zunächst rund sieben Cent. Kinder bis sechs Jahren wurden kostenlos befördert, bis zum 26. Lebensjahr wurde darüber hinaus 30 Prozent Rabatt gewährt. Nach eigenen Angaben bezahlte das Unternehmen einen Trassenpreis von 2,25 Euro je Kilometer.Inter-Connex Gera – Rostock erfolgreich. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 5/2002, , S. 220

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004 war vorgesehen, die Züge auf Bestellung des Zweckverbands ÖPNV Vogtland von Leipzig nach Adorf/Vogtl. zu verlängern. Dies scheiterte aufgrund fehlender Trassen. Seit Beginn des Winterfahrplans 2006/2007 wurde die Linie zwischen Gera und Leipzig nicht mehr befahren, dafür wurde der Abschnitt Leipzig–Berlin wochentags auf drei Zugpaare verstärkt. Von Sommer 2007 bis Dezember 2014 verkehrten täglich zwei Zugpaare zwischen Leipzig und Berlin, von denen eines nach Rostock und Warnemünde weiterfuhr.

InterConnex 1: (Gera –) Leipzig – Berlin – Warnemünde Zu Anfang befuhr der InterConnex die Strecke Gera Hbf – Leipzig Hbf – Berlin – Rostock Hbf jeden Tag einmal je Richtung. Zwischenhalte waren Zeitz, Pegau, Leipzig Hbf, Bitterfeld, Lutherstadt Wittenberg, Luckenwalde, Berlin-Schönefeld, Berlin-Lichtenberg, Berlin-Hohenschönhausen, Oranienburg, Fürstenberg (Havel), Neustrelitz Hbf und Waren (Müritz). Die planmäßige Fahrzeit lag bei ungefähr sechs Stunden.

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2005 entfielen, laut Unternehmensangaben aufgrund geringer Nachfrage, sechs Zwischenhalte: Pegau, Bitterfeld, Lutherstadt Wittenberg, Luckenwalde, Oranienburg und Fürstenberg (Havel).

Zum Fahrplanwechsel am 28. Mai 2006 wurde aufgrund von Bauarbeiten der täglich befahrene Laufweg auf den Abschnitt Gera – Leipzig – Berlin gekürzt, dafür verkehrte der Zug täglich zweimal je Richtung. Der Frühzug nach Berlin und der Spätzug nach Leipzig hielten zusätzlich in Berlin Ostbahnhof, Berlin Alexanderplatz, Berlin Friedrichstraße, Berlin Zoologischer Garten, Potsdam Rehbrücke, Dessau, Halle (Saale) Hbf und am Flughafen Leipzig/Halle. Die Verlängerung nach Rostock verkehrte nur noch samstags beziehungsweise sonntags in der Gegenrichtung.Meldung Alles anders beim Inter-Connex. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 4/2006, , S. 166 Erstmals verkehrten die Züge über die Berliner Stadtbahn. Sie fuhren am neuen Berliner Hauptbahnhof ohne Halt durch.Meldung Vogtland-Express fährt im Berliner Hauptbahnhof durch. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 7/2006, , S. 329 Zudem wurde das Fahrzeugmaterial gewechselt.

Seit dem Fahrplanwechsel am 10. Juni 2007 verkehrte der InterConnex wieder täglich durchgehend von Leipzig bis Warnemünde über Berlin Potsdamer Platz, Berlin Hauptbahnhof, Neustrelitz Hbf, Waren (Müritz) und Rostock Hbf sowie mit einem weiteren Zugpaar morgens von Berlin nach Leipzig und abends zurück. Hierfür wurde eine sechsteilige Wagengarnitur der Nord-Ostsee-Bahn mit einer Sonderlackierung versehen. Die Reisezeit war mit dem parallel verkehrenden ICE der Deutschen Bahn vergleichbar (Beispiel Leipzig–Berlin: 1 h 19 min). Der Abschnitt Leipzig – Gera wurde komplett eingestellt.

Seit dem 9. Dezember 2007 hielt der Interconnex zusätzlich in Güstrow, um hier Umsteigemöglichkeiten zum Transdev-Tochterunternehmen „Ostseeland Verkehr (OLA)“ zu ermöglichen. Zudem wurde ein Halt am Bahnhof Berlin Gesundbrunnen eingelegt. Nach Fahrgastbefragungen hielt seit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 der Interconnex statt am Bahnhof Berlin Potsdamer Platz am Bahnhof Berlin Südkreuz.

Aufgrund von Ausbauarbeiten auf Teilstücken der Berliner Nordbahn und der Bahnstrecke Neustrelitz–Warnemünde fuhr der InterConnex von September 2012 bis November 2013 eine abweichende Strecke. Er hielt in Schwerin Hauptbahnhof und Bützow statt in Neustrelitz, Waren (Müritz) und Güstrow. Da auf dieser Strecke deutlich höhere Trassenpreise zu zahlen waren, kehrte der Zug ab 17. November 2013 auf die vorherige Strecke zurück.Neue Stopps in Schwerin und Bützow gut angenommen, Pressemitteilung vom 25. September 2012, Bericht im Nordmagazin des NDR Fernsehen, 17. November 2013 Im Jahr Oktober 2014 gab Veolia bekannt, den Verkehr Ende des gleichen Jahres einzustellen. Am 13. Dezember 2014 fuhr der letzte InterConnex zwischen Leipzig Hbf und Rostock Hbf.

Wagenmaterial mini|OME Talent mini|InterConnex bei der Einfahrt in Rostock Hbf Das Zugmaterial wurde zunächst von der Ostmecklenburgischen Eisenbahn (heute OLA), einer Connex-Tochter (heute Transdev GmbH), gestellt und bestand aus Dieseltriebwagen des Typs Bombardier Talent, entsprechend der DB-Baureihe 643. Die Züge waren mit einer kleinen Bordküche ausgestattet, in der kalte und warme Getränke sowie Speiseeis und kleine Speisen verkauft wurden. Die Züge waren zunächst noch mit Nahverkehrssitzen ausgestattet. Nach Kundenbeschwerden wurden nach und nach drei Triebwagen mit Fernverkehrssitzen ausgestattet. Diese waren stärker gepolstert und es gab ausklappbare Tische an jedem Platz. Beim Umbau mit Fernverkehrssitzen bekamen sie auch eine besondere Lackierung mit einem großen X an den Seiten und der Aufschrift InterConnex. Trotzdem kam es immer wieder zu Einsätzen von Triebwagen mit Nahverkehrsausstattung.

Ab 2. August 2002 wurde der Zug aufgrund gestiegener Nachfrage freitags bis montags in Dreifach- statt Doppeltraktion gefahren. Dazu war ein weiterer Talent-Nahverkehrstriebwagen im Werk Neustrelitz für den Fernverkehr umgebaut worden. Zuvor waren die rund 200 Plätze je Zug insbesondere im Wochenendverkehr teilweise überbelegt gewesen.Meldung Inter-Connex verstärkt. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10/2002, , S. 447 Die durchschnittliche Auslastung im ersten Betriebsjahr habe bei 68,9 Prozent gelegen.Meldung Ein Jahr Inter-Connex. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 4/2003, , S. 149

Anlässlich der Hansesail 2005 bekam ein Triebwagen eine Sonderlackierung und die Aufschrift Hanse-Express. Die umgerüsteten Triebwagen wurden nach dem Ende ihres Einsatzes nicht zurückgebaut, sondern nur äußerlich dem neuen Farbschema angepasst. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland verkehrte der Zug zwischen Leipzig und Berlin mit den ehemals auf dem Flensburg-Express eingesetzten UIC-Z-Wagen und einer Lok der Baureihe 146 der Nord-Ostsee-Bahn (NOB). Zwischen Leipzig und Gera wurden Desiro-Triebwagen der Lausitzbahn eingesetzt, da dieser Teil der Strecke nicht elektrifiziert ist.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2006 verkehrten neue Sechs-Wagen-Garnituren aus Married-Pair-Wagen der Nord-Ostsee-Bahn (in der stark nachgefragten Sommerferienzeit bis 31. August 2008 sogar Acht-Wagen-Garnituren)InterConnex: Mehr Platz im InterConnex – In den Sommerferien mit acht statt sechs Wagen unterwegs, wie sie auch auf der Marschbahn von Hamburg nach Westerland eingesetzt werden. Gezogen wurden sie wie zuvor von einer Lok der Baureihe 146. Die Wagen und die Lok trugen Vollwerbung für den InterConnex. Die Wagen wurden alle zwei Wochen wegen turnusmäßiger Wartungen gewechselt, im Bahnbetriebswerk Husum gewartet und bis zum nächsten Tausch auf dem Netz der NOB eingesetzt. mini|Connex-Baureihe 146 auf dem Leipziger Hauptbahnhof

InterConnex 2: Dresden – / Zittau – Berlin – Stralsund (– Binz) mini|Bahnhof Weißwasser,Zug der LB65 (Lausitzbahn) als InterConnex 2 nach Liberec (Tschechien) Der OstseelandExpress ist ein Ende 2006 eingestellter Fernverkehrszug zwischen Stralsund und Dresden. Sein ursprünglicher Name war InterConnex 2 (X). Er wurde Ende 2002 eingeführt und wurde Ende 2005 in OstseelandExpress (OLX) umbenannt. Seine ursprüngliche Streckenführung führte von Zittau nach Stralsund, zeitweilig verlängert nach Binz im Norden und bis ins tschechische Liberec im Süden, später wurde sie jedoch auf Dresden–Stralsund geändert.

Wagenmaterial mini|Triebwagen, der auf dem InterConnex 2 zum Einsatz kam Auf dem OstseelandExpress kamen ursprünglich Triebwagen der Baureihe 642 der Lausitzbahn zum Einsatz. Sie stellte auch das Zugpersonal. Die Triebwagen hatten die blau-gelbe Lackierung der Connex und ein großes X an den Seiten, zusätzlich war die Beschriftung InterConnex an den Führerständen angebracht. Ab Sommer 2004 verkehrten Zubringerbusse aus Dresden und nach Usedom. Die Busse nach Dresden wurden entbehrlich, als die Züge nicht mehr nach Zittau, sondern nach Dresden-Neustadt fuhren. Zuletzt fuhr der OstseelandExpress mit Triebwagen der Baureihe 643 der Ostseeland Verkehr GmbH.

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