mini|hochkant|Oberstraße 37 (roter Pfeil) in den 1930er Jahren mini|hochkant|Vor 1910 Das Wohnhaus von Theodor Dietrich von der Hutten stand in der Oberstraße 37 in der nordrhein-westfälischen Kreisstadt Düren.

Das mit einem reichen Volutengiebel verzierte Patrizierhaus, als das „Huttensche Haus“ bezeichnet, wurde bei der Bombardierung Dürens am 16. November 1944 völlig zerstört.

Kunstgeschichtlich gehört das Haus, das vor seiner Zerstörung 1944 im Erdgeschoss die Ladengeschäfte von Otto Scharrenbroich und Michael Neff beherbergte, zu den bemerkenswertesten Bürgerbauten der Dürener Altstadt.

Das abgebildete Foto aus den 1930er Jahren vermittelt eine Vorstellung von seinem ehemaligen Aussehen. Allerdings zeigt es nicht den Zustand von 1572, als Theodor von der Hutten das Haus durch die Schenkung des Dürener Schöffen Adam von Birgel für seine außerordentliche Bemühungen für die Stadt Düren zugesprochen bekommen hatte, sondern den mit vielen späteren Veränderungen nach dem Um- oder Neubau von 1598, den von der Hutten noch selbst in diesem Jahr veranlasst hatte. Ob das Haus im Jahr 1572 erbaut wurde oder vorher schon existierte, ist unklar. Der namhafte Historiker Jacobus Polius erwähnte das Bauwerk in seinen Schriften. Ein Kaminfries mit dem Ehewappen der von der Hutten, was sich damals im Haus in der Oberstraße 37 befand, befindet sich im Archiv des Leopold-Hoesch-Museums.

Literatur Paul Hartmann, Edmund Renard: Die Kunstdenkmäler des Kreises Düren. Düsseldorf 1910, S. 117 (Online)

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