mini|Alexander auf einem Fresko in Santa Maria Antiqua aus dem 8. Jahrhundert mini|Alexander in der Porta Pia (1864) Alexander I. (* in Rom; † 3. Mai 115 in Rom) war ein antiker Leiter in der christlichen Gemeinde Roms und wird als Nachfolger von Evaristus und Vorgänger von Sixtus traditionell als sechster Bischof von Rom angesehen.

Leben Dem Kirchenvater Eusebius zufolge übernahm Alexander im zwölften Regierungsjahr von Trajan, also im Jahre 109/110, das Bischofsamt. Nach zehnjähriger Amtszeit verstarb Alexander im dritten Regierungsjahr Kaiser Hadrians, also nach dem August des Jahres 119.Eusebius von Caesarea, Kirchengeschichte, 4. Buch, 1, 1 - 4, 1. Nach dem Liber Pontificalis soll er der Sohn eines Römers namens Alexander aus der Region Caput Tauri gewesen sein. Er sei zehn Jahre, sieben Monate und zwei Tage Bischof von Rom gewesen und zur Zeit von Kaiser Trajan während des Konsulats von Aemilius Aelianus und Antistius Vetus im Jahre 116 gestorben. Der Bischofsstuhl blieb für 35 Tage vakant, bevor Sixtus die Nachfolge antrat. Im Catalogus Liberianus wiederum werden Alexander elf Jahre, zwei Monate und ein Tag zugeschrieben; die angegebenen Konsuln passen hierzu jedoch nicht. Hiernach wurde Alexander während des Consulats von Cornelius Palma und Calvisius Tullus im Jahre 109 zum Bischof geweiht und soll während des Consulats von Aelianus und Vetus im Jahre 116 gestorben sein. Er soll die Märtyrerin Balbina und deren Vater Quirinus, der ebenfalls das Martyrium erlitt, zum Christentum bekehrt und getauft haben. Alle diese Nachrichten sind nicht verlässlich.

Verehrung Alexander wurde im Lauf der Jahrhunderte mit dem Märtyrer Alexander der Via Nomentana gleichgesetzt, dessen Gedenktag wie der des Bischofs am 3. Mai begangen wird (in den orthodoxen Kirchen am 16. März). Er ist ein Kanonheiliger, das heißt, dass sein Name im Hochgebet genannt wird. Weder Irenäus noch Eusebius erwähnen jedoch ein Martyrium Alexanders.

Der hl. Alexander wird gegen Kropf und Skrofeln angerufen. Reliquien des Heiligen gelangten 834 nach Freising, weshalb hier das Fest der Reliquientranslation am 5. Mai begangen wird. Auch nach Aschaffenburg, in die Stiftskirche St. Peter und Alexander, gelangten Reliquien. Eine Schädelreliquie Alexanders befand sich im "Alexanderkopf".

Eintrag in der Schedel’schen Weltchronik von 1493 Alexander hat einen eigenen Eintrag in der Schedel’schen Weltchronik von 1493. Auf Blatt CXII über das sechste Weltalter heißt es:

Literatur

Thomas Shahan: Pope St. Alexander I. In: The Catholic Encyclopedia. Band 1, Robert Appleton Company, New York 1907. Mario Ziegler: Successio. Die Vorsteher der stadtrömischen Christengemeinde in den ersten beiden Jahrhunderten. Habelt, Bonn 2007, ISBN 978-3-7749-3496-2. Henry Wace: Dictionary of Christian Biography and Literature.

Weblinks

Gesamtwerk von Migne Patrologia Latina mit Inhaltsverzeichnis

Anmerkungen

Kategorie:Papst Kategorie:Heiliger (2. Jahrhundert) Kategorie:Bischof (2. Jahrhundert) Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 115 Kategorie:Mann