mini|Ein „malerisches“ Anwesen in Bischberg
Bischberg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Bischberg liegt in der Gemarkung Sindlbach.
Geografie Das Dorf liegt im Oberpfälzer Jura auf circa ca. 5 km nordöstlich des Gemeindesitzes. Bischberg ist über eine Gemeindeverbindungsstraße zu erreichen, die von der Kreisstraße NM 8 in Sindlbach in nordöstlicher Richtung abzweigt, und über Gemeindeverbindungsstraßen von Mitterrohrenstadt sowie von Ballertshofen bzw. Unterried her.
Geschichte 1356 erscheint ein Ort „Pischofsperg“, 1466 „Bischofsperg“, der eventuell identisch ist mit dem heutigen Bischberg, das in dieser Schreibweise erstmals auf einer Landkarte von 1635 erscheint. Auf einer früheren Landkarte von 1519 ist „Büschberg“ eingetragen.Josef Breinl: Chronik Berg mit Heimatgeschichte aller Ortsteile, Berg 1996, S. 136
Bischberg gehörte zum pfälzischen Pflegamt Haimburg. Im Dorf hatte u. a. das Kloster Kastl sowie das Kloster Gnadenberg Besitzungen.Heinloth, S. 134, 158 Als 1639 die Regierung von Amberg von den ihr unterstellten Ämtern Berichte über die Belegungsfähigkeit in den einzelnen Orten für das Winterquartier von Truppen anforderte, gab das Kloster Gnadenberg für „Bischofsberg“ zwei Höfe an, das Amt Haimburg neun Höfe in „Bischlberg“.Verhandlungen, 84 (1934), S. 132 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand das Dorf aus 14 Untertanen. 11 gehörten dem Kastenamt Haimburg, je einer dem Stift Kastl, dem Klosterrichteramt Gnadenberg und der Reichsstadt Nürnberg. Die Hochgerichtsbarkeit übte das Pflegamt Haimburg aus, das zuletzt in Personalunion mit dem Pflegamt Pfaffenhofen geführt wurde.Heinloth, S. 291
Im Königreich Bayern wurde der Steuerdistrikt Sindlbach, bei der Gemeindebildung um 1810/20 die Ruralgemeinde Sindlbach gebildet. Ihr gehörte neben dem Pfarrdorf Sindlbach, Burkertshof und Langenthal auch Bischberg an. Am 1. April 1939 kamen noch Gebertshof und Haimburg dazu. Diese Gemeinde war dem Landgericht Kastl im Bezirksamt Velburg unterstellt.Heinloth, S. 329
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Sindlbach und damit auch Bischberg am 1. Mai 1978 nach Berg eingemeindet.
Einwohnerentwicklung 1830: 100 (17 Häuser) Karl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 107 1836: 100 (17 Häuser)Popp, Th. D. (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 141 1871: 108Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern... nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Decbr. 1875, München 1876, Sp. 974 1900: 101 (19 Wohngebäude)Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern... [nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dez. 1900], München 1904, Sp. 874 1937: 99Buchner II, S. 515 1950: 111 (18 Wohngebäude)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München 1952, Sp. 748 1961: 91 (17 Wohngebäude)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, München 1964, Spalte 553 1970: 83Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand: 1. Mai 1978. München 1978, S. 120 1987: 88 (23 Wohngebäude, 24 Wohnungen)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München 1991, S. 257 2015: 98 (45 männlich, 53 weiblich)Stand: 31. Dezember 2015; Mitteilungsblatt Gemeinde Berg vom Februar 2016, S. 8 mini|hochkant|Marienkapelle
Kapellen Marienkapelle am Ortsausgang nach Ballertshofen, 18./19. Jahrhundert. Eine weitere, 1925 erbaute Kapelle ist der Heiligen Familie geweiht.Buchner II, S. 516 Zwischen Bischberg und Rohrenstadt erinnert eine Flurlage „Zum heiligen Johannes“ an eine abgegangene Kapelle des 19. Jahrhunderts; eventuell gehörte die Flur der 1765 in Stöckelsberg eingeführten Bruderschaft St. Johannes von Nepomuk.Buchner II, S. 557
Literatur Verhandlungen des historischen Vereines von Oberpfalz und Regensburg, 1831/32 ff., diverse Druckorte.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1519