Mounira Al Solh (* 1978 in Beirut) ist eine libanesisch-niederländische Zeichnerin, Video- und Installationskünstlerin.
Ausbildung Mounira Al Solhs Familie verließ während des libanesischen Bürgerkriegs 1989Berliner Zeitung vom 18. Dezember 2014- Artikel bei Nexis, abgerufen am 9. Oktober 2017 aus der Berliner Zeitung Beirut und emigrierte ins syrische Damaskus. Al Solh studierte Malerei an der Lebanese University in Beirut von 1998 bis 2001. Anschließend studierte Mounira Al Solh an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam von 2003 bis 2006 Bildende Kunst. 2007 und 2008 war sie Research Resident an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. 2012 nahm sie am friedlichen Weißen Marsch in Beirut teil und gedachte der Bürgerkriegsopfer in Beirut.
Sie lebt in Beirut und in Amsterdam.
Werk Mounira Al Solh beschäftigt sich mit aktuellen Auswirkungen von Flucht, Vertreibung und Krieg.Service de base français vom 22. Juni 2017- Artikel bei Nexis, abgerufen am 9. Oktober 2017 aus Service de base français Sie verarbeitet zum Teil eigene Erfahrungen in einem kulturellen Nomadentum.
documenta 14, Athen In Athen hat Mounira Al Solh eine Installation errichtet. Ein Zelt, bestickt von Frauen in den Flüchtlingslagern ihrer Heimat Libanon, als symbolischer Zufluchtsort für durch Kriege Entwurzelte. Es umhüllt einen Tisch mit Buchseiten, auf die Al Solh die Geschichten der Migranten niedergeschrieben hat, denen sie zuletzt in Athen und Kassel begegnet ist. Die libanesischeGeneralanzeiger vom 21. Juli 2017 - Artikel bei Nexis, abgerufen am 9. Oktober 2017 aus dem Generalanzeiger Künstlerin Mounira Al Solh zeigt riesige bunte Patchwork-Stoffvorhänge und Handstickereien auf Stoff, auf denen sie arabische, französische und englische Zeilen verarbeitet. Einem vergleichbaren Durcheinander begegne man in der Stadt Beirut, in der sich die drei Sprachen zu einem einzigartigen stadttypischen Dialekt vermischten. Es ist Al Solhs Protest gegen die zerstörerischen und menschenunwürdigenAppenzeller Zeitung vom 28. Juni 2017 - Artikel bei Nexis, abgerufen am 9. Oktober 2017 aus der Appenzeller Zeitung Zustände im Nachbarland Syrien.
Die Arbeit wurde im Museum für Islamische Kunst in Athen ausgestellt.
documenta 14, Kassel Mounira Al Solh zeigte auf der documenta 14 in Kassel unter dem Titel I Strongly Believe in our Right to be Frivolus eine Porträtserie von 2012. Die Zeichnungen auf amtlich gelbem Papier waren Porträts von Migranten aus dem Mittleren Osten und NordafrikaThe New York Times vom 24. Juni 2017 - Artikel bei Nexis, abgerufen am 9. Oktober 2017 aus der New York Times wurden in Kassel und Athen geschaffen und zum Teil mit erzählten Migrationserlebnissen dokumentiert. Die Zeichnungen zeigen Menschen, die den Wandel vom Flüchtling zum Bürger eines Staates durchleben. Mounira Al Sohl erarbeitet sich einen Atlas aus Oral History und arbeitet die Schilderungen von Vertriebenen auf. Die Arbeit wurde in einem Glas-Pavillon in der Kurt Schumacher-Str. in Kassel im Souterrain gezeigt.
Im Parterre installierte sie Nassib’s Bakery von 2017. Die Bäckerei zeigt Mounira Al Solhs väterliche Bäckerei in Beirut vor der Flucht. In der libanesischen Bäckerei wurden mit Zatar gewürztes Brot und verschiedene Sorten von Mankish auf dem Saj gebacken und verkauft.
Ausstellungen 2007 Biennale von Venedig, Venedig 2007 Kunstverein Tiergarten, Berlin 2009 Arizona State University 2009 El patio de mi casa, Arte Córdoba 2009 As if I don't fit here, Galerie Nord, Berlin 2009 Embedded Realities, Kunstraum, Düsseldorf 2011 Tate Modern, London 2011 Exhibition No. 17, Galerie Sfeir-Semler, Beirut 2012 Prichard Art Gallery, Los Angeles 2012 grunt gallery, The Sea Is A Stereo, Vancouver 2014 Neues Museum, Arab Art, New York 2014 Marokko Biennale 2014 KW Institute for Contemporary Art Now eat my script, Berlin 2015 Sfeir-Semler Gallery, All Mother Tongues are Difficult, Beirut 2016 Galerie Sfeir-Semler, I Want To Be a Party, Hamburg 2017 Kunsthaus Zürich, Action, Zürich 2017 Temporary Museum BijlmerbajesThe New York Times vom 17. Juli 2017 - Artikel bei Nexis, abgerufen am 9. Oktober 2017 aus der New York Times, Amsterdam 2017 documenta 14 Athen, Kassel 2017 Kunsthalle Hamburg, Art And Alphabet 2021/22: Mounira Al Solh – 13 APRIL, 13 APRIL, 13 APRIL, Felix-Nussbaum-Haus, Osnabrück 2025 Bonnefantenmuseum A land as big as her skin, Maastricht
Filmfestivals 2014 Kurzfilmtage Oberhausen, mit dem Video Now eat my script
Werke in Museen British Museum, London Felix Nussbaum Haus, Osnabrück Pinakothek der Moderne, München
Literatur Hendrik Folkerts: Daybook documenta 14. Pestel Verlag, München, London, New York 2017.
Weblinks Mounira Al Solh auf der Homepage der documenta 14 Homepage von Mounira Al Solh (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Installationskünstler (Niederlande) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Bildender Künstler (Libanon) Kategorie:Libanese Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Frau