mini|Klosterkirche (201)
Diese Liste verzeichnet die Baumeister und Künstler im Kloster Dobbertin, die über Jahrzehnte an den Bauten des Klosters mitgewirkt haben.Horst Alsleben: Baumeister und Künstler im Kloster Dobbertin. Schwerin, 15. November 2017.
Namen mini|hochkant|Georg Adolf Demmler 1873
Georg Adolph Demmler, Hofbaurat in Schwerin 1823 legte der 19-jährige von der Berliner Bauakademie kommende und spätere Schweriner Schlossbaumeister Georg Adolph Demmler seine ersten Entwürfe für den Bau eines neuen Glockenturmes an der Dobbertiner Klosterkirche vor.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 12. November 1823, Nr. 2. 1825, 9. Februar erhielt Demmler den Auftrag zum Turmbau unter Anlehnung von Schinkels Entwürfen zur Friedrich Werderschen Kirche in Berlin.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 21. Oktober 1825, Nr. 1. Dazu war Provisor Hans Dietrich von Blücher bei Schinkel in Berlin.LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3235 Verhandlungen und Gutachten über die Umgestaltung der Kirche zu Dobbertin 1854–1857. 1829 wurde mit dem Turmbau begonnen und 1837 vollendet. (Gedenkplatte im Turm) 1839 der weitere äußere Umbau der Klosterkirche wird nach den von Demmler im Mai 1839 im Kloster Dobbertin beim Klosterhauptmann Carl Peter Baron von Le Fort vorgelegten Zeichnungen genehmigt.LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 752 Präsentatenbuch 1838–1842 mit Konferenzprotokollen.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 13. November 1839 Nr. 22. 1840 mit dem Umbau der Kirche begonnen und 1851 in ihrem Äußeren völlig hergestellt.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 18. November 1851, Nr. 18.
Heinrich Thormann, Architekt und Privatbaumeister in Wismar 1851 Bau eines massiven Postgebäudes mit Wohnung für den Postmeister nebst Postlocal und für eine Prediger-Witwe in Dobbertin.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 18. November 1851, Anlage B Nr. 1. 1852, 10. November Bauzeichnung einer Scheune in Neuhof bei Dobbertin. 1852 Thormann erhält den Vorzug zum inneren Kirchenumbau vor Friedrich August Stüler.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 18. November 1852, Nr. 7. 1853 Kontrakt auf vier Jahre mit dem Klosteramt abgeschlossen.LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 751 Präsentatenbuch 1851–1859 mit Konferenzprotokollen. 1854 Beginn der inneren Kirchenrestauration.LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3235 Kirche, Verhandlungen und Gutachten über die Umgestaltung der Kirche zu Dobbertin 1854–1857, Nr. 16. 1854 Reparaturen und Restaurierungsarbeiten im Amtshaus des Klosterhauptmanns.LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 751 Konferenzprotokolle 1857–1859, S. 190. 1857, 11. Oktober feierliche Wiedereinweihung der Klosterkirche.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 17. November 1857, Nr. 1.Norddeutsche Correspondenten, 1857 Nr. 241.Horst Alsleben: Zwei Türme, zwei Baumeister. In: Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung. 8. Oktober 2017, Nr. 40.
Theodor Krüger, Hofbaurat, Leiter der mecklenburgischen Kirchenbauten in SchwerinLHAS 5.2-1 Großherzogliches Kabinett. Personenregister Teil III. Nr. 888 Krüger, Th. Baurat. 1854–1857 Mitwirkung am inneren Kirchenumbau, Entwürfe zur Kanzel, zu den Vierpässen der vier seitlichen Chorfenster und zum neugotischen Flügelaltar mit Altartisch. 1863 neues Gutshaus in Mestlin entworfen und 1863 vollendet.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokolle. 19. November 1862, Nr. 12. 18. November 1863, Nr. 8. 1866 Anschlag und Risse für den Neubau eines Hauses mit zwei Damenwohnungen auf zwei Etagen und Keller. (Haus II.)LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 26. November 1866, Nr. 19. Baubeginn mit Verzögerungen durch schwierige Bodenverhältnisse, 1867 das neue Damenhaus unter Dach gebracht worden sei, erst 1869 vollendet.Horst Alsleben: Aussicht auf neue schöne Wohnräume. Einstige Damenhäuser der Klosteranlage Dobbertin werden umfassend saniert. SVZ Lübz–Goldberg–Plau, 31. Juli 2003. mini|hochkant|Georg Christian Friedrich Lisch 1865 mit Orden Georg Christian Friedrich Lisch, Geheimer Archivrat, Konservator für Denkmalpflege in Schwerin 1842 auf Vorschlag von Archivarius Lisch wurden die hölzernen, auf dem Kirchenboden der Klosterkirche sich befindenden Figuren von HeiligenKristina Hegner: Aus Mecklenburg Kirchen und Klöstern. Der Mittelalterbestand des Staatlichen Museums Schwerin. 2015, S. 10, 11, 67–69, 91–95, 98–99. in das Staatliche Museum Schwerin gebracht.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 16. November 1842, Nr. 17. 1852 Kontaktaufnahme mit Lisch zur fachlichen Mitwirkung und restauratorischer Betreuung beim inneren Kirchenumbau.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 18. November 1852, Nr. 7. 1854 bis 1857 vielfältige baufachliche und künstlerische Betreuung, Auswahl der Künstler, Begutachtung der Entwürfe und Betreuung bis zu deren Fertigstellung.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 16. November 1854, Nr. 7.LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3235 Verhandlungen und Gutachten über die Umgestaltung der Kirche zu Dobbertin. 1857 konservatorische Aufarbeitung und Sicherung des spätmittelalterlichen um 1520 gestickten Kaselkreuzes.Horst Alsleben: Kloster bewahrt Schätze und wird zugleich moderner. SVZ Lübz–Goldberg–Plau, 20. Januar 1994.
Gustav Willgohs, Dobbertiner Bildhauer in BerlinLHAS 5.2-1 Großherzogliches Kabinett. Personenregister Teil III. Nr. 5168 Willgoß, Gustav, Bildhauer.LHAS 2.26-2 Hofmarschallamt Schwerin. Personenregister Nr. 1385 Willgoß, Bildhauer. mini|hochkant|Evangelist Matthäus (2014) 1855 Entwürfe zu den vier Kanzelfiguren in den Bogenfeldern Moses, Jesaja, Paulus und Johannes an der Kanzel in der Klosterkirche.LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3235 Verhandlungen und Gutachten über die Umgestaltung der Kirche zu Dobbertin 1854–1857.Horst Alsleben: Angestammter Platz. Gustav Willgohs und Dobbertin.SVZ, Mecklenburg-Magazin 29. Februar 2008. 1856 Entwürfe und Modellierung der vier 1,19 m hohen Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes aus Gips auf den Stelen im Chor der Klosterkirche.Horst Alsleben: Heilige in Dobbertiner Händen. Spenden zur Restaurierung der vier Evangelisten in der Klosterkirche nötig. SVZ Lübz, 28./29. Juli 2007.
Gaston Lenthe, Hofmaler in Schwerin 1854, Friedrich Lisch empfahl am 30. Dezember 1854 dem Dobbertiner Klosterhauptmann Freiherr Julius von Maltzan das Altarbild in der Kirche auch von Lenthe malen zu lassen, da dieser der einzige Maler im Lande in kirchlicher Kunst ist.Ingrid Lent: Gaston Lenthe. Ein Schweriner Hofmaler. 2012, S. 87. 1855, im Januar lagen erste Entwürfe mit einer Kreuzigungsszene zum Flügelaltar vor und die zu den fünf Buntglasfenster im Chor folgten.Staatliches Museum Schwerin, Kupferstichkabinett, Nr. 2767 Hz. 1855 der Entwurf für das mittlere Chorfenster auf Karton mit der Auferstehung und Himmelfahrt Christi, im Staatlichen Museum zu Schwerin aufbewahrt und durch Gillmeister ausgeführt, zählt zu seinen herausragenden Werken.Ingrid Lent: Gaston Lenthe. Ein Schweriner Hofmaler. 2012, S. 150.
1857, die drei Altarbilder waren bis zum 16. Juni gemalt worden, doch der aufwändige Schrein nach einem Entwurf von Theodor Krüger wurde durch schwere Erkrankung des Schweriners Tischler Christiansen bis zur Neueinweihung der Klosterkirche nicht fertig.LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3235 Verhandlungen und Gutachten über die Umgestaltung der Kirche zu Dobbertin 1854–1857. A, ad 34.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 17. November 1857, Nr. 1.
Ernst Gillmeister, Porzellan- und Glasmaler in Schwerin 1857 mittleres Chorfenster mit Christi Himmelfahrt in der Dobbertiner Klosterkirche nach Entwurf von Lenthe.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 17. November 1857, Nr. 1. 1863 Auftrag für die vier seitlichen Chorfenster in der Klosterkirche nach Entwürfen von Stever.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 18. November 1863, Nr. 9. 1864 Fenster s II mit Petrus und Paulus abgeliefert und Glückliche eingesetzt.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 17. November 1864, Nr. 24. 1866 die beiden letzten Fenster Fenster s III mit Augustinus und Luther sowie n III mit Abraham und Moses abgeliefert, eingesetzt und als vollkommen gelungen bezeichnet werden könnten.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 28. November 1866, Nr. 8.Horst Alsleben: Chorfenster der Klosterkirche restauriert. SVZ Lübz–Goldberg–Plau, 14. März 2005.
Gustav Stever, Kirchen- und Historienmaler in Düsseldorf 1860, 25. Juli heiratete Gustav Stever in der Dobbertiner Klosterkirche Anna Helene Albertine von Sprewitz aus Rostock.Kirchenbuch Gemeinde Dobbertin 1806–1905. Trau-Register 1860 Nr. 3. 1862 Auftrag durch den Klosterhauptmann Julius von Maltzan für Entwürfe zur Predella des Altars und den vier seitlichen Chorfenster in der Klosterkirche.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll vom 19. November 1862. Nr. 14. 1864 Abendmahl in der Predella unterhalb des Altarschreins. 1864 Entwürfe für die Glasmalereien der vier Seitenfenster im Chor der Klosterkirche mit Einzelfiguren aus dem Neuen Testament s II Petrus und PaulusStaatliches Museum Schwerin, Kupferstichkabinett, Klosterkirche Dobbertin, Aquarell-Figurenfelder im Chor, Inv. Nr. 2479 Hz Petrus und Inv. Nr. 2481 Hz Paulus. und s III Augustinus und Luther und mit Gestalten aus dem Alten Testament n II David und EliasStaatliches Museum Schwerin, Kupferstichkabinett, Klosterkirche Dobbertin, Aquarell-Figurenfelder im Chor, Inv. Nr. 2479 Hz David, Inv. Nr. 2480 Hz Elias. und n III Abraham und Moses.Staatliches Museum Schwerin, Kupferstichkabinett, Klosterkirche Dobbertin, Aquarell-Figurenfelder im Chor, Inv. Nr. 2483 Hz Abraham, Inv. Nr. 2482 Hz Moses. mini|hochkant|Sandsteinfünte von 1586 (2020) Philipp Brandin, niederländischer Architekt, Baumeister und Bildhauer 1586 Sandsteintaufe in Vasenform mit geschnitztem Eichendeckel. Gestiftet vom Geheimrat, Hofmarschall und Klosterhauptmann Joachim von der Lühe.Horst Alsleben: Kostbarkeit in der Klosterkirche. SVZ Lübz–Goldberg–Plau, 19. September 1996.Carsten Neumann: Der Taufstein der Dobbertiner Klosterkirche aus dem Jahre 1586. 2012, S. 207–213. im März 2020 erhielt die gereinigte Tauffünte ihren geschnitzten und restaurierten Eichendeckel mit einer neu geschnitzten Taube zurück.Horst Alsleben: Eine Taube kehrt zurück. SVZ, Mecklenburg-Magazin, 6. November 2020. Ernst Sauer, Orgelbauer aus Friedland (Mecklenburg) 1854 Auftrag zur Einholung eines Angebotes vom Orgelbauer Ernst Sauer zum Bau einer neuen Orgel in der Dobbertiner Klosterkirche mit dem Klosterhauptmann Johann Carl Peter Baron von Le Fort auf Boek.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 16. November 1864, Nr. 7.LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin. Nr. 3235 Verhandlungen und Gutachten zur Umgestaltung der Kirche zu Dobbertin 1854 - 1857. 1855 ein Vertrag zur Lieferung und Aufstellung einer neuen Orgel bis Ostern 1857 wurde mit dem Orgelbauer Sauer abgeschlossen.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 20. November 1855, Nr. 7. 1857 nach Revision der neuen Orgel durch den Doberaner Orgelbauer Heinrich Rasche fand die Orgelweihe in Anwesenheit aller Prediger der klösterlichen Patronatskirchen am 11. Oktober 1857 zur Wiedereinweihung der Klosterkirche statt. An der neuen Sauer-Orgel spielte der Schweriner Staats-Telegraphist Johann Burmeister.Horst Alsleben: Kirche feierlich eingeweiht. SVZ Lübz–Goldberg–Plau, 6. April 2000. 1858 baute Sauer eine kleine Orgel zum Unterricht der Schullehrer und Zöglinge sowie die im Dobbertiner Schullehrer-Seminar auszubildenden Lehrer für die Dorfschulen im Klosteramt.Norddeutscher Correspondent Schwerin, 28. Februar 1858. 1859 ... ständig schwebende Verhandlungen mit dem Orgelbauer Sauer zu Friedland wegen mancherlei Mängel und darin aber neue und nicht bewährte Erfindungen angebracht. Auch nach einer Revision durch Kunstsachverständige wollte Sauer die ungünstigen Resultate und gerügten Mängel nicht eingestehen. Sauer sollte die Mängel gründlich verbessern und 5 Jahre lang unentgeltlich in gangbaren Stand halten.LHAS 5.11-2 Landtagsprotokoll. 16. November 1859, Nr. 5.