mini|Karte des NOFV und seiner Landesverbände Der Nordostdeutsche Fußballverband e. V. (NOFV) ist einer von fünf Regionalverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der Sitz des Verbands ist Berlin. Im NOFV sind über 4.000 Vereine mit ca. 843.000 Mitgliedern organisiert.
Geschichte mini|links|Als Geschenk zum Eintritt in den Deutschen Fußball-Bund (DFB) überreichte der Präsident des NOFV, Hans-Georg Moldenhauer (l.), DFB-Präsident Hermann Neuberger (r.) einen Trabant, 1990 mini|Geschäftsstelle des NOFV im Berliner Sportforum Nachdem sich am 20. November 1990 der Deutsche Fußball-Verband der Deutschen Demokratischen Republik aufgelöst hatte, wurde an seiner statt der NOFV gegründet. Er trat dem DFB am 21. November bei, behielt seine Spielklassen zunächst jedoch noch bei, auch wenn sie in NOFV-Oberliga (vormals Oberliga) beziehungsweise NOFV-Liga (vormals Liga) umbenannt wurden. Auch der FDGB-Pokal wurde unter der Bezeichnung NOFV-Pokal weiter ausgespielt.
Die Eingliederung in die bestehenden Strukturen des DFB unter gleichzeitiger Aufnahme des Berliner Fußball-Verbandes in den NOFV erfolgte 1991, als zwei Oberligaklubs in die Bundesliga und sechs weitere in die 2. Bundesliga integriert wurden. Die übrigen Vereine wurden zusammen mit den NOFV-Liga-Vereinen in die neu geschaffenen Staffeln Nord, Mitte und Süd der drittklassigen Oberliga Nordost eingegliedert, von denen die Staffel Mitte 1994 aufgelöst und auf die übrigen Staffeln verteilt wurde. Ein Teil der Vereine der nun viertklassigen Oberliga qualifizierte sich gleichzeitig für die neugegründete Regionalliga Nord/Nordost, die zusammen mit dem Norddeutschen Fußball-Verband gebildet werden musste. Da man sich jedoch aufgrund der Reisekosten gegen diese Doppelliga sträubte, wurde die Regionalliga eigentlich nur vorübergehend, aber letztlich doch dauerhaft in zwei Staffeln gestaltet, die den Gebieten der beiden Verbände entsprachen und in einem Finale den Meister ausspielten. Somit wurde die Staffel Nordost der drittklassigen Regionalliga Nord/Nordost faktisch die höchste Spielklasse des NOFV vor der Oberliga Nordost.
Mit der Regionalligareform im Jahr 2000 stellte die viertklassige Oberliga Nordost mit ihren Staffeln Nord und Süd erneut die höchste Männerspielklasse des Verbandes dar, deren jeweilige Staffelersten direkt in die nun vom DFB geführte bundesweit zweigleisige Regionalliga aufstiegen. Durch die Einführung der 3. Liga wurde die Oberliga Nordost ab der Spielzeit 2008/09 zunächst fünftklassig. Ab der Spielzeit 2012/13 wurde erneut eine Regionalliga Nordost als höchste Spielklasse des Verbandes eingeführt.
Im Frauenfußball ist die Regionalliga Nordost die höchste Spielklasse des NOFV und ging aus der Frauenfußballmeisterschaft auf dem Gebiet der DDR hervor, die 1990/91 als Oberliga Nordost zum einzigen Mal im Ligensystem ausgespielt und dann in den Spielbetrieb des DFB integriert wurde. Der Meister der Regionalliga steigt direkt in die 2. Bundesliga auf.
Präsidenten Amtszeit Name Verband 1990–2010 Hans-Georg Moldenhauer Sachsen-Anhalt, ehem. DFV 2010–2018 Rainer Milkoreit Thüringen 2018–2020 Erwin Bugár Sachsen-Anhalt seit 2020 Hermann Winkler Sachsen
Vereinswettbewerbe des NOFV Männer-Fußball Regionalliga Nordost [IV] Oberliga Nordost in den Staffeln Nord und Süd [V] Frauen-Fußball Regionalliga Nordost [III] NOFV-Futsal-Meisterschaft Männer-Futsal Futsal-Regionalliga Nordost [II] NOFV-Pokal Junioren-Fußball Regionalliga Nordost (A- und B-Jugend) [II] Regionalliga Nordost (C-Jugend) [I] NOFV-Pokal (B-Jugend) NOFV-Futsal-Meisterschaft (A-, B-, C- und D-Jugend) Juniorinnen-Fußball NOFV-Meisterschaft (B-Juniorinnen) NOFV-Futsal-Meisterschaft (B-Juniorinnen)
NOFV-Vereine in höheren Ligen
Männer-Fußball Saison 2026/27 StufeBezeichnungAnzahlVereine1.rahmenlos|22x22px 1. Bundesliga2rahmenlos|22x22px 1. FC Union Berlin, rahmenlos|22x22px RB Leipzig2.rahmenlos|22x22px 2. Bundesliga4rahmenlos|22x22px Hertha BSC, rahmenlos|22x22px Dynamo Dresden, rahmenlos|22x22px 1. FC Magdeburg, rahmenlos|22x22px FC Energie Cottbus3.rahmenlos|22x22px 3. Liga1rahmenlos|22x22px Hansa Rostock
Frauen-Fußball Saison 2026/27 Stufe Bezeichnung Anzahl Mannschaften1. rahmenlos|22x22px 1. Frauen-Bundesliga 2 rahmenlos|22x22pxRB Leipzig, rahmenlos|22x22px 1. FC Union Berlin2. rahmenlos|22x22px 2. Frauen-Bundesliga 4rahmenlos|22x22px FC Carl Zeiss Jena, rahmenlos|22x22px 1. FFC Turbine Potsdam, rahmenlos|28x28px FC Viktoria 1889 Berlin, rahmenlos|22x22px Hertha BSC
Männer-Futsal Saison 2026/27 Stufe Bezeichnung Anzahl Mannschaften1. rahmenlos|22x22px Futsal-Bundesliga 2 rahmenlos|22x22px FC Liria Berlin, rahmenlos|22x22px VfL 05 Hohenstein-Ernstthal
Junioren-Fußball Saison 2026/27 Stufe Bezeichnung Anzahl Mannschaften1. rahmenlos|22x22px U19-DFB-Nachwuchsliga 14 rahmenlos|27x27px Chemnitzer FC U19, rahmenlos|22x22px Energie Cottbus U19, rahmenlos|22x22px FC Erzgebirge Aue U19, rahmenlos|27x27px Hallescher FC U19, rahmenlos|22x22px Hertha BSC U19, rahmenlos|22x22px Dynamo Dresden U19, rahmenlos|22x22px FC Carl Zeiss Jena U19, rahmenlos|22x22pxRB Leipzig U19, rahmenlos|34x34px FC Rot-Weiß Erfurt U19, rahmenlos|22x22px 1. FC Union Berlin U19, rahmenlos|22x22px Berliner AK 07 U19 , rahmenlos|22x22px Hansa Rostock U19, rahmenlos|22x22px 1. FC Magdeburg U19, 25x25px SV Babelsberg 03 U191. rahmenlos|22x22px U17-DFB-Nachwuchsliga 12 rahmenlos|27x27px Chemnitzer FC U17, rahmenlos|22x22px Energie Cottbus U17, rahmenlos|22x22px FC Erzgebirge Aue U17, rahmenlos|27x27px Hallescher FC U17, rahmenlos|22x22px Dynamo Dresden U17, rahmenlos|22x22px FC Carl Zeiss Jena U17, rahmenlos|22x22pxRB Leipzig U17, rahmenlos|22x22px Hertha BSC U17, rahmenlos|22x22px 1. FC Union Berlin U17, rahmenlos|22x22px Hansa Rostock U17, rahmenlos|34x34px FC Rot-Weiß Erfurt U17, rahmenlos|22x22px 1. FC Magdeburg U17
Siehe auch Liste der NOFV-Fußballmannschaften im deutschen Profifußball Fußball in der DDR Frauenfußball in der DDR
Weblinks
Offizielle Seite des NOFV
Einzelnachweise
Kategorie:Deutscher Fußball-Bund Kategorie:Sportverband (Berlin) Kategorie:Regionaler Sportverband (Deutschland) Kategorie:Verbandsgründung 1990