Ketazolam ist eine chemische Verbindung aus der Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine.

Gewinnung und Darstellung Ketazolam kann durch Reaktion von Diazepam mit Acetylchlorid in Gegenwart von Triethylamin gewonnen werden, was erstmals 1970 durch Szmuszkovisz erfolgte.

Eigenschaften Ketazolam ist ein Oxazinobenzodiazepin. Sie stellt eine Prodrug dar und wird nach peroraler Applikation der Resorption relativ schnell in die aktiven Metaboliten (Desmethylketazolam, dann Nordazepam) umgewandelt, die aufgrund ihrer langen Halbwertszeiten kumulieren können. Diazepam und Temazepam treten lediglich als Nebenmetaboliten auf. Da der maximale Plasmaspiegel erst mit einer gewissen Verzögerung erreicht wird, ist die Verbindung zur Akuttherapie und als Hypnotikum weniger geeignet.

Verwendung Ketazolam wird als Medikament gegen Angstzustände verwendet. Die durchschnittliche Tagesdosis als Anxiolytikum beträgt 15 bis 60 mg.

Nachweis Ketazolam kann durch die Umwandlung zu Diazepam nur schlecht durch GLC nachgewiesen werden. Besser ist der Nachweis durch HPLC.

Rechtsstatus Ketazolam unterliegt in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz. Hier ist es in der (verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel) aufgelistet.

Einzelnachweise

Kategorie:Tetrahydroazepin Kategorie:Anelliertes Benzol Kategorie:Chlorbenzol Kategorie:Sauerstoffhaltiger ungesättigter Heterocyclus Kategorie:Tetrahydroazin Kategorie:Lactam Kategorie:Enolether Kategorie:Psychotropes Benzodiazepin Kategorie:Anxiolytikum Kategorie:Synthetische psychotrope Substanz Kategorie:Betäubungsmittel (BtMG Anlage III) Kategorie:Psychotroper Wirkstoff