zentriert|350x260pxAm 14. Oktober 1959 starb Schauspieler Errol Flynn. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1959.
Ereignisse 29. Januar: Der Zeichentrickfilm Sleeping Beauty (Dornröschen) der Walt Disney Company mit der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski hat seine Uraufführung in den USA. Im März kommt Marilyn Monroes erfolgreichster Film Manche mögen’s heiß in die US-amerikanischen Kinos. Der Film wurde im Jahr 2000 vom American Film Institute zur besten amerikanischen Komödie aller Zeiten gekürt. 6. April: Der Musicalfilm Gigi wird bei der 31. Oscarverleihung in allen neun Kategorien, in denen er nominiert worden war, ausgezeichnet und gehört damit zu den erfolgreichsten Filmen bei einer Oscarverleihung. 10. Juni: In Frankreich hat der unter der Regie von Alain Resnais gedrehte Film Hiroshima, mon amour Premiere, einer der ersten Vertreter der französischen Nouvelle Vague. Im Juni kommt Plan 9 aus dem Weltall (Regie: Ed Wood) in die Kinos. In einer Leserumfrage für das Buch The Golden Turkey Awards wurde diese Produktion zum „schlechtesten US-Film aller Zeiten“ gewählt. 4. September: In Stuttgart findet die Uraufführung des deutsch-dänischen Edgar-Wallace-Films Der Frosch mit der Maske statt. Der Film löst in Deutschland eine Welle von Kriminalfilmen aus, die bis in die 1970er-Jahre anhält. 22. Oktober: Der Antikriegsfilm Die Brücke von Bernhard Wicki wird uraufgeführt. Am 18. November 1959 kommt Ben Hur in die Kinos. Im Folgejahr ist dieser unter der Regie von William Wyler entstandene Monumentalfilm bei der Oscar-Verleihung in 11 Kategorien erfolgreich. Am 12. September wird in den USA von der NBC die erste Folge der Fernsehserie Bonanza ausgestrahlt. The Three Stooges drehen ihren 180. und letzten Kurzfilm Sappy Bullfighters. Sieger der Bravo Otto Leserwahl 1959: Kategorie – Filmstar männlich: Gold O. W. Fischer, Silber Peter Kraus, Bronze Hardy Krüger Kategorie – Filmstar weiblich: Gold Ruth Leuwerik, Silber Romy Schneider, Bronze Sabine Sinjen
Erfolgreichste Filme Top 10 in Deutschland Die zehn erfolgreichsten Filme an den deutschen Kinokassen nach Besucherzahlen:
Platz Besucher 1. Freddy unter fremden Sternen 10.212.000 2. Und ewig singen die Wälder 10.009.000 3. Freddy, die Gitarre und das Meer 9.381.000 4. Die Brücke 9.197.000 5. Buddenbrooks 1. Teil 9.000.000 6. Das indische Grabmal 8.183.000 7. Der Tiger von Eschnapur 7.932.000 8. Hunde, wollt Ihr ewig leben? 7.715.000 9. Buddenbrooks 2. Teil 7.500.000 10. Geschichte einer Nonne 6.450.000
Top 10 in den USA Die zehn erfolgreichsten Filme an den US-amerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. Platz Filmtitel Einspielergebnis in US-Dollar 1. Ben Hur 36.000.000 2. The Shaggy Dog 9.600.000 3. Operation Petticoat 9.321.555 4. Some Like It Hot 8.127.835 5. Pillow Talk 7.669.713 6. Imitation of Life 6.417.807 7. Suddenly, Last Summer 6.375.000 8. Rio Bravo The Nun’s Story 5.750.000 9. North by Northwest 5.740.000 10. Anatomy of a Murder 5.500.000
Filmpreise
Golden Globe Award
Am 5. März werden im Cocoanut Grove in Los Angeles die Golden Globe verliehen.
Bestes Drama: Flucht in Ketten von Stanley Kramer Bestes Musical: Gigi von Vincente Minnelli Beste Komödie: Die tolle Tante von Morton DaCosta Bester Schauspieler (Drama): David Niven in Getrennt von Tisch und Bett Beste Schauspielerin (Drama): Susan Hayward in Laßt mich leben Bester Schauspieler (Musical/Drama): Danny Kaye in Jakobowsky und der Oberst Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Rosalind Russell in Die tolle Tante Bester Regisseur: Vincente Minnelli für Gigi Cecil B. DeMille Award: Maurice Chevalier
Academy Awards
Die Oscarverleihung findet am 6. April im RKO Pantages Theatre in Los Angeles statt.
Bester Film: Gigi von Vincente Minnelli Bester Hauptdarsteller: David Niven in Getrennt von Tisch und Bett Beste Hauptdarstellerin: Susan Hayward in Laßt mich leben Bester Regisseur: Vincente Minnelli für Gigi Bester Nebendarsteller: Burl Ives in Weites Land Beste Nebendarstellerin: Wendy Hiller in Getrennt von Tisch und Bett Bestes Drehbuch nach einer literarischen Vorlage: Alan Jay Lerner für Gigi Beste Musik: Dimitri Tiomkin für Der alte Mann und das Meer Bester fremdsprachiger Film: Mein Onkel von Jacques Tati Ehrenoscar für sein Lebenswerk: Maurice Chevalier
Vollständige Liste der Preisträger
Internationale Filmfestspiele von Cannes 1959
Das Festival in Cannes findet vom 30. April bis zum 15. Mai statt. Die Jury wählt folgende Preisträger aus:
Goldene Palme: Orfeu Negro von Marcel Camus Bester Schauspieler: Dean Stockwell, Bradford Dillman und Orson Welles in Der Zwang zum Bösen Beste Schauspielerin: Simone Signoret in Der Weg nach oben Bester Regisseur: François Truffaut für Sie küßten und sie schlugen ihn Großer Preis der Jury: Sterne von Konrad Wolf
Internationale Filmfestspiele Berlin 1959
Das Festival in Berlin findet vom 26. Juni bis zum 7. Juli statt. Die Jury unter Präsident Robert Aldrich wählt folgende Preisträger aus:
Goldener Bär: Les Cousins von Claude Chabrol Bester Schauspieler: Jean Gabin in Archimède, le Clochard Beste Schauspielerin: Shirley MacLaine in Ask Any Girl Bester Regisseur: Akira Kurosawa für Die verborgene Festung
Filmfestspiele von Venedig
Das Festival in Venedig findet vom 23. August bis zum 6. September statt. Die Jury vergibt folgende Preise:
Goldener Löwe: Der falsche General von Roberto Rossellini und Der große Krieg von Mario Monicelli Bester Schauspieler: James Stewart in Anatomie eines Mordes Beste Schauspielerin: Madeleine Robinson in À double tour
Deutscher Filmpreis
Bester Film: Helden Beste Regie: Frank Wisbar für Hunde, wollt ihr ewig leben? Bester Hauptdarsteller: O. W. Fischer für Helden Beste Nebendarstellerin: Hildegard Knef für Der Mann, der sich verkaufte Bester Nebendarsteller: Fritz Schmiedel für Der Mann, der sich verkaufte
British Film Academy Award
Bester Film: Der Weg nach oben von Jack Clayton Bester britischer Darsteller: Trevor Howard für Der Schlüssel Bester ausländischer Darsteller: Sidney Poitier für Flucht in Ketten Beste britische Darstellerin: Irene Worth für Der lautlose Krieg Beste ausländische Darstellerin: Simone Signoret für Der Weg nach oben
Étoile de Cristal
Bester Film: Der Bürger als Edelmann von Jean Meyer Bester Darsteller: Alain Cuny in Die Liebenden Beste Darstellerin: Pascale Audret in Wenn die Flut kommt Bester ausländischer Film: Das siebente Siegel von Ingmar Bergman Bester ausländischer Darsteller: Montgomery Clift in Die jungen Löwen Beste ausländische Darstellerin: Tatjana Samoilowa in Die Kraniche ziehen
New York Film Critics Circle Award
Bester Film: Ben Hur von William Wyler Beste Regie: Fred Zinnemann für Geschichte einer Nonne Bester Hauptdarsteller: James Stewart in Anatomie eines Mordes Beste Hauptdarstellerin: Audrey Hepburn in Geschichte einer Nonne Bester ausländischer Film: Sie küßten und sie schlugen ihn von François Truffaut
National Board of Review
Bester Film: Geschichte einer Nonne von Fred Zinnemann Beste Regie: Fred Zinnemann für Geschichte einer Nonne Bester Hauptdarsteller: Victor Sjöström in Wilde Erdbeeren Beste Hauptdarstellerin: Simone Signoret in Der Weg nach oben Bester Nebendarsteller: Hugh Griffith in Ben Hur Beste Nebendarstellerin: Edith Evans in Geschichte einer Nonne Bester fremdsprachiger Film: Wilde Erdbeeren von Ingmar Bergman
Laurel Award
Bestes Action-Drama: Die Wikinger von Richard Fleischer Bester Action-Darsteller: Gary Cooper in Der Galgenbaum Bestes Drama: Solange es Menschen gibt von Douglas Sirk Bester dramatischer Darsteller: Frank Sinatra in Verdammt sind sie alle Beste dramatische Darstellerin: Elizabeth Taylor in Die Katze auf dem heißen Blechdach Beste Komödie: Hausboot von Melville Shavelson Bester komödiantischer Darsteller: Cary Grant in Hausboot Beste komödiantische Darstellerin: Rosalind Russell in Die tolle Tante Bestes Musical: Gigi von Vincente Minnelli Bester Musical-Darsteller: Pat Boone in Blaue Nächte Beste Musical-Darstellerin: Leslie Caron in Gigi Bester Unterhaltungsfilm: Die tolle Tante von Morton DaCosta
Weitere Filmpreise und Auszeichnungen Deutscher Kritikerpreis: Frank Wisbar Directors Guild of America Award: Vincente Minnelli für Gigi, Frank Capra und George Sidney (jeweils Preise für ihr Lebenswerk) Astor de Oro: Wilde Erdbeeren von Ingmar Bergman Ernst-Lubitsch-Preis: Heinz Rühmann für Ein Mann geht durch die Wand Louis-Delluc-Preis: Man begräbt am Sonntag nicht von Michel Drach Nastro d’Argento: Und draußen lauert die Sünde von Pietro Germi und Wege zum Ruhm von Stanley Kubrick Photoplay Award: Bettgeflüster von Michael Gordon (Bester Film), Rock Hudson (populärster männlicher Star), Doris Day (populärster weiblicher Star) Preis der deutschen Filmkritik: Helden von Franz Peter Wirth Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián: Geschichte einer Nonne von Fred Zinnemann (Goldene Muschel) Writers Guild of America Award: Gigi (Bestes Musical), Flucht in Ketten (Bestes Drama), Jakobowsky und der Oberst (Beste Komödie), Nunnally Johnson (Lebenswerk)
Geburtstage mini|125px|Oskar Roehler (* 21. Januar) mini|125px|Luc Besson (* 18. März) mini|125px|Matthew Modine (* 22. März) Januar bis März Januar 4. Januar: Stefano Gabrini, italienischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor 4. Januar: Vanity, kanadische Schauspielerin († 2016) 5. Januar: Clancy Brown, US-amerikanischer Schauspieler 8. Januar: Martin Langer, deutscher Kameramann 12. Januar: Ralf Moeller, deutsch-amerikanischer Bodybuilder und Schauspieler 17. Januar: Adele Neuhauser, österreichische Schauspielerin 21. Januar: Oskar Roehler, deutscher Regisseur 22. Januar: Linda Blair, US-amerikanische Schauspielerin 22. Januar: Tyrone Power Jr., US-amerikanischer Schauspieler 25. Januar: Toni Servillo, italienischer Schauspieler und Theaterregisseur 26. Januar: Nuri Bilge Ceylan, türkischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent 28. Januar: Frank Darabont, US-amerikanischer Regisseur 29. Januar: Volker Herold, deutscher Schauspieler und Regisseur 31. Januar: Kelly Lynch, US-amerikanische Schauspielerin
Februar 1. Februar: Barbara Auer, deutsche Schauspielerin 3. Februar: Ferzan Özpetek, türkisch-italienischer Regisseur 8. Februar: Mark Kuhn, Schweizer Schauspieler 11. Februar: Jeffrey Meek, US-amerikanischer Schauspieler 14. Februar: Tsitsi Dangarembga, simbabwische Autorin und Filmemacherin 18. Februar: Jayne Atkinson, US-amerikanische Schauspielerin 22. Februar: Kyle MacLachlan, US-amerikanischer Schauspieler 22. Februar: Margarethe Tiesel, österreichische Schauspielerin 25. Februar: Johannes Herrschmann, deutscher Schauspieler
März 1. März: Laura Karpman, US-amerikanische Komponistin 5. März: Talia Balsam, US-amerikanische Schauspielerin 6. März: Tom Arnold, US-amerikanischer Schauspieler 7. März: Donna Murphy, US-amerikanische Schauspielerin 7. März: Nick Searcy, US-amerikanischer Schauspieler 8. März: Aidan Quinn, US-amerikanischer Schauspieler 9. März: Tom Amandes, US-amerikanischer Schauspieler 9. März: Christopher Fairbank, britischer Schauspieler 9. März: Rodney A. Grant, US-amerikanischer Schauspieler 14. März: Laila Robins, US-amerikanische Schauspielerin 15. März: Renny Harlin, finnischer Regisseur 18. März: Luc Besson, französischer Regisseur 18. März: Irene Cara, US-amerikanische Schauspielerin († 2022) 19. März: Anthony Marinelli, US-amerikanischer Komponist 22. März: Matthew Modine, US-amerikanischer Schauspieler 23. März: Catherine Keener, US-amerikanische Schauspielerin
April bis Juni mini|125px|Emma Thompson (* 15. April) mini|125px|Rupert Everett (* 29. Mai) mini|125px|Eileen Davidson (* 15. Juni) April 1. April: Rob Bottin, US-amerikanischer Maskenbildner 3. April: David Hyde Pierce, US-amerikanischer Schauspieler 4. April: Phil Morris, US-amerikanischer Schauspieler