Matthias Winde (* 12. Dezember 1952 in Erfurt) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben Matthias Winde besuchte von 1965 bis 1970 das Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar und studierte von 1970 bis 1973 das Fach „Posaune“ an der dortigen Hochschule für Musik. Im Anschluss daran nahm er ein Studium an der Theaterhochschule Leipzig auf. der Theaterhochschule Leipzig 1977, im Jahr seines Abschlusses, trat Winde sein erstes Engagement am Theater Erfurt an. 2003 wechselte er an das Stadttheater Ingolstadt, dessen Ensemble er bis 2009 angehörte. Seitdem ist er freischaffend tätig und spielte gastweise am Meininger Theater, am Nationaltheater Weimar, am Schauspiel Leipzig, am Landestheater Eisenach sowie am Staatstheater Kassel.Website von Matthias Winde, abgerufen am 2. August 2017 Derzeit (2024) hat Winde ein Engagement am Theater Rudolstadt.Biografie auf der Website des Theaters Rudolstadt, abgerufen am 3. August 2017

Winde spielte die Titelrollen in Carlo Goldonis Diener zweier Herren und in Cyrano de Bergerac von Edmond Rostand. In Erfurt war er der Faust in Johann Wolfgang von Goethes gleichnamiger Tragödie, in Erfurt verkörperte er den Mephisto. Mit dem Kontrabaß von Patrick Süskind und Die Sternstunde des Josef Bieber von Eberhard Streul stand Winde in zwei Monologen auf der Bühne. Weitere Rollen hatte er unter anderem in Nikolai Gogols Revisor, als Schlomo Herzl in George Taboris Groteske Mein Kampf und als Titus Feuerfuchs im Talisman von Johann Nestroy. Auch in Musicals tritt Winde auf und war hier in der Vergangenheit der Milchmann Tevje in Anatevka von Jerry Bock und Joseph Stein und Fred Graham in Cole Porters Kiss Me, Kate.

Seit Ende der 1980er-Jahre arbeitet Winde auch für Film und Fernsehen. Sein Debüt gab er in einer Folge der DFF-Serie Die gläserne Fackel. Es folgten vereinzelt weitere Aufgaben im Polizeiruf 110 und im Tatort. Nebenrollen hatte er in Produktionen wie Wer küsst schon einen Leguan? und Smaragdgrün.

Matthias Winde lebt in Erfurt.

Filmografie 1984: O Buchenwald (Sprecher) 1989: Die gläserne Fackel – Wendepunkte 1998: Polizeiruf 110 – Rot ist eine schöne Farbe 2002: Wie verliebt man seinen Vater? 2004: Die Hollies 2004: Besser als Schule 2004: Wer küsst schon einen Leguan? 2005: Der Dicke – Der Preis der Ehre 2006: Tatort – Sonnenfinsternis 2006: Liebe auf vier Pfoten 2007: Heimweh nach drüben 2009: Tatort – Falsches Leben 2010: Gräfliches Roulette 2012: In aller Freundschaft – Bewährungsproben 2012: Die Vierte Gewalt 2012: Akte Ex – Im Rausch der Ermittlungen 2012: Für Elise 2016: Smaragdgrün

Theater (Auswahl) Städtische Bühnen Erfurt 1977: Siegfried Baumgart: Frech wie Oscar (ohne Rollenangabe) – Regie: Klaus Schleiff 1977: Ariano Suassuna: Das Testament des Hundes oder Das Spiel Unserer Lieben Frau, der Mitleidvollen (Räuber / Dämon / Leibwächter des Antonio Morais) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1978: Heinrich von Kleist: Der zerbrochene Krug (Ruprecht) – Regie: Fritz Westphal 1978: Maria Clara Machado: Die kleine Hexe, die nicht böse sein konnte (Seine erhabene Niedertracht, Hexenmeister) – Regie: Barbara Abend 1978: Lope de Vega: Die berühmte Komödie vom Galan Castrucho (Camillo) – Regie: Peter Sodann 1978: Wladimir Tendrjakow: Die Nacht nach der Abschlußfeier (Igor Prouchow) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1978: Bertolt Brecht: Alle Laster sind zu etwas gut (ohne Rollenangabe) – Regie: Klaus Schleiff 1978: Gotthold Ephraim Lessing: Minna von Barnhelm (ein Bedienter) – Regie: Barbara Abend 1979: Alonso Alegría: Die Überquerung des Niagara-Falls (Carlo) – Regie: Klaus Schleiff 1980: Peter Hacks: Armer Ritter (Gurlewanz) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1980: Aristophanes: Lysistrate (Spartaner / Chor der alten Männer) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1980: Jean Anouilh: Becket oder Die Ehre Gottes (der König) – Regie: Barbara Abend 1980: Heinrich Heine: Blamier mich nicht, mein liebes Kind (ohne Rollenangabe) – Regie: Klaus Schleiff 1981: Frances Goodrich / Albert Hackett: Das Tagebuch der Anne Frank (Peter) – Regie: Dieter Seidel 1981: Friedrich Schiller: Kabale und Liebe (Wurm, Haussekretär des Präsidenten) – Regie: Barbara Abend 1982: Georg Kreisler: Lola Blau (Sprecher) – Regie: Klaus Schleiff 1982: Michail Schatrow: Blaue Pferde auf rotem Grund (Alexej Lenkow / Tichonow-Liguwoi) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1982: Harald Gerlach: Held Ulysses (Marcolfus) – Regie: Horst Ruprecht (Uraufführung) 1983: Alexej Arbusow: Mein armer Marat (Marat) – Regie: Jefim Chigerowitsch 1983: Joachim Knauth: Die Nachtigall (als Kaiser) – Regie: Christine Krüger 1983: Peter Ensikat: Dornröschen (Küchenjunge) – Regie: Norbert Wendler 1983: Johann Nestroy: Der Talisman (Titus Feuerfuchs) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1984: Arthur Laurents / Leonard Bernstein: West Side Story (Riff, The Jets) – Regie: Manfred Straube 1984: Heiner Maaß / Peter M. Schneider: Die drei Musketiere (D’Artagnan) – Regie: Klaus Schleiff 1985: William Shakespeare: Wie es euch gefällt (Amiens/Musiker) – Regie: Klaus Stephan 1985: Heinrich Mann: Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen (Kronprinz Friedrich) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1986: Arthur Kopit: Das Ende der Welt (Michael Trent) – Regie: Klaus Schleiff 1986: Ariane Mnouchkine: Mephisto (Hans Miklas) – Regie: Klaus Stephan 1986: Franz Pocci: Muzl, der gestiefelte Kater (Peter) – Regie: Klaus Stephan 1987: Christoph Hein: Lassalle fragt Herrn Herbert nach Sonja (Julius Vahlteich) – Regie: Ekkehard Emig (DDR-Erstaufführung) 1988: Nikolai Wassiljewitsch Gogol: Der Revisor (Chlestakow) – Regie: Ekkehard Emig 1988: Peter Shaffer: Amadeus (Zwei Venticelli „Lüftchen“) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1989: Johann Wolfgang von Goethe: Urfaust (Wagner/Siebel) – Regie: Matthias Brenner 1989: Georg Kaiser: Zwei Krawatten (Jean) – Regie: Klaus Schleiff 1990: Nikolai Erdmann: Der Selbstmörder (Aristarch Dominikowitsch Grand-Skubik) – Regie: Matthias Brenner 1990: Vaclav Havel: Sanierung (Plechanov) – Regie: Klaus Stephan / Matthias Brenner 1990: Vaclav Havel: Die Benachrichtigung (Dr. Stenek Kunz) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1991: William Shakespeare: Ein Sommernachtstraum (Theseus, Herzog von Athen) – Regie: Matthias Brenner 1991: Edward Albee: Alles im Garten (Richard) – Regie: Karlheinz Welzel 1991: Volker Ludwig: Linie 1 (Erich, exotischer Ausländer) – Regie: Goswin Moniac 1991: Gerdt von Bassewitz: Peterchens Mondfahrt (Regenfritz) – Regie: Marcus Everding 1992: Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick (Adolf Wormser / 1. Beamter / Kommissar) – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1992: Klaus Stephan: Klappe zu, Affe tot (Kasper Meier) – Regie: Klaus Stephan (Uraufführung) 1992: William Shakespeare: Was ihr wollt (Junker Christoph von Bleichenwang) – Regie: Dietrich Taube 1992: Woody Allen: A Midsummer Night’s Sex Commedy (Andrew) – Regie: Klaus Stephan 1992: Max Frisch: Andorra (Der Pater) – Regie: Horst Mentzel 1992: Howard Ashman: Der kleine Horrorladen (Seymour) – Regie: James Brookes 1993: Friedrich Schiller: Die Räuber (Schweizer) – Regie: Klaus Stephan 1993: Bertolt Brecht: Der gute Mensch von Sezuan (Arbeitsloser) – Regie: Klaus Stephan 1994: Jean Baptiste Molière: Der Geizige (Meister Jacques) – Regie: Klaus Stephan 1994: Sophokles: König Ödipus (Bote) – Regie: Götz Brandt 1994: Ödön von Horváth: Glaube Liebe Hoffnung (Baron mit dem Trauerflor) – Regie: Götz Brandt 1994: Dale Wasserman: Der Mann von La Mancha (Anselmo) – Regie: Dietrich Taube 1995: Eugène Ionesco: Die kahle Sängerin (Mr. Smith) – Regie: Götz Brandt

Weblinks

Matthias Winde eigene Website

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Musicaldarsteller Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Darstellender Künstler (Erfurt) Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Mann