mini|Karl Falkenberg(Wilhelm Willinger, um 1928) Karl Falkenberg bzw. Carl Falkenberg (eigentlich Carl Franz Josef Hauer; * 6. April 1887 in Wien; † 9. April 1936 in Berlin) war ein österreichischer Schauspieler bei Bühne und Film.

Leben und Wirken Der geborene Carl Hauer war ein Sohn des Kommis Karl Anton Hauer und seiner Gattin Maria Josefa, geb. Landherr.Geburts- und Taufbuch der Pfarre Wien-Mariahilf, Nr. 87/1887 (online). Durch den Operettensänger und Komiker Karl Augustin, einen Verwandten, kam er bereits früh in Kontakt mit der Bühnenwelt und gab unmittelbar nach Besuch der Realschule – ohne künstlerische Ausbildung – seinen Einstand als 16-Jähriger am Wiener Jantsch-Theater. Um 1910 war er parallel zu seiner künstlerischen Tätigkeit Inhaber der Kupferwarenfabrik Josef Hentschel’s Nachfolger Carl Hauer. Er blieb noch mehrere Jahre an Wiener Bühnen, so 1911 an der Residenzbühne, und wurde zu dieser Zeit vom österreichischen Kinematographie-Pionier Sascha Kolowrat-Krakowsky für den Film entdeckt. Mit ihm drehte Falkenberg eine Reihe von Filmen, deren Titel jedoch bis auf einen nicht verifizierbar sind. 1912 ist ein Engagement bei der Exl-Bühne in Baden und in Graz nachweisbar, 1912/13 am Grazer Theater am Franzensplatz. 1914 wurde er vom Wiener Intimen Theater engagiert, 1915 am Wiener Stadttheater.

Anschließend übersiedelte Falkenberg nach Berlin, um einem Engagement ans Lessing-Theater nachzukommen. Seit 1916 regelmäßig vor deutschen Filmkameras auftretend, konzentrierte er sich fortan ganz auf seine Filmtätigkeit und trat nicht mehr am Theater auf. Falkenberg deckte mit seinem Rollenrepertoire die ganze Palette verschiedenartiger Nebenrollen-Typen ab: Er spielte Kleinganoven wie Adelige, Tangotänzer wie Hohepriester, Maurer wie Herrenreiter, Kriminalkommissare wie Kellner.

Karl Falkenbergs erste Ehefrau war von 1909 bis zur Scheidung 1912 die Wienerin Frieda Hentschel,Trauungsbuch der Lutherischen Stadtkirche (Wien), Nr. 421/1909 (online). mit der er ab 1910 eine Tochter hatte.Taufbuch der Lutherischen Stadtkirche (Wien), Nr. 584/1910 (online). In den 1920er Jahren soll Falkenberg mit seiner Berufskollegin Helena Makowska verheiratet gewesen sein. Er starb 1936 im Auguste-Viktoria-Krankenhaus in Berlin-Schöneberg.Landesarchiv Berlin, Sterberegister Standesamt Berlin-Friedenau, Nr. 555/1936 (online auf Ancestry, kostenpflichtig).

Filmografie 1913: In meinem Hause wird nicht geküßt 1916: Das Skelett 1916: Wenn Menschen reif zur Liebe werden 1916: Der Erbe von Het Steen 1917: Wer küßt mich? 1917: Das Geschlecht der Schelme, 1. Teil 1918: Der Volontär 1918: Lebendig tot 1918: Clown Charly 1918: Tausend und eine Frau 1918: Der seltsame Gast 1918: … der Übel größtes aber ist die Schuld 1918: Nur ein Schmetterling 1918: Der lachende Tod 1918: …um eine Stunde Glück 1918: Das Mädchen aus der Opiumhöhle 1918: Die letzte Liebesnacht der Inge Tolmein 1918: Der tote Gast. Der Fall Rödern 1918: Unter fremden Willen 1918: Kain, 1. Teil: Das Verhängnis auf Schloß Santarem 1918: Der Weg, der zur Verdammnis führt 1919: Seelenverkäufer 1919: Fantasie des Aristide Caré, 3. Abenteuer: Der Schmuck der Gräfin 1919: Die Sumpfhanne 1919: Der blasse Albert 1919: Moderne Töchter 1919: Opfer der Schmach 1919: Um den Bruchteil einer Sekunde 1919: Die Menschen, die nennen es Liebe 1919: Des Teufels Puppe 1920: Das Grand Hotel Babylon 1920: Satans Peitsche 1920: Eine Frau mit Vergangenheit 1920: Schiffe und Menschen 1920: Erpreßt 1920: Opfer seines Leichtsinns 1920: Hyänen auf dem Schlachtfelde des Lebens, 2. Teil: Die Apachen von Paris 1920: Das Lied der Puszta 1920: Die Siegerin 1920: Dämon der Welt, 2. Teil: Wirbel des Verderbens 1921: Der Gang durch die Hölle 1921: Ihr schlechter Ruf 1921: Der Schatten der Gaby Leed 1921: Die Minderjährige 1921: Die Abenteuer eines Ermordeten (2 Teile) 1921: Die Brillantenmieze (2 Teile) 1921: Der Passagier in der Zwangsjacke 1921: Der Schrecken der roten Mühle 1921: Der Held des Tages 1921: Der schwere Junge 1921: Pariserinnen 1921: Das Geheimnis der sechs Spielkarten, 6. Teil: Herz Dame 1921: Die Liebesabenteuer der schönen Evelyne 1921: Das ungeschriebene Gesetz 1922: Kaschemmengräfin 1922: Im Glutrausch der Sinne (2 Teile) 1922: Der Heiratsschwindler 1922: Das Lebensroulette 1922: Bummellotte 1922: Das blinde Glück 1922: Das Testament des Joe Sivers 1922: Maciste und der Sträfling Nr. 51 1923: Maciste und die chinesische Truhe 1923: Katjuscha Maslowa 1923: Er ist Dein Bruder 1923: Seine Frau, die Unbekannte 1923: Der Tiger des Zirkus Farini 1923: Die Tragödie einer Liebesnacht 1923: Bob und Mary 1924: Die vier letzten Sekunden des Quidam Uhl 1924: … die sich verkaufen 1924: Der Schrei in der Wüste 1924: Das blonde Hannele 1924: Das Herz der Lilian Thorland 1924: Marie d’Amour und ihre Liebhaber 1924: Sklaven der Liebe 1925: Heiratsschwindler 1925: Das Parfüm der Mrs. Worrington 1925: Die Liebe der Bajadere 1925: Marccos erste Liebe 1925: Marcco, der Bezwinger des Todes 1925: Irrgarten der Leidenschaft 1926: Die letzte Droschke von Berlin 1926: Ledige Töchter 1926: Achtung Harry! Augen auf! 1926: Nixchen 1926: Jagd auf Menschen 1926: Die Piraten der Ostseebäder 1927: Einer gegen alle 1927: Schwere Jungens – leichte Mädchen 1927: Mein Freund Harry 1928: Der Piccolo vom Goldenen Löwen 1928: Die lustigen Vagabunden 1928: Die seltsame Nacht der Helga Wangen 1929: Kinder der Straße 1929: Möblierte Zimmer 1929: Der Ruf des Nordens 1929: Nacht vor dem Tode 1929: Rosen blühen auf dem Heidegrab 1929: Auf Leben und Tod 1929: Engel im Séparée 1929: Großstadtkinder 1930: Moral um Mitternacht 1930: Kasernenzauber 1930: Stürmisch die Nacht 1930: Gigolo 1934: Schützenkönig wird der Felix 1934: Herz ist Trumpf 1934: Polarstürme 1935: Der rote Reiter 1936: Ein seltsamer Gast

Literatur Hans Böhm (Hrsg.): Unsere Flimmerköpfe. Ein Bilderwerk vom deutschen Film. Band 1. Theater und Film Verlagsgesellschaft Böhm & Co., Berlin 1928, , S. 70. Kurt Mühsam, Egon Jacobsohn: Wie ich zum Film kam. Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926, , S. 52. Victor Neuenberg (Hrsg.): Film-Magazin. Reinhold Kühn, Berlin 1920, , S. 101. Deutscher Bühnen-Verein und Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch. F. A. Günther & Sohn, Berlin.

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