Claire Maria Kronburger, auch geführt als Klara Kronburger (* 8. Januar 1905 in München; † nach 1927) war eine deutsche Stummfilmschauspielerin mit sehr kurzer Karriere Mitte der 1920er Jahre.

Leben und Wirken Die Nichte des Schauspielers Otto Kronburger hatte die Höhere Töchterschule besucht und mit 16 Jahren Schauspielunterricht bei Professor Jacobi erhalten. Da sie nicht sofort ein Engagement erhielt, verdiente sich Claire Kronburger als Stummfilmpianistin in Kinos. Schließlich gab sie ihr mit 18 Jahren Schauspieldebüt an einem Volkstheater.

Stuart-Webbs-Darsteller Ernst Reicher entdeckte sie eines Tages und gab der Münchnerin im Januar 1924 eine der beiden weiblichen Hauptrollen in dem Webbs-Krimi Die malayische Dschonke. Es folgten noch neun weiterer Stummfilme, darunter drei weitere Stuart-Webbs-Detektivabenteuer, ehe sie 1927 schlagartig ihre Filmkarriere beendete. Im folgenden Jahr, am 18. Februar 1928, wanderte Claire Kronburger, die sich aufgrund einer Eheschließung auch hin und wieder Klara/Kläre Ney nannte, nach Südamerika aus und schiffte sich von Bremen in Richtung Buenos Aires einClaire Kronburger auf ancestry.com . Was sie in Argentinien oder in Brasilien, wo sie als Clara Maria Kronburger de Wilken registriert war, tat, ist derzeit nicht bekannt.

Filmografie (komplett) 1924: Die malayische Dschonke 1924: Die Perlen des Dr. Talmadge 1924: Die vertagte Hochzeitsnacht 1924: Die letzten vier Sekunden des Quidam Uhl 1924: Die Bestie von San Silos 1925: Die Liebe der Bajadere 1925: Das Parfüm der Mrs. Worrington 1925: Das Geheimnis einer Stunde 1926: Der Meister von Beuron 1927: Die Heiratsfalle

Literatur Kurt Mühsam / Egon Jacobsohn: Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926. S. 99

Einzelnachweise

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