Fohlenhof war ein Gemeindeteil des Marktes Colmberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Heute ist das denkmalgeschützte Anwesen Haus Nr. 7 der Colmberger Ortsstraße Am Fohlenhof.
Geografie Die Einöde lag ursprünglich 200 Meter östlich der Colmberger Kernsiedlung am Rande des sich im Norden und Westen anschließenden Gemeindewald auf einer Höhe von . Im Osten grenzte das Koohfeld an. Zu dem Anwesen selber gehörten keine Acker- oder Grünflächen.
Geschichte Das Anwesen war ursprünglich ein Revierförsterhaus des ansbachischen Oberamtes Colmberg. Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Anwesen für die Fohlenzucht genutzt und war dem Fürstentum Ansbach direkt unterstellt. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums erhielt das Anwesen bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 72 des Ortes Colmberg.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 847. Laut dieser Quelle gab es zu der Zeit 70 bis 80 Fohlen. Zugleich wurde Fohlenzucht aufgehoben.Landwirthschaftliche Mittheilungen aus Mittelfranken: 1861, S. 87 (Digitalisat).
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fohlenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Colmberg und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Colmberg zugeordnet. In den amtlichen Verzeichnissen nach 1888 wurde der Ort nicht mehr aufgeführt.
Baudenkmal Am Fohlenhof 7: Ehemaliges Forsthaus mit Scheune, Nebengebäude und Gartenmauer
Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 9 9 8 12HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1840 wurden diese als Häuser bezeichnet, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 2 2 2Quelle
Religion Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Ursula (Colmberg) gepfarrt.
Literatur
Weblink
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Colmberg)