Mario Dorner (* 21. März 1970 in Baden) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler und aktueller Fußballtrainer.
Vereinskarriere Relegationsspiele Saison Bewerb Spiele (Tore) 1994 Relegation Bundesliga 2 (0) 2000 Relegation Erste Liga 2 (0) 2001 Relegation Erste Liga 2 (3) 2002 Relegation Erste Liga 2 (2) Quelle: bundesliga.at Dorner feierte sein Profidebüt im November 1989, als er während des 6:0-Sieges der Admira gegen den First Vienna FC, unter Trainer Ernst Weber, in der Schlussphase für Peter Artner eingewechselt wurde.1.Division 1989/90 – Runde 19 Vienna-Admira 0:6 austriasoccer.at, abgerufen am 9. Juni 2017 Da er als Talent hinter dem etatmäßigen Dreier-Sturm der Admira, Rodax-Knaller-Schaub, die gemeinsam in dieser Zeit 116 Tore erzielen konnten, kaum Aussicht auf größere Spielanteile hatte, wurde zur Rückrunde für eineinhalb Jahre an den damaligen Drittligisten SR Donaufeld verliehen.
Nach seiner ersten Halbsaison konnte er bei den Floridsdorfern den Meistertitel in der Regionalliga Ost und den damit verbundenen Aufstieg in die 2. Division feiern. In Folge hielt er mit der Mannschaft, die lediglich mit den beiden Altstars Petar Brucic und Felix Gasselich nennenswert verstärkt wurde, die Spielklasse halten, ehe er von der Admira zurückgeholt wurde.
Die Südstätter hatten Walter Knaller an VÖEST Linz und Gerhard Rodax nach Spanien an Atlético Madrid verkauft. Als auch noch Schaub zum Lokalrivalen VfB Mödling wechselte, hatte man neben dem Neuverpflichteten Olaf Marschall, nur mehr Ernst Ogris als gelernten Stürmer im Kader.Josef Huber: „Ein Klub mausert sich“, Fussball 1992: Offizielles Jahrbuch der österreichischen Bundesliga. Wien 1992, ISBN 3-7046-0317-1, S. 41, 42, 43 u. 47 Nachdem Ogris zum Saisonbeginn verletzungsbedingt ausgefallen war, stieg Dorner unter Trainer Sigfried Held zum Back-Up für Marschall auf und kam zu 22 Bundesligaeinsätzen, davon sieben in der Startformation. Unter der Regie des damaligen Jungstars Dietmar Kühbauer, welcher gestützt von den starken Legionären Roger Ljung, Uwe Müller und Marschall erstmals konstante Leistungen zeigte, entwickelte sich die Mannschaft zu einem ernsthaften Titelkandidaten und belegte den vierten Tabellenendrang. Dorner spielte mannschaftsdienlich, konnte jedoch lediglich ein Tor erzielen und kam zum Ende der Saison, nach der Rückkehr von Ogris, nicht mehr zum Einsatz.Josef Huber: „Sigi hat Didi ein schöneres Erbe hinterlassen“, Fussball 1993: Offizielles Jahrbuch der österreichischen Bundesliga. Wien 1993, S. 22, 24 u. 25
Bedingt durch die Rückkehr von Walter Knaller aus Linz, wurde er daraufhin zur Folgespielzeit an den damaligen Kooperationsverein der Admira, Kremser SC verliehen. In Krems entwickelte er sich zu einer Art Garant für den Klassenerhalt. Im defensiv ausgerichteten System von Trainer Johann Krejcirik, wurde er über die gesamte Saison als Solospitze aufgebracht und sorgte mit 19 Saisontoren für wichtige Punktgewinne gegen den Abstieg. Während Krems als Tabellenfünfter im Abstiegs-Play-off die Liga halten konnte, krönte sich Dorner zum Torschützenkönig der 2. Division.Josef Huber.: „Prost! Auf eine gute Zusammenarbeit“, Fussball 1992: Offizielles Jahrbuch der österreichischen Bundesliga. Wien 1992, ISBN 3-7046-0317-1, S. 88, 93, u. 94
Zur Folgesaison wurde er daraufhin auf Leihbasis vom gerade aus der Bundesliga abgestiegenen FC Linz verpflichtet. Sein früherer Mitspieler Walter Knaller hatte seine Karriere beendet und den Verein als Trainer übernommen. Dorner holte er als passende Ergänzung zum Linzer Stürmerstar Christian Stumpf. Die Rechnung ging auf, Dorner und Stumpf harmonierten hervorragend und erzielten gemeinsam 26 Bundesligatore, wobei 21 davon auf Stumpfs Konto gingen, der damit auch Torschützenkönig wurde. Zudem erreichte man das österreichische Cup-Finale, wo man aber klar mit 4:0 gegen den FK Austria Wien unterging. Dorner musste zugunsten des damaligen Sturmtalents Ronald Brunmayr auf der Bank Platz nehmen und kam erst in Spielminute 81. auf das Feld.Cup 1993/94 – Finale Austria-FC Linz 4:0 austriasoccer.at, abgerufen am 9. Juni 2017 In der Liga erreichte man den Vizemeistertitel hinter Lokalrivale LASK Linz und musste in die Relegation gegen den VSE St. Pölten, wo man den Aufstieg mit einem 1:2 im Auswärtsspiel und einem 3:2 zu Hause fixieren konnte. Dorner kam in beiden Spielen zum Einsatz, konnte jedoch kein Tor erzielen.Relegationsspiele für die 1. Division (Österreich I) austriasoccer.at, abgerufen am 9. Juni 2017
Zur Spielzeit 1994/95 wurde er von der Admira zum von ihm gerade in den Relegationsspielen besiegten VSE St. Pölten verliehen. Bedingt durch den Abstieg stand die Mannschaft vor einem massiven personellen Umbruch, die die Abgänge von Leistungsträgern wie Heimo Vorderegger und Dieter Ramusch zur Folge hatten. Im Gegenzug dazu holte man insgesamt 15 Neuzugänge, neben Dorner auch renommierte Spieler wie Manfred Kern, Volker Piesczek, Eric Orie, Gerald Glatzmayer oder Ernst Aigner, die der damalige Trainer Wilhelm Kaipel zu einem sofortigen Aufstiegsaspiranten formen sollte. Daraufhin präsentierte sich die Mannschaft tatsächlich als Spitzenteam und überwinterte mit lediglich einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Grazer AK an der zweiten Stelle. Vor allem das spielstarke Mittelfeld setzte mehrfach Ausrufezeichen und sorgte für einige Kantersiege. Im Winter wurde bekannt, dass sich die Vereinsführung finanziell übernommen hatte und vor einem Konkurs stünde. Als erste Konsequenz folgte ein Trainerwechsel zu Wilhelm Kreuz und die Einstellung von Prämienauszahlungen. Daraufhin brach die Mannschaft in der Rückrunde völlig ein, den in der Hinrunde teilweise überragenden- folgten zum Teil desaströse Leistungen, wodurch man schon bald den Anschluss an die beiden Aufstiegskonkurrenten GAK und SV Ried verlor. Man beendete die Saison als Tabellensechster, mit elf Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz. Dorner hatte gemeinsam mit Manfred Rosenegger ein solides Sturmduo gebildet, blieb mit vier Saisontoren aber weit hinter den Erwartungen zurück. Ursprünglich mit ca. 35 Millionen Schilling verschuldet, sicherte man sich den Ligaverbleib über einen Zwangsausgleich und einer Zahlung von fünf Millionen Schilling, welcher in weiterer Folge zu einer Änderung in den Richtlinien der Bundesliga führte.Josef Huber: „Gerichtet und gerettet“, Fussball 1995: Offizielles Jahrbuch der österreichischen Bundesliga. Wien 1995, S. 67
VfB Mödling Während sein Sturmpartner Rosenegger zur Folgesaison zur Admira wechselte, gab es für Dorner nach Auslaufen seines Leihvertrages keine Rückkehr zu seinem Stammverein. Die Admira fühlte sich mit den damaligen Sturmtalenten László Klausz und Christian Mayrleb und der Verpflichtung, des im Gegensatz zu Dorner dynamischeren Rosenegger, ausreichend im Sturmbereich besetzt und ließ ihn weiterziehen. Dorner schloss sich daraufhin dem Lokalrivalen der Admira, VfB Mödling an, die mit Dorner auch gleich Orie und Piesczek aus St. Pölten mitverpflichteten. Seine erste Mödlinger Spielzeit verlief ähnlich wie die Vorsaison in St. Pölten. Die Mannschaft, gerade erst aus der Bundesliga abgestiegen und mit der Ambition die sofortige Rückkehr zu schaffen befand sich im Umbruch, beendete die Hinrunde jedoch mit lediglich einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter FC Linz an der dritten Stelle. Im Winter kehrte mit Hans Krankl der frühere Erfolgstrainer aus Bundesligazeiten zum Verein zurück, was eine kurzzeitige Euphoriewelle auslöste.Der Goleador ist wieder da!, Kronen Zeitung vom 21. Jänner 1996, Seite 52 Die Rückrunde entwickelte sich jedoch zu einem Desaster für den Verein, an deren Ende man mit 22 Punkten Rückstand auf den Meister FC Linz den Wiederaufstieg klar verpasst und lediglich den enttäuschenden vierten Tabellenrang belegte.Josef Huber: „Das Ende einer wunderbaren Beziehung“, Fussball 1996: Offizielles Jahrbuch der österreichischen Bundesliga. Wien 1996, S. 79 Dorner erfüllte mit sieben Saisontoren zwar die Erwartungen, hatte aber in der Rückrunde, wie die gesamte Mannschaft stark in seinen Leistungen abgebaut. Als Konsequenz verordnete Präsident Hans-Werner Weiss dem Verein einen drastischen Sparkurs, der den Abgang fast aller Leistungsträger zur Folge hatte. Als arrievierte Feldspieler blieben lediglich Dorner, Franz Resch und Andreas Poiger dem Verein erhalten. Im Gegenzug holte der Verein fast ausschließlich Talente, wobei lediglich die beiden von der WSG Wattens verpflichteten Stefan Köck und Arnold Schwellensattl bereits Profierfahrung gesammelt hatten. Dementsprechend befand sich die Mannschaft auch über die gesamte Saison im unteren Bereich der Tabelle, schaffte jedoch trotz der Unerfahrenheit den sicheren Klassenerhalt. Nachdem es aus finanziellen Gründen in der Sommerpause zur Fusion des Vereins mit dem Lokalrivalen FC Admira/Wacker gekommen war, entschied sich Dorner einen Wechsel ins Ausland zu versuchen.
Motherwell FC Über Vermittlung des damals nicht unumstrittenen Managers Edi Brunner,Wer mit Brunner handelt, wird zur Kassa gebeten, Kronen Zeitung vom 19. Juni 1997, Seite 55 absolvierte er daraufhin gemeinsam mit Mannschaftskamerad Resch ein Probetraining beim schottischen Premier-League-Klub FC Motherwell, bei dem beide den damaligen Trainer Alex McLeish überzeugen konnten. Zuvor hatten beide bereits beim FC St. Johnstone vorgespielt und entsprochen, einen Vertrag wegen schlechter Konditionen jedoch abgelehnt. templeofsaints.co.uk, abgerufen am 9. Juni 2017 Kurz nach Vertragsunterzeichnung verweigerte die Admira jedoch die Freigabe für einen Wechsel der beiden Spieler und forderte eine Ablösesumme.Well new boys branded liars (englisch) Scottish Daily Record via. thefreelibrary.com, abgerufen am 9. Juni 2017Well duo fly home (englisch) Scottish Daily Record via. thefreelibrary.com, abgerufen am 9. Juni 2017 Durch die Fusion zwischen Mödling und der Admira gab es mehrere Ungereimtheiten über die Vertragssituation der Spieler. Während Brunner den Standpunkt vertrat, dass beide Spieler ablösefrei wären, ließ die Admira verlautbaren, dass man mit beiden für die neue Saison planen würde.„Dorner und Resch haben bei uns unterschrieben“, Kronen Zeitung vom 22. Juni 1997, Seite 52Mödling bläst Motherwell den Marsch, Der Standard vom 26. Juni 1997, Seite 21 In Folge kam es zu zähen Verhandlungen zwischen allen Parteien,Nimmt das Schottland-Abenteuer der ehemaligen Mödlinger Mario Dorner und Franz Resch ein abruptes Ende ?, Kronen Zeitung vom 20. Juli 1997, Seite 53 ehe die Admira nach Zahlung einer unbekannten Ablösesumme doch die Freigabe erteilte.Well ahead in bid to land Austrians (englisch) Scottish Daily Record via. thefreelibrary.com, abgerufen am 9. Juni 2017Put the World Cup first (englisch) Scottish Daily Record via. thefreelibrary.com, abgerufen am 9. Juni 2017 Zuvor hatte sich vor allem McLeish für die Verpflichtung starkgemacht und beide als Wunschspieler bezeichnet, wodurch beide Spieler mit großen Vorschusslorbeeren in die Saison starteten. Es folgten zwei Liga- und zwei League-Cup, in denen Dorner gemessen an der Erwartungshaltung, im Gegensatz zu Resch, nicht überzeugen konnte und bereits früh als Flop bezeichnet wurde. Nach dem Einzug ins League-Cup Achtelfinale Ende August 1997 gab Mcleish daraufhin bekannt, dass beide Spieler lediglich mit einem „Trial-Vertrag“ über drei Monate ausgestattet wurden und dieser vom Verein nicht verlängert wird.Abschied aus Motherwell, Kronen Zeitung vom 13. September 1997, Seite 66They came, they saw, the quit (englisch) Scottish Daily Record via. thefreelibrary.com, abgerufen am 9. Juni 2017
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