Oskar Sakrausky (* 5. Mai 1952 in Bruck an der Mur) ist ein österreichischer evangelisch-lutherischer Geistlicher. Er war von 2000 bis 2013 Militärsuperintendent von Österreich.
Leben Herkunft und Ausbildung Sakrausky wurde als Sohn des evangelischen Pfarrers (und späteren Bischofs der Evangelischen Kirche A. B.) Oskar Sakrausky und seiner Frau Herta geboren.Amtsblatt für die Evangelische Kirche in Österreich, ausgegeben am 29. November 2013, S. 182 ()
Die Volksschule besuchte er in Bad Bleiberg und in Trebesing, die Reifeprüfung legte er im Jahr 1971 in Wien ab. Nach Ableistung des Präsenzdienstes begann er 1972 mit dem Studium der evangelischen Theologie in Neuendettelsau. Von 1973 an studierte er an der Universität Wien, wo er im Jahr 1977 das Studium als Magister der Theologie abschloss.Amtsblatt für die Evangelische Kirche in Österreich, ausgegeben am 29. November 2013, S. 182 ()
Geistliche Laufbahn Sein Lehrvikariat in St. Ruprecht bei Villach begann im September 1977. Am 8. Juli 1979 wurde er in Fresach von seinem Vater, Bischof Oskar Sakrausky, zum geistlichen Amt ordiniert. Mit 1. August 1979 wurde Oskar Sakrausky zum Pfarrer der Evangelischen Pfarrgemeinde in St. Ruprecht bei Villach bestellt und am 23. September 1979 durch Superintendent Paul Pellar in sein Amt eingeführt.Amtsblatt für die Evangelische Kirche in Österreich, ausgegeben am 29. November 2013, S. 182 ()
Militärpfarrer und -superintendent Mit Wirkung vom 1. April 1980 übernahm er die Tätigkeit eines Militärpfarrers im Nebenamt, ab Juni 1980 wurde er als Militärkaplan der Reserve in Villach eingesetzt.
Im Sommer 2000 wurde Sakrausky zum Militärsuperintendenten von Österreich gewählt und trat seinen Dienst mit 31. Oktober 2000 an. Die Amtseinführung erfolgte am 12. Jänner 2001 in der Lutherischen Stadtkirche Wien durch Bischof Herwig Sturm und Landessuperintendent Peter Karner.Amtsblatt für die Evangelische Kirche in Österreich, ausgegeben am 29. November 2013, S. 182 () Als Militärsuperintendent setzte sich Sakrausky besonders für die Verankerung der Evangelischen Militärseelsorge im Bundesheer ein und veranlasste die Ausgabe des Evangelischen Gesangbuches für Soldaten. In der Zeit der Balkankriege organisierte er Hilfslieferungen für die vom Krieg betroffene Zivilbevölkerung.Amtsblatt für die Evangelische Kirche in Österreich, ausgegeben am 29. November 2013, S. 182 () Mit 30. November 2013 trat Sakrausky als Militärsuperintendent in den Ruhestand.Amtsblatt für die Evangelische Kirche in Österreich, ausgegeben am 29. November 2013, S. 182 ()
Nach seinem Übertritt in den Ruhestand übernahm Sakrausky die evangelische Gemeinde in Mürzzuschlag.Serge Claus, Militärsenior Trauner ins Amt des neuen Militärsuperintendenten eingeführt, www.bundesheer.at (27. November 2013), Zugriff am 18. April 2017 (online)
Weitere Tätigkeiten Neben seiner Tätigkeit als Seelsorger engagiert sich Sakrausky für den „Verein zur Pflege der Evangelischen Glaubensüberlieferung in Kärnten“ in Fresach,Amtsblatt für die Evangelische Kirche in Österreich, ausgegeben am 29. November 2013, S. 182 () der dort das Evangelische Diözesanmuseum betreibt.
Siehe auch Militärseelsorge (Österreich)
Einzelnachweise
Kategorie:Militärpfarrer Kategorie:Militärperson (Zweite Republik Österreich) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (21. Jahrhundert) Kategorie:Person des Christentums (Österreich) Kategorie:Person (Evangelische Kirche A.B. in Österreich) Kategorie:Person (Steiermark) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Mann