alt=Foto von Klaus T. Steindl|mini|Klaus T. Steindl (2018) Klaus Thomas Steindl (* 20. Juni 1966 in Graz, ÖsterreichAbschlussdiplom vom 24. Juni 1989, ausgestellt von der Kanzlei der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz unter Rektor O.HProf. Sebastian Benda) ist ein österreichischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent sowie Inhaber des Unternehmens KREATIVkraft.
Karriere Steindl maturierte am Gymnasium Stift Rein6. Jahresbericht des Bundesgymnasiums Stift Rein, Jhg. 1983/84, S. 57, erschienen im Selbstverlag des Gymnasiums und absolvierte danach die Studien „Regie“ und „Bühnengestaltung“ an der Kunstuniversität Graz (vormals „Hochschule für Musik und darstellende Kunst“). Nach einer Regie-Assistenz am Opernhaus in Nizza war er als freischaffender Regisseur für experimentelles Theater tätig. Ab 1991 wechselte er in die Filmbranche. Nach mehreren (u. a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Wirtschaftsfilm ausgezeichneten) Werbeclips konzentrierte er sich auf die Gestaltung von TV-Dokumentarfilmen. Zu seinen Spezialgebieten zählen Wildlife- und Naturfilme, investigative Dokumentationen über historische Themen und Doku-Dramen, wobei in den beiden letztgenannten Kategorien aufwändig inszenierte Spielszenen einen breiten Raum einnehmen. Klaus T. Steindls TV-Doku-Drama „Margarethe Ottillinger – Die Frau, die zu viel wusste“ mit der Schauspielerin Ursula Strauss in der Hauptrolle lief nach der Erstausstrahlung im Fernsehen auch im KinoDoppelseitiger Bericht in der Tageszeitung "Kleine Zeitung" vom 22. Juli 2016, erschienen im Verlag Styria Media Group AG. Ursula Strauss über die Dreharbeiten zu „Margarethe Ottillinger“: „Wir haben quasi in sechs Drehtagen einen Spielfilm gemacht. Das war schon deshalb anstrengend, weil einige Szenen ziemlich heftig waren.“Im Mai 2017 eröffnete der Kultursender ARTE sein einwöchiges Jubiläumsprogramm „25 Jahre ARTE“ mit der deutsch/französischen TV-Premiere von Steindls Dokudrama „Venedig und das Ghetto“ in Spielfilmlänge (90 Minuten).
Werk Der Werkkatalog von Steindl umfasst über 30 Dokumentationen für das Hauptabendprogramm (Stand 2017), mehr als die Hälfte davon wurden mit internationalen Partnern koproduziert, in zahlreichen Ländern ausgestrahlt und viele erhielten Auszeichnungen – sowohl in Europa als auch in den USA. Mit der internationalen Produktion „Die Vampirprinzessin“, die 2007 veröffentlicht wurde, war Klaus T. Steindl maßgeblich an der Entwicklung eines damals neuen Stils für Reenactment-Dokus beteiligt: Der Film präsentiert Indizien im Stil eines Kriminalfilms mit nachgestellten Spielszenen und CSI-ähnlichen Spezialeffekten. Auch in technischer Hinsicht zählt Klaus T. Steindl zu den Pionieren im Doku-Bereich. So war z. B. seine Dokumentation „Wildes Venedig“, die er mit seinem Unternehmen KREATIVkraft koproduzierte, die erste 4K-Ultra-HD-Doku des öffentlich-rechtlichen österreichischen Fernsehsenders ORFTV Media Nr. 51, 13.-19.12.2014, Interview mit ORF-Technik-Direktor Michael Götzhaber unter dem Titel "Was bringt 4K?". mini|Offizielles Pressefoto: Klaus T. Steindl mit seinen Hauptdarstellerinnen Maria Happel (l) und Constanze Passin während der Dreharbeiten zum Film „Schwester Courage - Anna Bertha Königsegg und ihr Widerstand gegen das NS-Regime“
2019 entstand für den ORF ein Dokudrama über die Salzburger Barmherzige Schwester Anna Bertha Königsegg. Im Fokus des Films steht eine junge Journalistin (Constanze Passin), die 1948 einem Fall von außergewöhnlicher Zivilcourage einer Ordensfrau (Maria Happel) während des Nazi-Regimes auf der Spur ist. Für die filmische Umsetzung der Historie beschritt der Drehbuchautor und Regisseur Klaus T. Steindl den Weg der maximalen Reduktion: Anders als bei herkömmlichen Dokumentationen liegt in „Schwester Courage“ der Schwerpunkt auf zwei Schauspielerinnen. Die Handlung spielt in einem einzigen Raum, zeitlich verdichtet auf einen Nachmittag. Getragen wird das „Kammerspiel“ von der Präsenz der beiden Darstellerinnen Maria Happel und Constanze Passin. Feine Nuancen in Blicken und Gesten, knappe, unpathetische Dialoge, die präzise Lichtführung und nicht zuletzt der surreale, körperlose Gitarrensound im Hintergrund erzeugen einen eigenwilligen Sog.
Im Universum-History-Dokudrama Die Rothschild-Saga – Aufstieg, Glanz, Verfolgung (2021) beleuchtete er die Geschichte der Familie Rothschild aus der Perspektive von Miriam Rothschild, dargestellt von Alina Fritsch. Obwohl als TV-Dokumentation konzipiert, zeigt das Miami Jewish Film Festival 2023 den Film im Rahmen der "Official Selection" als Nordamerika-Premiere auf großer Kinoleinwand.
Bildungsmedien Viele Werke von Klaus T. Steindl fanden entweder in adaptierter Form oder auch in speziell für diesen Zweck entwickelten multimedialen Präsentationsformen Einzug in den Bildungsmedienkatalog für österreichische Schulen:
Menschen schreiben - Die Geschichte der Schrift
Die Lagune von Venedig - Naturraum unter Einfluss des Menschen
Bodensee - Naturschutz und Renaturierung
Pillen, Pulver, Salben - Pharmazie und Pharmakologie: Vom Kräutergarten zur Gentechnologie - die Geschichte der Arzneimittel
Die Vampirprinzessin, wofür sie mehrfach mit Comenius EduMedia-Preisen ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus wurden einige seiner Dokumentationen in den Katalog internationaler (Universitäts-)Bibliotheken aufgenommen.
Nachwuchsförderung Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher engagiert sich Klaus Steindl auch in der Nachwuchsförderung. Gemeinsam mit einer Gruppe film- und medienbegeisterter Menschen hob er 2002 die Kinder- und JugendFILMwerkstatt Graz (heute fum Film und Medien Initiative) aus der Taufe, für die er das pädagogische Konzept und das Curriculum entwickelte. Weiters war er langjährig Kommissionsmitglied der Filmförderung des Landes Steiermark für künstlerische Filmproduktionen („CineStyria Filmkunst“, heute „Cine Art“), sowie Member of the Board des Documentary Campus, einer internationalen Ausbildungseinrichtung und Netzwerk-Plattform für Dokumentarfilmer.
Filmografie (Auswahl) 1994: Von der Etrichtaube zur Postrakete – Geschichte der Österreichischen Luftfahrt (mit Niki Lauda) 1996: Zeichen der Zeit – Die Geschichte der Schrift 2000: Das Geheimnis der Gärten (mit André Heller) 2000: Durch die wilden Alpen 2002: Komponisten auf der Spur 2006: Peter Rosegger – Waldbauernbub und Revolutionär 2007: Die Vampirprinzessin 2008: Leise rieselt der Schnee 2009: Das Voynich-Rätsel – Die geheimnisvollste Handschrift der Welt 2011: Die Farben des Südens – Region Villach 2012: Das Geheimnis Mona Lisa 2012: Die Alpen von oben 2012: Der Tulpen Crash 2013: Das Mona Lisa Rätsel – Dem Original auf der Spur 2014: Wildes Venedig 2014: Ein Jahr im Zauberwald – Roseggers Waldheimat 2014: Das Schwert im Felsen 2014: Geheimnisvolles Schönbrunn 2015: Bodensee – Wildnis am großen Wasser 2015: Stadt der Gladiatoren – Carnuntum 2016: Margarethe Ottillinger – Die Frau, die zu viel wusste (mit Ursula Strauss) 2016: Venedig und das Ghetto 2017: Die Akte Nero – Auf den Spuren einer antiken Verschwörung 2018: Mythos Hallstatt – Dawn of the Celts / Mystery of the Celtic Tomb 2019: Schwester Courage – Anna Bertha Königsegg und ihr Widerstand gegen das NS-Regime (mit Maria Happel) 2019: Die Macht des Zölibats 2020: Die Kirche bin ich. Wie der Papst unfehlbar wurde. 2021: Gegen den Befehl. Zivilcourage in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. 2021: Universum History – Die Rothschild Saga – Aufstieg, Glanz, Verfolgung (mit Alina Fritsch) 2022: Venus von Willendorf - Die nackte Wahrheit 2023: Das goldene Königreich - Die Normannen auf Sizilien 2024: Die Reichskrone - Mythos, Rätsel, Machtsymbol 2026: Schloss Schönbrunn - hinter der Fassade der Macht
Preise und Festivals (Auswahl) "Die Reichskrone"World Media Festival 2025: intermedia-globe gold Kategorie: Documentary"Die Rothschild Saga"Miami Jewish Film Festival 2023Venice TV Award 2022Vienna Jewish Film Festival 2022"Mythos Hallstatt – Mystery of the Celtic Tomb"US International Film & Video Festival Kategorie: Documentary-HistoryMountainfilm International Filmfestival 2019 Auszeichnung in der Kategorie: Menschen & Kulturen„Venedig und das Ghetto“ UnterrichtsfassungComenius EduMedia Siegel für exemplarische Bildungsmedien„Die Lagune von Venedig“Comenius Award für exemplarische Bildungsmedien‘‘Das Mona Lisa Rätsel’‘’‘New York Festivals’‘ Gold Medal Award
Category: Science & Technology’‘US International Film & Video Festival’‘ Certificate for Creative Excellence’‘Der Tulpen Crash’‘’‘New York Festivals’‘ International TV & Film Awards
Bronze World Medal’‘Prix Victoria’‘ in Gold
Kategorie: TV/Economy – Internationale Wirtschaftsfilmtage’‘Cannes’‘ ‘‘Corporate Media & TV Awards’‘
Winner Category: Business & Economy‘‘Leise rieselt der Schnee’‘’‘Cine’‘ ‘‘Golden Eagle Award’‘’‘Telenatura’‘ International Television Festival Pamplona’‘International Wildlife’‘ Film Festival Montana’‘Matsalu’‘ Nature Film Festival’‘Bergfilmfestival’‘ Tegernsee‘‘Die Vampir Prinzessin’‘’‘Cine’‘ ‘‘Golden Eagle Award’‘’‘Das Voynich Rätsel’‘’‘US International Film & Video Festival’‘ Certificate for Creative Excellence’‘New York Festivals’‘ International TV & Film Awards
Silver World Medal‘‘Das Geheimnis Mona Lisa’‘’‘Prix Victoria’‘ in Silber
Kategorie: Sponsoring, Non-Profit – Internationale Wirtschaftsfilmtage‘‘Komponisten auf der Spur’‘Comenius-Datenbank
"Das europäische Parlament", 2014 Comenius EduMedia Siegel
"Das österreichische Parlament", 2010 Berlin Comenius EduMedia Siegel "Komponisten auf der Spur", 2009 Berlin, Comenius EduMedia Siegel + Medaille’‘Comenius EduMedia’‘ Medaille + Siegel’‘Das europäische Parlament’‘‘‘Comenius EduMedia’‘ Siegel‘‘Das österreichische Parlament’‘‘‘Comenius EduMedia’‘ Siegel
Weblinks Website KREATIVkraft e.U.
Comenius-Datenbank
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Person (Graz) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Mann