mini|Lage der Explosion
Beim Terroranschlag am 3. April 2017 in Sankt Petersburg tötete ein Selbstmordattentäter 14 Menschen und verletzte 51 Menschen.Schwere Explosion in U-Bahn-Station in St. Petersburg. In: NZZ.ch, 3. April 2017, abgerufen am 3. April 2017.St Petersburg metro blast leaves many injured. In: BBC.com 3. April 2017. Mit dem Tod einer zuvor schwer verletzten Frau am 21. April 2017 wuchs die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 16.
Tathergang Der 22-jährige russische Staatsbürger Akbarschon Akramschanowitsch Dschalilow (Акбаржон Акрамжанович Джалилов) platzierte zunächst eine Bombe in der Station Ploschtschad Wosstanija. Sie wurde rechtzeitig entschärft.
Gegen 14:30 Uhr OrtszeitВ метро Санкт-Петербурга прогремел взрыв. In: ria.ru, 3. April 2017, abgerufen am 3. April 2017 (Videoquelle) zündete er als Selbstmordattentäter eine weitere Bombe in einem Zug der Linie 2 der Metro Sankt Petersburg zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologitscheski Institut. Der Triebfahrzeugführer fuhr den Zug danach noch in die Station Technologitscheski Institut, was die Evakuierung erleichterte.Nach Terroranschlag: Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen in St. Petersburg. In: Welt Online, 4. April 2017. Der Täter starb; seine Leiche wurde durch einen Gentest identifiziert.FAZ.net 4. April 2017: Anschlag in U-Bahn: Attentäter von Sankt Petersburg soll Kirgise sein.Появились новые фото предполагаемого смертника из метро Петербурга. In: gazeta.ru, 4. April 2017.
Reaktionen mini|Staatspräsident Wladimir Putin am Abend des Anschlags Die Stadtverwaltung von Sankt Petersburg rief eine dreitägige Trauer aus. Der Metro-Betreiber erklärte, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. Alle Zugänge zu den U-Bahnen würden zusätzlich bewacht und Busse sowie Straßenbahnen stärker überprüft.
Das Brandenburger Tor wurde im Gegensatz zu vorhergehenden Anschlägen nicht angeleuchtet – schon vor dem Anschlag war zu diesem Thema ein Leitfaden ausgearbeitet worden.Brandenburger Tor wird nicht in Russland-Farben angestrahlt. In: RBB, 3. April 2017. LokaleTerror in St. Petersburg: Brandenburger Tor wird nicht in Farben Russlands angeleuchtet. In: Berliner Zeitung, 3. April 2017.Keine Solidaritäts-Aktion für Russland am Brandenburger Tor. In: Berliner Morgenpost, 4. April 2017. und bundesweite Medienzeit.de 4. April 2017: Berlin: Für St. Petersburg leuchtet das Brandenburger Tor nicht.Brandenburger Tor wird nicht angestrahlt. In: Der Spiegel, 4. April 2017.Anschlag in St. Petersburg: Brandenburger Tor leuchtet nicht in Russland-Farben – Stadt erntet Kritik. In: Focus.de, 4. April 2017.Brandenburger Tor wird nicht in russischen Farben angestrahlt. In: Handelsblatt, 3. April 2017. thematisierten diesen Sachverhalt. Zwischen dem Bezirk Mitte, in dem das Brandenburger Tor steht, und dem Petrogradski rajon in Sankt Petersburg besteht eine Städtepartnerschaft,Städtepartnerschaften des Bezirks Mitte. In: berlin.de, abgerufen am 4. April 2017. doch über die Beleuchtung entscheidet die Landesregierung.
Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linkspartei) forderte daraufhin, die Beleuchtung als Reaktion auf Anschläge generell einzustellen und nur noch ein letztes Mal für Sankt Petersburg durchzuführen.Senator will Brandenburger Tor „letztes Mal“ anstrahlen lassen. In: FAZ.net, 4. April 2017.
Ermittlungen Wochen nach dem Anschlag bekannte sich das Imam-Schamil-Bataillon zu der Aktion.Anklage gegen drei Verdächtige nach Anschlag in St. Petersburg
Am 16. April 2017 gab der russische Geheimdienst FSB bekannt, dass ein 27-jähriger Mann aus Zentralasien als Organisator des Anschlags festgenommen worden sei. Er soll den Attentäter ausgebildet haben.Anschlag in St. Petersburg: Drahtzieher festgenommen
Am 11. Mai 2017 wurden drei Verdächtige wegen Verwicklung in einen Terrorakt und illegalen Sprengstoffeinsatzes angeklagt. Gegen sieben weitere Personen wurden zu dem Zeitpunkt Anklagen vorbereitet. Alle sollen aus ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken stammen.
Am 10. Dezember 2019 verkündete das Bezirksmilitärgericht in Sankt Petersburg sein Urteil, wonach Abror Akimov, einer der mutmaßlichen Hauptattentäter des Anschlags, zur lebenslanger Haftstrafe verurteilt wurde. 10 weitere Mittäter bekamen Freiheitsstrafen von 19 bis 28 Jahren.
Siehe auch Anschläge auf die Moskauer Metro 2010 Anschlag in Krasnogorsk Liste von Sprengstoffanschlägen
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Einzelnachweise
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