mini|Eddy Grant (2009) Edmond Montague „Eddy“ Grant (* 5. März 1948 in Plaisance, Guyana) ist ein britischer Popmusiker, Sänger, Komponist und Gitarrist. Er wurde mit der Band The Equals, vor allem durch deren Superhit Baby Come Back von 1968, bekannt.

Biografie Grants Familie zog 1960 von Guyana nach London. Er wurde Mitbegründer der Gruppe The Equals, die zwischen 1967 und 1971 etliche Hits hatte. Im Alter von 23 Jahren erlitt Grant einen Herzinfarkt, der ihn zum Kürzertreten zwang. Er verlegte sich aufs Produzieren und gründete sein eigenes Studio, Coach House, sowie sein eigenes Plattenlabel, Ice Records.

Mitte 1979 hatte Grant mit Living on the Frontline seinen ersten Single-Hit. Er baute in Barbados das Studio Blue Wave auf, um wieder bei seiner Familie zu leben, die zuvor in die Karibik gezogen war. Auf Barbados produzierte Grant unter anderem Mick Jagger, Sting und Elvis Costello.

Der endgültige Durchbruch gelang Ende 1980 mit Do You Feel My Love. Dieser Hit war Teil des Albums Can’t Get Enough, von dem auch die Hitsingles Can’t Get Enough of You und I Love You Yes, I Love You stammen. Mit dem im Herbst 1982 erschienenen Album Killer on the Rampage blieb Eddy Grant auf Erfolgskurs. Die Auskopplungen I Don’t Wanna Dance, Electric Avenue und War Party erreichten vordere Plätze in mehreren Musikcharts.

Mitte 1984 kam das Album Going for Broke in den Handel. Die beiden Singles daraus, Till I Can’t Take Love No More und Romancing the Stone, wurden die nächsten Charterfolge. Anfang 1985 nahm Grant Baby Come Back neu auf. Als Gitarrist seiner ehemaligen Band, The Equals, hatte er 1967/1968 mit diesem Lied einen weltweiten Hit. Diesmal reichte es für Platzierungen in Deutschland und der Schweiz.

Gimme Hope Jo’anna war der einzige Hit vom Album File Under Rock (1988); er kam in vielen europäischen Singlecharts in die Top 10. Walking on Sunshine erreichte eine mittlere Position in den UK-Charts. Erst 2001 gelang mit einem Remix des Liedes Electric Avenue ein weiterer Charterfolg. Zuletzt kam Grant ins Gespräch, als er die britische Band Gorillaz des Plagiats bezichtigte: Deren 2010 erschienene Single Stylo sei mit seiner 1982 herausgekommenen Nummer Time Warp identisch. Der Streit konnte erst 2023 geschlichtet werden. In einem anderen Rechtsstreit wegen unautorisierter Verwendung des Liedes "Electric Avenue" in einem Wahlkampfspot von Donald Trump wurde Grant 2024 eine unbekannte Geldsumme zugesprochenhttps://www.billboard.com/pro/donald-trump-settles-lawsuit-eddy-grant-electric-avenue-campaign-video Artikel auf billboard.com abgerufen am 27. Dezember 2025

Engagement Grant engagiert sich politisch. Sein Hit Gimme Hope Jo’anna forderte etwa das Ende der Apartheid in Südafrika – der Name ‚Jo’anna‘ im Songtitel bezieht sich nicht auf eine Frau, sondern auf die südafrikanische Metropole Johannesburg.

Diskografie

Alben

Weitere Studioalben 1975: Eddy Grant 1977: Message Man 1979: Walking on Sunshine 1980: Love in Exile 1985: Born Tuff 1990: Barefoot Soldier 1993: Soca Baptism 1999: Hearts and Diamonds 2005: Reparation 2017: Plaisance

Livealben 1981: Live at Notting Hill

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1981: Eddy Grant 1993: Essential – The Very Best of … 1995: The Best of Eddy Grant 1997: I Don’t Wanna Dance 1998: The Complete Collection 1999: Grant’s Greatest 1999: Hits from the Frontline 2001: The Best of Eddy Grant 2004: Baby Come Back: The Best of Eddy Grant

EPs 2008: Lost & Found

Singles

Weitere Singles 1970: Baby Don’t Let Me Down 1974: My Queen Tonight 1975: Hello Africa 1975: Nobody’s Got Time 1977: Say I Love You 1978: Child 1978: Walking on Sunshine 1978: Love 1980: My Turn to Love You 1980: Preachin’ Genocide 1981: Hello Africa 1981: Time to Let Go 1982: Niño Jamaicano 1984: Dance Party 1988: Grant-Mix 1990: Restless World 1992: Paco & Ramone 1992: Welcome to La Tigre 1993: Ra-Ti-Ray 2002: Queen of My Heart & Soul

Auszeichnungen für Musikverkäufe Silberne Schallplatte

1988: für die Single Gimme Hope Jo’anna

Goldene Schallplatte

1983: für die Single I Don’t Wanna Dance

1988: für das Album File Under RockPlatin-Schallplatte

1983: für die Single Electric Avenue 1983: für das Album Killer on the Rampage

2001: für das Album The Greatest Hits

Weblinks

eddygrant.com

Musikbeispiele Eddy Grant: Eddy Grant:

Einzelnachweise

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