Hubert Stuppner (* 19. Januar 1944 in Truden, Südtirol) ist ein italienischer Komponist.

Biographie Stuppner studierte Klavier bei Nunzio Montanari und Komposition bei Andrea Mascagni in Bozen; an der Universität Padua erlangte er seinen Abschluss in Musikwissenschaft. Von 1970 bis 1981 war er Professor für Analyse und Harmonielehre am Konservatorium „Claudio Monteverdi“ Bozen, dem er von 1981 bis 1996 als Direktor vorstand. Von 1982 bis 1996 hatte er den Vorsitz in der Jury des Internationalen Klavierwettbewerbs Ferruccio Busoni in Bozen inne. Außerdem ist er Gründer und Leiter des Festivals Zeitgenössischer Musik Bozen.

Stuppner erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, u. a. von den Donaueschinger Musiktagen, vom Südwestfunk Baden-Baden, vom Staatstheater Stuttgart, vom Deutschen Fernsehen ZDF, von der Akademie der Künste Berlin, von den Salzburger Festspielen, von der Biennale Venedig, von der Warschauer Kammeroper und vom Kronos Quartet.

Auszeichnungen 1973: 2. Preis Schnitger-Wettbewerb Zwolle 1978: 1. Preis für Kammeroper "Filarmonica Umbra" 1984: 2. Preis Wettbewerb "E. Ansermet" für Balletmusik 1980: Kunstpreis der Stadt Innsbruck für Musik 1992: Premio delle Muse, Firenze 1994: Walther von der Vogelweide-Preis für Musik 1994: Würdigungspreis für Musik des Österreichischen Bundesministeriums für Kunst und Kultur

Kompositionen Totentanz. Kammeroper, 1978 Loreley. Lyrisches Klavierpoem, 1981 Ausdrücke-Rondo für einen Clown für Kontrabass und Tonband, 1978 "...ces vieux parfums de valse...", 7 Walzerblätter, 1981 Die Stimmen der Sylphiden, Filmmusik (ZDF), 1980 Kammerkonzert "Souvenir" für kleines Orchester, 1980 4 Streichquartette, 1984–1998 2 Konzerte für Klavier und Orchester, 1984 u. 1986 Capriccio Viennese für Violine und Orchester, 1984 Varieté Liberty, Musiktheater, 1984 Cafè Erosa, Musiktheater, 1984 Passion – Die Leidensgeschichte nach Salomon und Jeremias, 1988 Extasis & Nirwana, Ballett, 1989 Hiob, Oratorium für Bariton, Chor und kleines Orchester, 1991 Salomes Tanz für Sopran und Orchester, 1988 Folksongs & Folkdances, 1993 Klezmer-Suite für Orchester, 1999 Tango-Suite für Vl.,Vc. Akkordeon, 2002 Mahler-Bilder für doppeltes Streichquartett, 2003 Stabat Mater für Vokal-Sextett, 2004 5. Streichquartett, 2012 6. Streichquartett, 2016

Veröffentlichungen Die Neue Musik und das Festival. In: Robert Kristanell (Hrsg.): Musik in Südtirol. Arunda, Schlanders 1982. Mephisto-Walzer oder Der Tanz der Klaviere. ConBrio Verlag 1995, ISBN 3-930079-70-4. Endzeit-Sonate. Frankenstein oder Die Minnesänger des Untergangs. ConBrio Verlag 1999, ISBN 3-930079-79-8. Musik und Gesellschaft in Südtirol, Band 1: Bozen 1800–2000. Bozen: Raetia Verlag 2009, ISBN 978-88-7283-337-7. Oswald von Wolkenstein – Liebe, List und Leidenschaft. Bozen: Athesia-Verlag 2014, ISBN 978-88-8266-991-1. „Ich, der unbekannte Sohn Gustav Mahlers“. Die Geschichte eines Hochstaplers aus Wien, der Stadt der Klaviere. Wien: Hollitzer 2019, ISBN 978-3-99012-625-7.

Literatur Heinz-Klaus Metzger: Taedium musicae. Zu Hubert Stuppners dialektischem Eingriff, in: Adorno-Noten. Mit Beiträgen von Theodor W. Adorno, Heinz-Klaus Metzger, Mathias Spahlinger u. a., Bilder von Manfred Schling, hrsg. von Rolf Tiedemann, Berlin 1984, ISBN 978-3-924306-14-4, S. 142 ff.

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