Der Blaugesichtkolibri (Cynanthus doubledayi) auch Blaugesicht-Breitschnabelkolibri oder Doubledaybreitschnabelkolibri ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art ist endemisch in Mexiko.IOC World Bird List Hummingbirds Der Bestand wird von der IUCN als Least Concern (nicht gefährdet) eingeschätzt.
Merkmale Der Blaugesichtkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 8 bis 9 Zentimetern. Der gerade Schnabel ist rot mit einer schwarzen Spitze. Der vordere Oberkopf der Männchen glitzert türkisblau, die Kehle noch intensiver violettblau. Die Unterseite schimmert blaugrün. Die Unterschwanzdecken sind blauschwarz mit blassgrauen, dünnen Säumen, die man in freier Natur kaum erkennt. Die Weibchen ähneln dem Blaukehl-Breitschnabelkolibri sind aber etwas kleiner und der Schwanz wirkt matter graugrün, was sich vom smaragdgrünen Rücken deutlich abhebt.Steve N. G. Howell u. a., S. 405.
Verhalten Es ist nicht viel über das Verhalten des Kolibris bekannt, doch wird vermutet, dass es dem des Blaukehl-Breitschnabelkolibris ähnelt.
Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet (grün) des Blaugesichtkolibris Sie leben in trockenen bis halbtrockenen buschigen Waldungen, in Gestrüpp und halboffenen Gebieten mit vereinzelten Bäumen. Man findet sie in Höhenlagen vom Meeresspiegel bis zu 900 Metern an den pazifischen Hängen vom Westen Guerreros über Oaxaca in den Osten Chiapas.Steve N. G. Howell u. a., S. 406.
Lautäußerungen Ihre Rufe klingen wie ein trockenes Geschnatter, ähnlich dem des Blaukehl-Breitschnabelkolibris. Wenn sie sich auf Ästen niedergelassen haben, geben sie oft ein lebhaftes tschik, tschik, tschick, tschik, tschik von sich, wobei besonders die ersten und letzten Töne betont werden.
Etymologie und Forschungsgeschichte Jules Bourcier beschrieb den Blaugesichtkolibri unter dem Namen Trochilus Doubledayi. Bourcier vermutete, dass das Typusexemplar vom Río Negro stammte.Jules Bourcier, S. 46. William Swainson führte 1827 die neue Gattung Cynanthus für den Blaukehl-Breitschnabelkolibri ein, der erst später auch der Blaugesichtkolibri zugeordnet wurde.William Swainson, S. 441.Wahrscheinlich ist die Erstbeschreibung in The Philosophical magazine erschienen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sie zuerst in The Zoological journal aus dem gleichen Jahr erschien. Dieser Name ist ein griechisches Gebilde aus »« für »dunkelblau« und »« für »Blüte«.James A. Jobling, S. 129. Wer mit dem Artnamen „doubledayi“ geehrt werden sollte, ist unklar, da Bourcier keine Angaben dazu machte. Folgt man Étienne Mulsant, der wie Bourcier aus Lyon stammte und auch gemeinsam mit ihm publizierte, dann ist der Name Edward Doubleday (1810–1849) gewidmet.Étienne Mulsant, S. 46.Andere Quellen nennen seinen Bruder Henry Doubleday (1808–1875), dem der Name gewidmet ist. Da Bourcier ein Manuskript von George Loddiges (1786–1846) verwendete, ist auch dieser nicht auszuschließen.
Literatur
Weblinks
Factsheet auf BirdLife International
Einzelnachweise
Anmerkungen
Kategorie:Kolibris