mini|Unmöglicher Dreizack mit farblichen Hervorhebungen zur Unterstützung der Illusion Ein unmöglicher Dreizack,Andrew M. Colman: A Dictionary of Psychology. Oxford University Press, 2009, ISBN 978-0-19-953406-7, S. 369 books.google.com auch Blivet, Teufelskrallezaubermuseum.de oder Stimmgabel des Teufels,Brooks Masterton, John M. Kennedy, Building the Devil’s Tuning Fork. In: Perception. 1975, Band 4, S. 107–109. etc. genannt, ist eine Zeichnung einer unmöglichen Figur, also eine Art optische Illusion. Das dargestellte Objekt scheint auf einer Seite drei Zacken zu haben, die sich auf der anderen Seite zu zwei Zacken oder Beinen vereinen.

Hintergrund mini|links|hochkant|Abbildung aus F. Gwynplaine MacIntyres „Schrödingers Cat-Sitter“ 1964 bemerkte D.H. Schuster, er hätte eine seltsame Zeichnung im Werbebereich eines Luftfahrtmagazins bemerkt. Er nannte das dargestellte Objekt einen „three-stick clevis“ („Dreizacken-U-Klammer“) und beschrieb es wie folgt: “Im Gegensatz zu anderen mehrdeutigen Zeichnungen ist bei ihrer Wahrnehmung und Auflösung eine tatsächliche Verschiebung der visuellen Fixierung beteiligt.”.

1965 zeigte das Cover des US-Satiremagazins MADzaubermuseum.de Seite mit Wiedergabe des „MAD“-Covers (deutsch) einen vieräugigen Alfred E. Neumann mit einem solchen Dreizack, dem dort der Name „Poiuyt“ gegeben wurde (die letzten sechs Buchstaben der oberen Buchstabenreihe amerikanischer Schreibmaschinen, von rechts nach links). Der Ausdruck „Blivet“ für den unmöglichen Dreizack wurde durch das Magazin The Worm Runner’s Digest popularisiert. 1967 veröffentlichte Harold Baldwin dort den Artikel Building better blivets, in dem er Regeln für die Erstellung von Zeichnungen auf Basis des unmöglichen Dreizacks aufstellte.William Perl: Blivet or Not. In: The Journal of Biological Psychology. 1969.

Im Dezember 1968 verfasste der amerikanische Optiker und Künstler Roger Hayward den humoristischen Artikel Blivets: Research and Development für The Worm Runner’s Digest, in dem er verschiedene, auf dem Blivet basierte Zeichnungen präsentierte.Martin Gardner: Mathematical Circus. Pelican Books, 1981, S. 5. Er „erklärte“ den Begriff wie folgt: .Science, Sex, and Sacred Cows: Spoofs on Science from the Worm Runner’s Digest. 1971, S. 91–93, books.google.com Zitat: „Der Blivet wurde erstmals 1892 in Pfulingen, Deutschland von dem schielenden Zwerg Erasmus Wolfgang Blivet entdeckt.“

Entstehung des unmöglichen Dreizacks aus Teilfiguren mini|hochkant=2|Entstehung des unmöglichen Dreizacks (rechts) aus zwei real wahrnehmbaren Teilfiguren. Verschiebt man die linke Teilfigur parallel so weit nach rechts, bis deren obere waagerechte Begrenzung mit der unteren waagerechten Begrenzung der mittleren Teilfigur zur Deckung kommt, so entsteht der rechts abgebildete unmögliche Dreizack.

Die beiden ersten Teilansichten des unmöglichen Dreizacks sind einzeln real wahrnehmbar, wohingegen der entstandene Dreizack eine unmögliche Figur darstellt.Unmögliche Figuren (Escher) aus mathe-werkstatt.de (in Anlehnung an die Entstehung der Escher-Figuren), abgerufen am 10. Mai 2021.

Anmerkung zur Abbildung:

Die eigentliche optische Illusion funktioniert nur mit Linien ohne Farbfüllungen.

Einzelnachweise

Kategorie:Optische Täuschung