Ein Wirtschaftsforschungsinstitut ist eine Forschungseinrichtung oder Denkfabrik, die aktuelle ökonomische Fragestellungen erforscht, aktiv publiziert und sich gleichfalls aktiv in Meinungsbildungsprozesse einbringt. Wirtschaftsforschungsinstitute existieren neben den auf Forschung ausgerichteten Universitäten.

Wirtschaftsforschungsinstitute können staatlich oder privat finanziert sein; in der Realität finden sich häufig Mischfinanzierungen. Die Institute sind oft an Universitäten angegliedert, um ein gegenseitiges Profitieren und einen Know-how-Transfer zu ermöglichen.

Deutschsprachige Wirtschaftsforschungsinstitute Die fünf bedeutendsten deutschen Institute sind:

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (ifo), München Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Halle RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen

Die fünf genannten Institute publizieren zweimal im Jahr eine viel beachtete Konjunkturprognose, die als Frühjahrs- und Herbstgutachten bekannt ist. Ursprünglich gehörte auch das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) Hamburg dazu, welches jedoch aufgrund interner Schwierigkeiten in das Hamburgische WeltWirtschaftsinstitut (HWWI) reformiert wurde.

Weitere deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute sind:

Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), Hamburg Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW), Tübingen Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Düsseldorf Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung (ISW), München Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE (SAFE), Frankfurt am Main Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim Walter Eucken Institut, Freiburg im Breisgau Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

Die größten österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitute sind: . Artikel vom 5. Dezember 2014, abgerufen am 6. Februar 2015.

Institut für Höhere Studien (IHS), Wien Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Wien KMU Forschung Austria, Wien Agenda Austria, Wien EcoAustria, Wien Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW), Wien

Europäische Wirtschaftsforschungsinstitute Centre d'Études prospectives et d'informations internationales (CEPII), Paris Centre for Economic Policy Research (CEPR), London Centre for European Policy Studies (CEPS), Brüssel Economic and Social Research Council (ESRC), Swindon Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW) Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen, Moskau Institute for International Economic Studies (IIES), Stockholm National Institute of Economic and Social Research (NIESR), City of Westminster Oxford Institute for Economic Policy (OXONIA)

Wirtschaftsforschungsinstitute in den USA International Economics Study Center (IESC), Washington, D.C. Institute for International Economics (IIE), Washington Institute for Research on Poverty (IRP), Madison National Bureau of Economic Research (NBER), Cambridge, größte wirtschaftswissenschaftliche Forschungseinrichtung in den USA Research and Development Corporation (RAND), Santa Monica Stanford Institute for Economic Policy Research (SIEPR)

Sonstige Wirtschaftsforschungsinstitute Comisón Económica para América Latina y el Caribe (CEPAL), Santiago de Chile Economics Web Institute (EWI) World Institute for Development Economics Research (UNU-WIDER), Universität der Vereinten Nationen

Siehe auch FEMISE

Einzelnachweise