Harzungen ist ein Ortsteil der Landgemeinde Harztor im thüringischen Landkreis Nordhausen. miniatur|Kirche in Harzungen

Lage Harzungen liegt südwestlich von Neustadt/Harz unterhalb der Südwestabdachung des Harzes. Die Landesstraßen 1035 und 2075 erschließen den Ort verkehrsmäßig. Südlich befindet sich die Karstlandschaft Rüdigsdorfer Schweiz.

Nördlich des Ortes liegt der Hegeteich. Der Kappelbach streift die Gemarkung.

Geschichte Harzungen wurde im Jahr 1259 erstmals urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 111 Hier gab es ein Rittergut des gleichnamigen Adelsgeschlechts von Harzungen und eine Mühle. Der Turm der St.-Andreas-Kirche wurde im 13. Jahrhundert als Fluchtturm errichtet. 1366 wurde der Ort von Nordhäuser Stadtknechten geplündert. 1540 bat die Bevölkerung die Grafen zu Stolberg um Bestellung eines evangelischen Pastors, was diese jedoch ablehnten.

Im Umfeld von Harzungen und Niedersachswerfen bestand von 1. April 1944 bis 4. April 1945 das KZ-Außenlager Harzungen.

Am 6. Juli 2018 ging Harzungen, mit Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz, in der Gemeinde Harztor auf.Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.7 2018 vom 5. Juli 2018, aufgerufen am 6. Juli 2018

Politik Karsten Baudrexl ist seit 2016 Bürgermeister bzw. Ortsteilbürgermeister von Harzungen. Er wurde zuletzt am 12. Juni 2022 mit 56,3 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Sehenswürdigkeiten St.-Andreas-Kirche Ein 1956 errichteter und 1977 erneuerter Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert an die 27Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die im Außenlagers Harzungen von Dora-Mittelbau verstarben, wo zuletzt etwa 5.000 Insassen für Rüstungsprojekte des Junkers-Konzerns arbeiten mussten.Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 186, ISBN 3-88864-343-0

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Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Nordhausen Kategorie:Geographie (Harztor) Kategorie:Ersterwähnung 1259 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordhausen) Kategorie:Gemeindeauflösung 2018