Herrmannsacker ist ein Ortsteil der Landgemeinde Harztor im Landkreis Nordhausen in Thüringen.

Geografie mini|links|Blick von der Ebersburg auf Herrmannsacker Herrmannsacker liegt im Norden des Landes Thüringen, am Fuß der Südabdachung des Harzes südwestlich von Stolberg (Harz) und östlich von Nordhausen, in ländlicher Umgebung.

Der Ortsteil Buchholz der Nachbargemeinde Nordhausen liegt nur etwa 400 Meter entfernt. Die Landesstraße 1037 von Rottleberode nach Niedersachswerfen verläuft von dort südlich an Hermannsacker vorbei.

Ortsgliederung Zu Herrmannsacker gehört der Ortsteil Sägemühle, der etwa 600 Meter nördlich auf der anderen Seite des Krebsbachs liegt. Die gesamte Siedlungsfläche findet sich im Süden der Gemarkung, welche sich etwa 7 Kilometer nach Norden erstreckt.

Geschichte Aus einer Urkunde von 1615 geht hervor, dass Herrmannsacker bereits 1253 existierte.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 120. Bevor der Ort selbständig wurde, war er offenbar mit dem Dorf Vockenrode kirchlich verbunden. Herrmannsacker und auch Vockenrode standen anfänglich unter der Herrschaft von Landgraf Hermann von Thüringen, den man lange als den Erbauer der Ebersburg betrachtete. Sicher verdankt Herrmannsacker dem Landgrafen Hermann seinen Namen. Der Ort war und ist landwirtschaftlich geprägt.

Schon zu Zeiten der DDR hat man mit einer Bungalowanlage den Reiz des schönen Umfelds genutzt. Nach der politischen Wende erlebte der Tourismus einen Auftrieb und der Pferdesport wurde wieder interessant.

Am 6. Juli 2018 wurde Herrmannsacker mit der Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz in die Gemeinde Harztor eingegliedert.Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.7 2018 vom 5. Juli 2018, aufgerufen am 6. Juli 2018

Politik Seit der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 ist Karsten Schräpler Ortsbürgermeister von Hermannsacker. Er wurde mit 67,4 Prozent der Stimmen ins Amt gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten miniatur|Kirche St. Mauritius in Herrmannsacker (2013) miniatur|Früheres Gutshaus in Herrmannsacker (2013) In Verbindung mit der Ruine Ebersburg und den „All-Zu-Nah“-Burgruinen sowie der denkmalgeschützten Neustädter Talsperre ist Herrmannsacker ein Gebiet für Wanderer, Freizeit und Tourismus. Die Dorfkirche St. Mauritius von 1672 war nach ihrer Schließung 1972 und teilweisem Einsturz von Gewölbe und Chordach marode. Nach Gründung eines Kirchbauvereins 1999 und mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird die Kirche langsam wiederaufgebaut und saniert. Ende 2001 fand nach über dreißigjährigem Leerstand wieder ein Gottesdienst in der Kirche statt. Die Gemeinde Herrmannsacker erhielt vom Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt die Urkunde zur Anerkennung als Förderschwerpunkt zur Dorferneuerung für die Jahre 2005 bis 2009. Burg Schadewald Burg Friedenland Burg Lehnberg Niedere Allzunah Westliche Allzunah

Sport SV Herrmannsacker 1907 Wintersport: ca. 10 km gespurte Loipen, 30 km Ski-Wanderwege, Skihang und Skilift

Regelmäßige Veranstaltungen Jedes Jahr wird das Schützenfest auf dem Schützenplatz über 3 Tage hinweg gefeiert. Alle 2 Jahre findet ein Schlepperfest mit vielen Attraktionen statt.

Persönlichkeiten Max Dieckmann (1882–1960), Hochfrequenztechniker

Weblinks

Denkmal in Not – Dorfkirche Herrmannsacker auf denkmalschutz.de (PDF; 95 kB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Nordhausen Kategorie:Geographie (Harztor) Kategorie:Ersterwähnung 1253 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordhausen) Kategorie:Gemeindeauflösung 2018