mini|Luftbild des Münchner Zentrums (Blick nach Südosten) mini|Luftbild der Münchner Altstadt mit Viktualienmarkt mini|Altstadt mit der Frauenkirche, St. Peter, Neuem Rathaus, Altem Rathaus und Heilig-Geist-Kirche mini|Blick auf die Alpenkulisse südlich von München (Sicht vom Olympiapark) mini|Blick über die Ludwigstraße nach Norden auf die Highlight Towers in Schwabing

München (standarddeutsch oder []; []) ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Abs. 3 Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern. Sie ist mit über  Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Bayerns, die drittgrößte Gemeinde Deutschlands und mit  Einwohnern pro Quadratkilometer die am dichtesten bevölkerte Gemeinde Deutschlands. Verwaltungsrechtlich ist München eine kreisfreie Stadt. Sie bildet das Zentrum der Metropolregion München (rund 6,2 Millionen Einwohner) und der Planungsregion München (2,96 Millionen Einwohner). München wird zu den Weltstädten gezählt und gilt als ein Zentrum der Kultur, Politik, Wissenschaften und Medien.

München ist Sitz des Bayerischen Landtages, der Bayerischen Staatsregierung, Verwaltungssitz des die Stadt umgebenden Landkreises München mit dessen Landratsamt sowie des bayerischen Bezirks Oberbayern und des Regierungsbezirks Oberbayern. Hinzu kommen Bundesbehörden und -gerichte, mehrere Landesbehörden und internationale Behörden. Vor Ort bestehen zahlreiche Konzerne, Universitäten und Hochschulen, bedeutende Museen, Theater und die einzige Börse Bayerns. Durch eine große Anzahl sehenswerter Bauten samt geschützten Baudenkmälern und Ensembles, internationaler Sportveranstaltungen, Messen und Kongresse sowie das weltbekannte Oktoberfest ist die Stadt ein Anziehungspunkt für den internationalen Tourismus und eine der meistbesuchten Städte Europas.

Namensherkunft mini|Erste urkundliche Erwähnung Münchens (munichen) im Augsburger Schied

Der Ortsname wird üblicherweise als „bei den Mönchen“ gedeutet. Erstmals erwähnt wird der Name als im Augsburger Schied vom 14. Juni 1158 von Kaiser Friedrich .Deutsches Ortsnamenbuch. Hrsg. von Manfred Niemeyer. De Gruyter, Berlin/Boston 2012, S. 420. Münichen (in der mittelhochdeutschen Zeit, zu der das 12. Jahrhundert gehört, werden Umlaute oft nicht geschrieben) ist der Dativ Plural von mittelhochdeutsch münich (auch: munich, münech, münch), dem Vorläufer von neuhochdeutsch Mönch, also steht für bî (den) münichen ‚bei (den) Mönchen‘.

Vor der Gründung der Stadt soll es hier eine Niederlassung von Mönchen gegeben haben. Dass diese, wie vielfach behauptet, auf dem Petersbergl lag, konnte bislang durch archäologische Funde nicht bestätigt werden. Nach einer anderen Hypothese lag die namensgebende Mönchsniederlassung (Klosterhof Schäftlarn) an der Stelle der heutigen Michaelskirche. Eine früher angenommene Verbindung zum Kloster Tegernsee gilt seit einiger Zeit als widerlegt.Bauer: Geschichte Münchens. 2008, S. 32.

Es ist nicht sicher, ob bei der Gründung des Ortes eine Mönchssiedlung bestand. Weiterhin ist es möglich, dass bereits damals eine feststehende Ortsbezeichnung darstellte, die schon ihrerseits auf eine frühere, nicht mehr bestehende Mönchssiedlung zurückging. Vereinzelt wurde auch bezweifelt, dass der Name überhaupt auf eine Mönchssiedlung hinweist.Vor allem von Theo Vennemann, z. B. in: Germania Semitica. Trends in linguistics. In: Studies and monographs. Band 259. de Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-030094-9.

Der mittellateinische Name der Stadt ist , Adjektiv ; auch bzw. sind bezeugt.

München gehört zu jenen alten und international bedeutenden Städten, für die in vielen Sprachen eigene Namen existieren. Somit hat die Stadt in anderen Sprachen unterschiedliche Namen: So heißt die Stadt auf Französisch und Englisch Munich (in jeweils verschiedener Aussprache), auf Spanisch , auf Portugiesisch , im Italienischen („“ zur Unterscheidung vom gleichnamigen Fürstentum), im Tschechischen und im Polnischen .Eine Liste mit in vielen verschiedenen Sprachen gebräuchlichen Bezeichnungen für München findet sich auf Wiktionary.

Geographie mini|hochkant|Satellitenfoto der Region München

Geologie Das Alpenvorland zwischen Kalkalpen und Donau, in dem sich die Stadt befindet, liegt auf einem tiefen Senkungsbecken, das seit Millionen von Jahren hauptsächlich aus Abtragungen der Alpen aufgefüllt wird. Im Tertiär wurden dort überwiegend Sand- und Geröllmassen durch Flüsse aus den Alpen abgelagert. Während der nachfolgenden Eiszeiten, deren letzte vor etwa 10.000 Jahren endete, bildeten sich im Alpenbereich große Gletscher- und Schmelzwasserströme, die im Voralpenland Moränenhügel und Schotterebenen zurückließen. Die 55 km breite Münchner Schotterebene, die an den Endmoränen des Isarvorlandgletschers ansetzt, ist eine schiefe Ebene mit einem Höhenunterschied von 300 Metern zwischen Holzkirchen im Süden und Moosburg im Norden, deren Oberflächenformen in erster Linie durch den würmeiszeitlichen Schotter gebildet werden. Im Süden der Ebene sind die Flüsse, insbesondere die Isar, tief eingeschnitten. Auf diesen Schotterböden findet man wie im Süden von München vermehrt Wälder, wie den Perlacher Forst und den Forstenrieder Park, auch weil der Grundwasserspiegel hier relativ tief liegt. Im Norden der Stadt dagegen, wo sich der Grundwasserspiegel nahe der Oberfläche befindet, liegen große Niedermoore, wie das Dachauer Moos im Nordwesten und das Erdinger Moos im Nordosten. Siehe auch: Münchner Grüngürtel.

Topographie Gelände Die durchschnittliche Höhe beträgt . Die höchste Stelle Münchens liegt an der äußersten südlichen Stadtgrenze im Stadtteil Solln. Sie befindet sich etwa 600 Meter südlich des Gutshofes Warnberg (etwa ) direkt südlich zweier am Waldrand des Forstenrieder Parks gelegenen Fußballplätze auf .Hinweis zu „höchste Stelle Münchens“ (laut referenziertem Einzelnachweis Karten des Bundesamts für Naturschutz): Die oberste Höhenlinie im Bereich des Gutshof Warnberg liegt auf Höhe; beim Gutshof wird deren Höhe wohl leicht überschritten; etwa 600 Meter südlich davon liegt an der Stadtgrenze ein Bereich zwischen den 580- und 582-Meter-Höhenlinien. Nur wenig niedriger ist der Olympiaberg mit , der relativ zentrumsnah gelegen ist. Der tiefste Punkt liegt nahe der äußersten nördlichen Stadtgrenze im Stadtteil Feldmoching an der östlich vom Naturschutz- und Waldgebiet Schwarzhölzl gelegenen Regattastrecke Oberschleißheim, die sich auf rund befindet. Aus diesen Daten ergibt sich im Stadtgebiet ein Höhenunterschied von etwa 100 Metern, durch die Lage auf einer Hochebene sind die Höhenunterschiede innerhalb des bebauten Stadtgebiets allerdings eher gering.

Gewässer mini|Die kleine Isar in München am Müllerschen Volksbad mini|Der Olympiasee im Olympiapark

Die Isar durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von 13,7 km von Südwest nach Nordost, parallel dazu läuft bis Sendling der Isar-Werkkanal. In der Isar liegen die Museumsinsel mit dem Deutschen Museum und in unmittelbarer Nähe flussabwärts die Praterinsel. In den südlichen Stadtteilen ist die Isar stark in die Schotterebene eingeschnitten, mit Steilkanten auf beiden Seiten. Der tiefer gelegene Stadtteil Thalkirchen befindet sich dort, wo sich die linke Geländestufe von der Isar entfernt. Die Stufe ist in SendlingTreppen zwischen Kidlerstraße und Plinganserstraße, Rampe am Westende der Lindwurmstraße. und an der Westseite der Theresienwiese deutlicher erkennbar. Am rechten Isarufer liegen der Tierpark und der Stadtteil Au unterhalb der Geländestufe, die sich in Innenstadtnähe wieder dem Fluss nähert (Gasteig = gacher [steiler] Steig; städtebaulich prominente Rampen am Maximilianeum und am Friedensengel), bevor sich im nördlichen Stadtteil Oberföhring der Höhenunterschied allmählich verliert.

Weitere Fließgewässer sind die Würm, die aus dem Starnberger See kommend den Westen Münchens durchfließt, der Hachinger Bach, der im Südosten bei Perlach in das Stadtgebiet eintritt und nördlich von Neuperlach unterirdisch weitergeführt wird, sowie etliche von der Isar abzweigende Stadtbäche wie der Eisbach und der Auer Mühlbach.

Seen im Münchner Stadtgebiet sind unter anderen der Kleinhesseloher See im Englischen Garten, der Badenburger See und der Pagodenburger See im Nymphenburger Park, der Olympiasee, der Nadisee, der Schwabinger See, die Dreiseenplatte mit Lerchenauer, Fasanerie- und Feldmochinger See im Norden sowie im Westen der Langwieder See und der Lußsee, die zur Langwieder Seenplatte gehören. Im Süden liegt in der Nähe des linken Isarufers der Hinterbrühler See. Im Zuge der Bundesgartenschau 2005 entstand im Osten der Riemer See.

Ausdehnung Die Gesamtfläche Münchens beträgt 310,7191 Quadratkilometer. Davon entfallen 44,6 Prozent auf Gebäude und zugehörige Freiflächen, 17,0 Prozent auf Verkehrsflächen, 14,7 Prozent auf Landwirtschaftsflächen, 15,7 Prozent auf Erholungsflächen, 4,4 Prozent auf Waldflächen und 1,5 Prozent auf Wasserflächen. Neben den Gebäuden zugeordneten Flächen hat sich seit 2007 auch der Anteil der Erholungsflächen, Wald- und Wasserflächen erhöht, die der Verkehrs- und Landwirtschaftsflächen verringert. Die Änderungen lagen über diesen Zeitraum jeweils unter einem Prozent, die stärkste absolute Veränderung (0,8 Prozent der Stadtfläche) betraf die Landwirtschaft. Die relative Zunahme der Wasserflächen um etwa 14 Prozent war hingegen am größten (Stand: 31. Dezember 2019). Die Grenze der Stadt umfasst 118,9 Kilometer. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 20,7 und von Ost nach West 26,9 Kilometer.

mini|1200px|zentriert|Panoramabild der Münchner Innenstadt aufgenommen vom Olympiaturm. Unten Mitte das neue Stadtquartier am Ackermannbogen, rechts unten ein kleiner Teil des Olympiaparks, links Mitte der Luitpoldpark, links oben der Englische Garten.

Vergrößerung durch Eingemeindungen

Wie andere Großstädte vergrößerte sich München wiederholt durch die Eingemeindung umliegender, vormals selbstständiger kleinerer Städte und Gemeinden. In München fanden diese Eingemeindungen zwischen 1853 und 1942 in mehreren Schüben statt. Die wenigen Vergrößerungen des Stadtgebiets vor 1854 erfolgten nicht durch Eingemeindungen, sondern durch echte Erweiterung des Stadtgebiets zulasten von in der Regel nicht besiedeltem Umland. Zum Zeitpunkt der Eingemeindung bereits eigenständige Städte waren die Au (Jahr der Erhebung zur Stadt: 1808, Jahr der Eingemeindung: 1854), Schwabing (1886, 1890), Milbertshofen (1910, 1913) und Pasing (1905, 1938).

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden keine Eingemeindungen mehr statt, jedoch gab es drei Vergrößerungen des Stadtgebiets zulasten von Nachbargemeinden ohne deren Aufhebung (1954, 1962, 1967). Umgekehrt wurde mit Gröbenzell im Jahr 1952 ein erst 1942 eingemeindeter Teil aus dem Stadtgebiet ausgegliedert.

Stadtgliederung

mini|Münchner Stadtbezirke

Das Stadtgebiet ist nicht in Ortsteile im gemeinderechtlichen Sinn unterteilt,München bei Bayerische Landesbibliothek Online. Siehe auch BayernPortal, Landeshauptstadt München:Ortsteile. sondern – ausschließlich – in Stadtbezirke. Deren Zahl war bis zum Zweiten Weltkrieg auf 41 gestiegen und wurde bei einer Neugliederung 1992 und 1996 auf die heutige Zahl von 25 verringert. Im Alltagsgebrauch beziehen sich die Münchner eher auf die historisch gewachsenen Stadtteile und Quartiere.

Die 25 Stadtbezirke werden für statistische Zwecke in insgesamt 105 Stadtbezirksteile untergliedert. Unterhalb der Gliederungsebene der Stadtbezirksteile gibt es die 475 Stadtbezirksviertel. Diese werden auf der untersten Ebene in Baublöcke gegliedert. Ein Baublock ist dabei ein räumlich zusammenhängender Bereich von Grundstücken, der möglichst allseitig durch Straßen, Wege, Eisenbahnlinien, Wasserläufe oder sonstige markante topografische Linien begrenzt und nicht durchschnitten wird. Die Baublöcke haben keine Namen, und nur die Hälfte der Stadtbezirksviertel (237 von 475) trägt einen Namen.