Raseiniai (deutsch Raseinen; früher Rossienie / Rossienysiehe Liste der Städte in Litauen sowie Gefechtskalender Deutscher Divisionen im Ersten Weltkrieg) ist eine Stadt und Verwaltungssitz der gleichnamigen Rajongemeinde in Litauen nahe der Autobahn Kaunas-Klaipėda gelegen. In der Gemeinde bildet es einen eigenen städtischen Amtsbezirk (miesto seniūnija).
Geschichte Die erste bekannte Erwähnung von Raseiniai stammt aus dem Jahr 1253. Hier befand sich ein Dominikanerkloster, dessen Kirche Mariä Himmelfahrt erhalten ist. Während des Ersten Weltkriegs kam es bei Raseiniai im Juli 1915 zu schweren Kämpfen.
1941 kam es zur Panzerschlacht bei Raseiniai.
Vor der deutschen Besetzung 1941 lebten in Raseiniai ungefähr 2000 Juden, das war ein Drittel der Bevölkerung. Sie wurden ghettoisiert und im August 1941 in einem Massaker bei Girkalnis erschossen.
Persönlichkeiten Ignati Schtschedrowski (1815–1870), russischer Maler Alexander Moses Lapidot (1819–1906), Rabbiner in Raseiniai Alexander Isaak Cemach (1882–1958), Mediziner und Hochschullehrer Simas Ramutis Petrikis (* 1942), Ingenieur und Politiker Vytautas Zigmas Vaitonis (1942–2020), Schachspieler Petras Čėsna (* 1945), Manager und Politiker Nijolė Sabaitė (* 1950), Leichtathletin Jonas Sąlyga (* 1954), Internist, Professor und Politiker Rimvydas Vaštakas (* 1960), Manager und Politiker Indrė Jakubaitytė (* 1976), Speerwerferin Gediminas Tamašauskis (* 1981), Verwaltungsjurist, Beamter und Politiker Simas Bertašius (* 1993), Leichtathlet Arnas Rumševičius (* 1995), Volleyball- und Beachvolleyballspieler
Literatur Raseiniai, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem Encyclopedia of the Ghettos During the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 646f.
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtamt in Litauen Kategorie:Ort in der Rajongemeinde Raseiniai Kategorie:Ersterwähnung 1253 Kategorie:Ghetto