mini|Mel Gibson (2016) rahmenlos|hochkant=0.6|zentriert|klasse=notpageimage|Signatur
Mel Colm-Cille Gerard Gibson,https://web.archive.org/web/20251122135749/https://dam.tmz.com/document/f9/o/2018/12/25/f970845ab79c5aff80a1b7df0a246483.pdf AO (* 3. Januar 1956 in Peekskill, New York), ist ein US-amerikanisch-irischerhttps://www.aletterfromireland.com/a-tale-of-dual-irish-citizenship-and-a-little-more/ Schauspieler, Filmregisseur und Produzent. Er wurde durch Rollen in weltweit erfolgreichen Action- und Kriegsfilmen bekannt, für die er vor allem in den 1990er Jahren Rekordgagen erhielt. Für seinen Film Braveheart erhielt er im Jahr 1996 jeweils einen Oscar in den Kategorien Beste Regie und Bester Film und einen Golden Globe, ebenfalls für die beste Regie. Gibson ist katholischer Fundamentalist und sorgte mit antisemitischen, homophoben, frauenfeindlichen und verschwörungsideologischen Äußerungen mehrfach für Kontroversen.
Leben Gibson wurde als sechstes von zehn Kindern einer irischstämmigen katholischen Familie in Peekskill im US-Bundesstaat New York geboren. Ein elftes Kind wurde adoptiert. Der bereits in den Vereinigten Staaten geborene Vater Hutton Gibson (1918–2020) zog nach einem Gewinn von 25.000 US-Dollar im TV-Quiz Jeopardy! 1968 mit der ganzen Familie nach Australien, woher seine Mutter stammte, die Opernsängerin Eva Mylott.
In Australien heiratete Mel Gibson 1980 die frühere Arzthelferin Robyn Moore, mit der er sieben Kinder bekam, eine Tochter und sechs Söhne. Im April 2009 reichte Robyn Gibson wegen „unüberbrückbarer Differenzen“ die Scheidung ein. Dabei wurde bekannt, dass das Ehepaar bereits seit August 2006 getrennt lebte.. In: Süddeutsche Zeitung, 17. April 2009. Als Grund für die Differenzen wurde Gibsons Beziehung zu der russischen Popsängerin Oxana Petrowna Grigorjewa genannt. Mit ihr bekam er im Oktober 2009 sein achtes Kind, die Tochter Lucia. Die Trennung im April 2010 führte zu einem öffentlich ausgetragenen Streit, der in einer gerichtlichen Auseinandersetzung um das Sorgerecht der Tochter mündete.
Im Januar 2016 machte Gibson seine Beziehung mit der Drehbuchautorin Rosalind Ross bekannt, mit der er ein Jahr später zum neunten Mal Vater wurde. Seine Lebensgefährtin brachte in Los Angeles den Sohn Lars zur Welt.Neun Leben. Mel Gibson erneut Vater. In: Der Spiegel, 24. Januar 2017, abgerufen am 24. Januar 2017. Ende 2025 gab das Paar bekannt, bereits seit einem Jahr getrennt zu sein.
2005 erwarb Gibson von der japanischen Tokyu Corporation die zu Fidschi gehörende Insel Mago im Pazifischen Ozean.
Gibson befand sich wegen einer Alkoholkrankheit mehrmals in Behandlung. Von einem Gericht wurde er wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe, zur Zahlung einer Geldstrafe von 1300 US-Dollar und zur regelmäßigen Teilnahme an Treffen der Anonymen Alkoholiker verurteilt.Mel Gibsons Strafregister ist wieder blütenweiß. In: Die Welt, 7. Oktober 2010, abgerufen am 29. November 2020.
Karriere Schauspiel Eine von Gibsons Schwestern entdeckte dessen schauspielerisches Talent und veranlasste ihn zu einer Bewerbung beim National Institute of Dramatic Art in Sydney. Dort konnte er in mehreren Theaterstücken erste Erfahrungen sammeln.
Nach einigen kleineren Rollen auf der Bühne und vor der Kamera bekam Mel Gibson 1979 in dem von George Miller inszenierten Kinofilm Mad Max die Rolle eines Polizisten, der seine durch eine Rockergang getötete Frau rächt. Der selbst für australische Verhältnisse relativ günstig produzierte Film wurde zu einem weltweiten Kassenerfolg, der seinen Hauptdarsteller international bekannt machte und zu den aufwendig produzierten Fortsetzungen Mad Max II – Der Vollstrecker (1981) und Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel (1985) führte. Mit Mad Max: Fury Road wurde ein seit 1999 geplanter 4. Teil der Saga veröffentlicht, allerdings ohne Gibsons Beteiligung.
Gibsons Durchbruch als Darsteller mit romantischen Qualitäten markierte 1982 Peter Weirs vielfach ausgezeichneter, melodramatischer Politthriller Ein Jahr in der Hölle, in dem Mel Gibson als Auslandsreporter an der Seite von Sigourney Weaver in die Ereignisse des Coups vom 30. September 1965 in Indonesien verwickelt wird.
1984 trat er in seinen ersten Hollywood-Rollen auf: Als Fletcher Christian in Die Bounty (mit Anthony Hopkins als Kapitän Bligh) und als Partner von Sissy Spacek in dem in Tennessee angesiedelten Drama Menschen am Fluß, einem Film über eine Farmerfamilie im Kampf gegen Banken und Naturgewalten.
mini|hochkant|Gibson im Jahr 1990 1987 geriet Gibson schließlich an die Rolle, die ihn zu einem Superstar machte: In Richard Donners Lethal Weapon verkörperte er an der Seite seines bedächtigen Partners Roger Murtaugh (Danny Glover) die Rolle des psychisch labilen, zu Gewaltausbrüchen und zur Selbstzerstörung neigenden Polizisten Martin Riggs. Der Film mit seiner Mischung aus Screwball-Comedy und hyperkinetischen Gewaltexzessen erneuerte das Genre des Actionthrillers und führte 1989 mit Lethal Weapon 2 – Brennpunkt L.A. sowie 1992 mit Lethal Weapon 3 – Die Profis sind zurück und 1998 mit dem vorläufig letzten Teil Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf zu drei Fortsetzungen. Ein fünfter Teil, Lethal Weapon 5, war bereits 2008 produktionsreif, scheiterte aber offensichtlich an Gibsons Absage, der ohne Richard Donner als Regisseur nicht mitmachen wollte. Im August 2026 Gibson bekannt, gemeinsam mit Richard Wenk habe er ein Drehbuch für einen fünften Teil fertiggestellt. Die Arbeit hieran habe bereits Richard Donner vor seinem Tod begonnen. Die Filmproduktion sei nicht angelaufen auf Grund interner Abläufe und Probleme bei Warner Bros.
In der Folge festigte Gibson mit weiteren actionorientierten Filmen seine Position als einer der bestbezahlten Darsteller des US-Kinos. Filme wie Kopfgeld – Einer wird bezahlen, Payback – Zahltag und Der Patriot wurden auch international zu Kassenschlagern. Daneben trat er auch in Rollen jenseits des Mainstream auf. So war er 1990 in Franco Zeffirellis Adaption von Hamlet zu sehen und spielte 2000 in dem Film The Million Dollar Hotel des deutschen Regisseurs Wim Wenders einen FBI-Ermittler.
Gibson zählte bis Anfang der 2000er Jahre zu den populärsten Hollywood-Schauspielern. Nach Hauptrollen in den Filmen Signs – Zeichen und dem Kriegsepos Wir waren Helden, die erneut erfolgreich in den Kinos liefen, von der Kritik jedoch allgemein und auch in Bezug auf Gibsons schauspielerische Leistungen zurückhaltend aufgenommen wurden, kündigte er einen weitestgehenden Rückzug von der Schauspielerei an, um als Produzent und Regisseur zu arbeiten. 2010 kehrte Gibson nach sieben Jahren Pause in Auftrag Rache auf die Leinwand zurück, ein Jahr später war er in der Hauptrolle an der Seite von Jodie Foster im Filmdrama Der Biber zu sehen. Während ersterer ein – wenn auch vergleichsweise bescheidener – Erfolg wurde, floppte letzterer trotz sehr guter Kritiken an den Kinokassen.
Regisseur 1989 gründete er zusammen mit Bruce Davey die Produktionsfirma Icon Productions, die fortan seine Filme produziert. Sein Debüt als Regisseur gab Mel Gibson 1993 im Film Der Mann ohne Gesicht, in dem er auch die Hauptrolle des Lehrers „Justin McLeod“ übernahm, dessen Gesicht durch einen Autounfall entstellt wurde. 1995 war er Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller des Historiendramas Braveheart. Der Film erhielt zehn Oscar-Nominierungen und gewann in fünf Kategorien, unter anderem als Bester Film und für die Beste Regie.
Ab 1992 bereitete er den Film Die Passion Christi vor, den er dann 2003 in Italien drehte, mit einem selbstaufgebrachten Budget in Höhe von 25 Millionen Dollar, was in etwa seiner damaligen Gage als Hauptdarsteller in einem Film entsprach. Gibsons Ankündigung, den Film in den aramäischen Originalsprachen und zudem ohne Untertitel aufzuführen (für deren Verwendung er sich letztendlich doch entschied), ließ im Vorfeld den Erfolg zweifelhaft erscheinen. Der Film erreichte jedoch 2004 einen Platz unter den bis zu diesem Zeitpunkt zehn kommerziell erfolgreichsten Kinofilmen. Vor allem wegen seiner expliziten und exzessiven Gewaltdarstellungen löste der Film jedoch heftige Proteste von unterschiedlicher Seite aus.
Ähnlich wurde 2006 sein kurz vor dem Erscheinen der Konquistadoren im Reich der Maya angesiedelter, kommerziell ebenfalls erfolgreicher Film Apocalypto aufgenommen.
2016 führte Gibson Regie beim Kriegsdrama Hacksaw Ridge – Die Entscheidung, das vom US-amerikanischen Soldaten Desmond Doss (dargestellt von Andrew Garfield) handelt, der im Zweiten Weltkrieg den Dienst an der Waffe verweigerte und mit der Medal of Honor ausgezeichnet wurde. Der Film erhielt 2017 sechs Oscar-Nominierungen, darunter in den Kategorien Film und Regie.
Mit Flight Risk folgte 2025 sein sechster Spielfilm als Regisseur.
Im Mai 2026 wurde bekannt, dass die Dreharbeiten für eine von Gibson inszenierte zweiteilige Fortsetzung zu Die Passion Christi mit dem Titel The Resurrection of the Christ nach 134 Tagen abgeschlossen sind. Der erste Teil soll am 6. Mai 2027, der zweite am 25. Mai 2028 in die Kinos kommen.
Produzent Gibson ist Eigentümer der Unternehmensgruppe Icon.Website von Icon Entertainment International (englisch) Das Tochterunternehmen Icon Productions produzierte seine Filme Braveheart, Apocalypto und Die Passion Christi. Icon Entertainment International hält die Rechte an rund 200 Filmproduktionen. Zur Gruppe gehören zwei weitere Unternehmen, die Filme in Großbritannien und Australien veröffentlichen und vertreiben (Kinoverleih und später DVD-Veröffentlichungen). Icon Productions vertreibt unter anderem die deutsche Produktion Der Baader Meinhof Komplex in Australien.
Kontroversen mini|Gibson (2007) Gibson machte mehrfach mit homophoben und fremdenfeindlichen Äußerungen Schlagzeilen.Mel Gibson trank zum Frühstück sechs Flaschen Bier. In: Rheinische Post, 6. August 2003, abgerufen am 29. November 2020. Besonders bekannt wurde eine seiner verbalen Entgleisungen, als Gibson kurz vor Erscheinen seines Films Apocalypto wegen Alkohols am Steuer von einer Polizeistreife festgenommen worden war und dabei antisemitische Äußerungen von sich gegeben hatte.Kampf gegen den Dämon Alkohol. In: Stern, 11. Oktober 2006, abgerufen am 29. November 2020. Dies führte zu heftigen Reaktionen in den Medien und in der Öffentlichkeit zu Boykottaufrufen seiner Filme.US-Sender stoppt Holocaust-Projekt mit Mel Gibson. In: Handelsblatt, 1. August 2006, abgerufen am 29. November 2020. Gibson trat daraufhin in verschiedenen Talkshows auf, um sich für sein Verhalten zu entschuldigen.
In der Folgezeit beschimpfte er wiederholt Journalisten und Kollegen.online abrufbar Ärgern Sie Mel Gibson nicht! In: Der Spiegel, 4. Februar 2010, abgerufen am 29. November 2020. Mit den daraus resultierenden Negativschlagzeilen und erneuten Alkohol-Rückfällen kam Gibsons Hollywood-Karriere zwischenzeitlich nahezu zum Erliegen.Was ist bloß mit seiner Karriere passiert? In: Gala, 4. Januar 2016, abgerufen am 29. November 2020.Wieder ein Rückfall! In: Gala, 4. Januar 2016, abgerufen am 29. November 2020. Seine Regiearbeit Hacksaw Ridge war 2016 kommerziell und bei den Kritikern jedoch wieder ein Erfolg.