Itingen () ist eine politische Gemeinde im Bezirk Sissach des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.
Das T-förmig angelegte Bauerndorf zeigt Wohn- und Nutzbauten des 16. bis 19. Jahrhunderts, die traufständig aneinander gereiht sind. Der mittelalterliche Dorfkern wurde 1986 ins Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgenommen. bak.admin.ch Bundesamt für Kultur, abgerufen am 19. Januar 2018
Itingen ist nicht zu verwechseln mit Ittingen im Kanton Thurgau, siehe Kartause Ittingen, bzw. mit Ittigen im Kanton Bern.
Geographie mini|Historisches Luftbild von Werner Friedli von 1949 Die Gemeinde Itingen liegt am Südufer der Ergolz auf halbem Wege zwischen Liestal und Sissach.
Die Gemeinde Itingen grenzt im Norden und Osten an Sissach, im Süden an Zunzgen, im Südwesten an Ramlinsburg und im Westen an Lausen.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung von Itingen datiert aus dem Jahre 1226 als Utingen. Bis ins 15. Jahrhundert gehörte das Dorf den Herren von Eptingen. 1467 wurde es von Hans Münch von Gachnang an die Stadt Basel verkauft. Der Dorfkern hielt sich bis in die 1930er-Jahre. Mit dem Errichten einer SBB-Haltestelle im Jahr 1925 begann sich die Ortschaft jedoch zu entwickeln.Geschichte. Gemeinde Itingen, abgerufen am 19. Januar 2018.
Verkehr Itingen verfügt über eine Station an der Hauensteinstrecke der SBB von Basel nach Olten, die im Halbstundentakt durch die Linie S3 der Basler S-Bahn bedient wird. Morgens und abends halten zusätzliche S-Bahnen, dann verkehren die Züge im Viertelstundentakt.
Die Gemeinde hat einen eigenen Anschluss an den Autobahnzubringer zur A2 Basel–Luzern.
Politik Die Gemeindeversammlung stellt die Legislative, der Gemeinderat die Exekutive. Der Gemeinderat setzt sich aus fünf parteilosen Mitgliedern zusammen und wird für vier Jahre gewählt. Aktuell hat Martin Mundwiler das Amt des Gemeindepräsidenten inne, die Amtszeit endet am 30. Juni 2028.Gemeinderat. Gemeinde Itingen.
Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Itingen: SVP 32,3 % (2019 32,3 %), SP 21,1 % (21,1 %), FDP 15,5 % (19,7 %), Grüne 13,0 % (21,2 %), Mitte 7,0 % (5,6 %), glp 6,1 % (5,5 %), EVP 3,3 % (3,4 %), EDU 0,7 % (–).
Wirtschaft Im 18. und 19. Jahrhundert stellten die Posamterei und die Landwirtschaft die Hauptindustriezweige dar. Mittlerweile bieten die 33 im Firmenverzeichnis eingetragenen UnternehmenFirmenverzeichnis. Gemeinde Itingen, abgerufen am 19. Januar 2018. aus den Bereichen Pharma, Gesundheit und Technologie Arbeitsplätze für rund 2000 Mitarbeitende.
Sehenswürdigkeiten
Persönlichkeiten
Johannes Meyer (* 9. Oktober 1801 in Itingen; † 13. Juli 1877 in Liestal), Politiker, Mitgründer verschiedener Unternehmen Jakob Christen (* 18. August 1825 in Itingen; † 25. Juni 1914 im Muttenz), Geometer, Politiker und Richter Johann Jakob Schaub (* 21. Dezember 1828 in Itingen; † 18. August 1910 in Gelterkinden), Lehrer und Heimatkundler Walter Meyer (* 24. Juli 1837 in Bubendorf; † 13. November 1901 in Liestal), Landwirt und Nationalrat
Bilder
Literatur Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft. Band III: Der Bezirk Sissach. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1986 (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 77). ISBN 3-7643-1796-5, S. 89–95.
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Itingen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kanton Basel-Landschaft Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Basel-Landschaft Kategorie:Ersterwähnung 1226