Tannheim ist der südlichste der elf Stadtbezirke von Villingen-Schwenningen. Der Ort hat etwa 1285 Einwohner (Stand 2015) auf einer Fläche von 15,79 km² und liegt auf der Baar am Ostrand des Schwarzwaldes.

Geschichte Erste urkundliche Erwähnung In einer Urkunde aus dem Jahr 817 wird der Ort erstmals genannt. Von der Burg Zindelstein übernahm am 24. Juli 1353 Graf Hug von Fürstenberg-Haslach die Vogtrechte über das Paulinerkloster Tannheim.

Die Anfänge bis zur Eingliederung Tannheim war vermutlich schon ein alemannischer Siedlungsort. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als Tanheim im Jahre 817 (Stiftsarchiv St. Gallen). Zunächst im Besitz des Klosters St. Gallen, gehörte er dann seit dem 13. Jh. zur Herrschaft Fürstenberg, von 1684 zum Fürstentum Fürstenberg, ab 1806 zum Großherzogtum Baden.

Am 1. Januar 1972 fand die freiwillige Eingliederung in die Stadt Villingen-Schwenningen statt. Gleichzeitig war damit der Wechsel vom Landkreis Donaueschingen in den Landkreis Villingen-Schwenningen verbunden. Mit der Reform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Donaueschingen aufgelöst und dessen Gemeinden zum größten Teil mit denen des bisherigen Landkreises Villingen-Schwenningen zum neuen Schwarzwald-Baar-Kreis zusammengeführt.

Tannheim ist der südlichste der elf Stadtbezirke.

Gemarkung Grund und Boden der Gemeinde erstrecken sich auf 1.579 ha Gemarkungsfläche, davon sind 949 ha Wald. Er erreicht eine mittlere Höhenlage von .

Einwohnerentwicklung 1680: 277 Einwohner (52 Männer, 50 Frauen, 175 Kinder) 1950: 743 Einwohner 1972: 1092 Einwohner 1975: 1080 Einwohner 1980: 1171 Einwohner 1985: 1235 Einwohner 1990: 1189 Einwohner 1995: 1234 Einwohner 2005: 1386 Einwohner 2010: 1342 Einwohner 2015: 1285 Einwohner

Dorfentwicklung Durchführung der Flurbereinigung (1982 abgeschlossen). Kontinuierliches Füllen vorhandener Baulücken im Ortskern. Erhalt mehrerer denkmalgeschützter alter Bauten. 1959 Bau des Ortszentrums mit Schule (GHS bis Klasse 6) und Lehrerwohnhaus (1963). Bau der Mehrzweckhalle (1975) und des Katholischen Verrechnungszentrums mit Pfarrsaal (1995). Kindergartenanbau 1973.

Infrastruktur Grundschule, Stärkung durch die Zuweisung der Schüler des Stadtbezirks Herzogenweiler. Im Rathaus wird seit 1973 eine Zweigstelle der Volkshochschule Villingen-Schwenningen betrieben. Tannheim ist Sitz des Katholischen Bildungswerks und hat eine Pfarrbücherei. Die Katholische Verrechnungsstelle ist für über 100 Pfarrgemeinden zuständig. Das Freibad wird geführt vom Förderverein Freibad e. V.

Seit 1996 besteht die Nachsorgeklinik Tannheim (familienorientierte Nachsorge für herz-, krebs- und mukoviszidosekranke Kinder).

Im Jahr 1995 wurde die Heimatstube eingerichtet.

Persönlichkeiten Martin Schmitt (* 1978), ehemaliger Skispringer

Kultur in Tannheim In Tannheim gibt es viele verschiedene kulturelle Angebote. So können sich die Einwohner in Vereinen oder auf Festen kulturell beteiligen.

Vereine Akkordeonverein Bildungswerk Förderverein Freundeskreis Schule Förderverein Musikkapelle und Musikkapelle selbst Frauengemeinschaft Freiwillige Feuerwehr Abt. Tannheim Freundeskreis Heimatmuseum Deutsches Rotes Kreuz mit JRK Jugendtreff Tannheim Kegelclub Krabbelgruppe Tannheim Landfrauenverein Schützenverein Seniorenkreis Tischtennisclub Narrenzunft

Literatur Herbert Berner (Hrsg.): Tannheim Geschichte von Dorf und Kloster am Osthang des Schwarzwaldes 1971. Band 31 der Schriftenreihe des Landkreises Donaueschingen.

Einzelnachweise

Weblinks

Onlineversion der 1971 erschienenen Ortschronik. auf der Website von Villingen-Schwenningen.

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