Fabian E. Wander (auch Egon Fabian Wander; * 13. Januar 1927 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Off-Sprecher.
Leben Fabian Wander, Sohn von Margarete Wander, geborene Schmidt, und des Konzertmeisters Eugen Wander, erhielt seine schauspielerische Ausbildung von 1945 bis 1947 an der Hochschule für Musik und Theater in Dresden, wo er neben anderen von Erich Ponto und Hans Finohr unterrichtet wurde. Dort begann er unter dem Namen Egon Wander an der Volksbühne, am Komödienhaus und am Staatstheater seine Bühnenlaufbahn, die er später in Berlin fortsetzte. Ende der 1950er Jahre siedelte Wander in die Bundesrepublik Deutschland über und hatte Engagements in Braunschweig, Hannover und Hamburg, dort u. a. an den Kammerspielen, 1961 in Mattias Brauns Die PerserWalter M. Herrmann: Antike Tragödie als Zeitstück, Hamburger Abendblatt vom 5. April 1961, abgerufen am 10. August 2015 und 1965 in Jean Anouilhs Armer Bitos oder Das Diner der KöpfeWalter M. Herrmann: Die Gerechtigkeit der Schwachen, Hamburger Abendblatt vom 6. Januar 1965, abgerufen am 10. August 2015, oder am Theater im Zimmer in Russisches Dreieck von Françoise Sagan.Das Neueste aus der Welt der Bühne, Hamburger Abendblatt vom 30. April 1965, abgerufen am 10. August 2015
1953 gehörte Fabian Wander mit weiteren Kollegen zum ersten Schauspielensemble des Deutschen Fernsehfunks und debütierte 1954 in dem Film Die Entscheidung des Tilman Riemenschneider vor der Kamera. Bis 1959 war er in einer Reihe weiterer Filme des DFF und der DEFA zu sehen. Ab 1962 übernahm Wander sporadisch Aufgaben in bundesdeutschen Produktionen, so in einer Folge der Unverbesserlichen und in Serien wie Hamburg Transit, Im Auftrag von Madame oder Cliff Dexter.
Von 1962 bis 1975 arbeitete Fabian Wander als Off-Sprecher im Team der ARD-Tagesschau,, abgerufen am 10. August 2015 ist als Sprecher in Hörspielen des NDR tätig gewesen und lieh als Synchronsprecher unter anderem Renato Baldini in dem Film Keine Rosen für OSS 117 seine Stimme.
Seither ist wenig über Wanders Leben und Betätigung bekannt. Laut DEFA-Biographie soll er 1978 in einer bundesdeutschen Fernsehproduktion mitgewirkt haben. Er wirkte bei etwa 50 Fernsehspielen mit und war auch als Regisseur beim Hörfunk tätig. 1986/87 war er im prominent besetzten ZDF-Fernsehspiel Das Wahlergebnis als Nachrichtensprecher zu sehen. Seither lebt Fabian Wander in Frankreich. Er ist evangelisch und hat 1957 Manon Damann geheiratet. , abgerufen am 10. August 2015 Seine Tochter erhielt den Namen Saskia.
Filmografie (Auswahl) 1954: Die Entscheidung des Tilman Riemenschneider 1954: Morgendämmerung 1955: Ein gewöhnlicher Fall 1955: 52 Wochen sind ein Jahr 1956: Der Geizige 1957: Maß für Maß 1957: Der Sheriff 1958: Die Elenden (Les misérables) 1958: Weil du mich liebst 1959: Tanja 1961: Zeit der Schuldlosen 1964: Das Kriminalgericht – Der Fall Nebe 1965: Das Feuerzeichen 1966: Cliff Dexter – Umleitung ins Verderben 1967: Verbotenes Land 1967: Cliff Dexter – Einen Orden für Cliff 1968: Sir Roger Casement 1968: Nationalkomitee 'Freies Deutschland' 1969: Tagebuch eines Frauenmörders 1971: Recht oder Unrecht – Der Fall Meinberg 1971: Die Unverbesserlichen – ...und ihr Stolz 1971: Geschäfte mit Dr. Plückhahn 1972: Hoopers letzte Jagd 1973: Sonderdezernat K1 – Trip ins Jenseits 1973: Im Auftrag von Madame – Export – Import 1973: Hamburg Transit – Der Gepäckschein 1973: Die Kriminalerzählung – Die Handschuhe des Franzosen 1974: Sonderdezernat K1 – Friedhofsballade 1975: Motiv Liebe – Heimkehr 1975: PS – Geschichten ums Auto (als Staatsanwalt in den Folgen Restalkohol und Das Urteil) 1987: Das Wahlergebnis
Hörspiele 1959: Der Fall Dinah Furner – Regie: Werner Grunow (Kriminalhörspiel) 1959: Die Bremer Stadtmusikanten (Erzähler) – Regie: Theodor Popp (Kinderhörspiel – Eterna) 1961: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Grüne Splitter im Handschuh) – Regie: S. O. Wagner 1961: Requiem für einen großen Kapitän – Regie: Joachim Hoene 1961: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Wo ist der Tote) – Regie: S. O. Wagner 1961: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Reptile) – Regie: S. O. Wagner 1961: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Die letzte Partie) – Regie: S. O. Wagner 1962: Die Jagd nach dem Täter (Folge: Zwanzig Pfundnoten) – Regie: S. O. Wagner 1962: Geben Sie mir Dr. Parker – Regie: Horst Loebe 1962: Der Gerechte – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1962: Ankommt eine Depesche – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1962: Ich habe mich geirrt – Regie: S. O. Wagner 1963: Mondfinsternis – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1963: Das tapfere Schneiderlein – Regie: Hans Bernd Müller 1963: Der Entartete – Regie: Hans Lietzau 1964: Der Sohn des Anton Bräuning – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1964: Ein Wintermärchen – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1964: Manie – Regie: S. O. Wagner 1968: Der Prinz und der Betteljunge – Regie: Otto Kurth 1975: Hey, Boys and Girls, let’s have a good time together – Regie: Frank Grützbach
Literatur Wander, Fabian E. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1304. Friedrich Luft: 25 Jahre Theater in Berlin. Theaterpremieren 1945–1970. Heinz Spitzing Verlag, Berlin 1972.
Weblinks
Fabian Wander in der ARD-Hörspieldatenbank
Einzelnachweise
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