Die A-Klasse, auch als Plunger- oder Adder-Klasse bezeichnet, war eine Klasse von sieben benzin-elektrischer Klein-U-Booten der United States Navy. Die Boote wurden ab 1900 von der Electric Boat Company auf der Crescent-Werft in Elizabeth im Bundesstaat New Jersey und bei Union Iron Works in Kalifornien gebaut.
Entwicklung mini|links|Die Fulton im Dock John Philip Holland hatte mit seiner Holland VI, die von der US-Navy gekauft und als Holland in Dienst gestellt wurde, einen ersten Erfolg erzielt. Es war jedoch klar, dass dieses Boot nicht als Grundlage für Serienboote dienen konnte. Daher konstruierte Holland eine vergrößerte Ausgabe der Holland VI, die Holland VII. Dieses Boot, die Fulton wurde 1901 bei Electric Boat in New Jersey gebaut, aber von der Navy nicht übernommen. Das erste Serienboot, die Plunger wurde so zum Typboot der Plunger-Klasse. Die Fulton hingegen wurde an Russland verkauft und nach Kronstadt geliefert. Das Som getaufte Boot wurde dort zum Typboot der in St. Petersburg in Lizenz gebauten gleichnamigen Som-Klasse.
Beschreibung Die Boote der Plunger-Klasse waren Einhüllenboote mit einem spindelförmigen Druckkörper und einem zentral am Heck angeordneten Propeller. Der Rumpf war in drei Sektionen unterteilt: Bugsektion, Zentrale und Maschinenraum im Heck. In der Bugsektion war das einzige Torpedorohr mittig, im Schnittkreuz der Hoch- und Querachse angeordnet. Die beiden Reservetorpedos lagerten in der Zentrale über den Hauptballasttanks. Die Antriebsanlage bestand aus einem Ottomotor und einem Elektromotor. Die beiden in der Bilge des Maschinenraumes untergebrachten Batterien mit 3 × 20 Zellen ermöglichten nominell bis zu 4 h Unterwasserfahrt. Die Boote verfügten über eine kreuzförmige Heckruderanlage, separate Tiefenruder wie bei modernen Booten gab es nicht. Der niedrige Turm hatte Stromlinienform.
Von den sieben Booten der Plunger-Klasse wurden fünf bei Crescent an der Ostküste und 2 bei Union Iron Works an der Westküste gebaut.
Die Boote dienten hauptsächlich dem Sammeln von Erfahrungen im U-Bootdienst und der Ausbildung von Besatzungen.
Export Electric Boat war trotz des Navy-Auftrages in finanziellen Schwierigkeiten und vergab daher Lizenzen für Plunger-Boote ins Ausland. In England baute Vickers Sons & Maxim die ersten britischen Unterseeboote als Holland 1 bis 5, Russland erwarb die Fulton und baute sechs weitere als Som-Klasse, die Niederlande bauten O-1 als ihr erstes Unterseeboot und Japan bestellte fünf Boote, die Electric Boat bei Fore River Shipyard in Massachusetts fertigen ließ und die dann in Japan montiert wurden.
Einheiten Kennung Namen Werft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Außerdienststellung SS-2(Submarine TorpedoBoat No. 2) A-1(ex-Plunger) Crescent Shipyard,Elizabeth 21. Mai 1901 1. Februar 1902 19. September 1903 24. Februar 1913 SS-3(Submarine TorpedoBoat No. 3) A-2(ex-Adder) 3. Oktober 1900 22. Juli 1901 12. Januar 1903 12. Dezember 1919 SS-4(Submarine TorpedoBoat No. 4) A-3(ex-Grampus) Union Iron Works,San Franzisko 10. Dezember 1900 31. Juli 1902 28. Mai 1903 25. Juli 1921 SS-5(Submarine TorpedoBoat No. 5) A-4(ex-Moccasin) Crescent Shipyard,Elizabeth 8. November 1900 20. August 1901 17. Januar 1903 12. Dezember 1919 SS-6(Submarine TorpedoBoat No. 6) A-5(ex-Pike) Union Iron Works,San Franzisko 10. Dezember 1900 14. Januar 1903 28. Mai 1903 25. Juli 1921 SS-7(Submarine TorpedoBoat No. 7) A-6(ex-Porpoise)Crescent Shipyard,Elizabeth 13. Dezember 1900 23. September 1901 19. September 1903 12. Dezember 1919 SS-8(Submarine TorpedoBoat No. 8) A-7(ex-Shark) 11. Januar 1901 19. Oktober 1901 19. September 1903 12. Dezember 1919
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Militärschiffsklasse (Vereinigte Staaten) Kategorie:Militär-U-Boot-Klasse