Dornumersiel ist ein Ortsteil der Gemeinde Dornum im Landkreis Aurich an der Nordseeküste in Ostfriesland. Zwischen Dornumersiel und Westeraccumersiel verläuft das Dornumer Tief, das auch als Accumer Tief bezeichnet wird, mit der ehemaligen Grenze zwischen dem Norderland im Westen und dem Harlingerland im Osten. Nördlich des Ortskerns erweitert sich das Tief seit den 1960er Jahren zum Mahlbusen des Siel- und Schöpfwerks Accumersiel, das im Verlauf des neuen Hauptdeichs am Wattenmeer erbaut worden ist. Im Außendeichbereich liegt der Fischerei- und Jachthafen Accumersiel. Das Küstenseebad Dornumersiel gehört seit 2001 zur Gemeinde Dornum und bildet zusammen mit Westeraccumersiel die Ortschaft Dornumersiel/Westeraccumersiel.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands§ 6 Hauptsatzung der Gemeinde Dornum
Geographische Lage und Naturraum mini|links|Dornumersiel mit dem Sielhafen aus der Luft (2009) mini|links|Strand von Dornumersiel Dornumersiel liegt unmittelbar an der Nordseeküste südlich der Insel Langeoog. Der Hauptort der Gemeinde, Dornum, befindet sich etwa 5 Kilometer entfernt in südwestlicher Richtung. Die nächsten größeren Ortschaften sind das zwölf Kilometer östlich gelegene Esens sowie das sieben Kilometer südlich gelegene Westerholt. Gegründet wurde der Ort als Warfendorf auf Gley-Podsol-Boden in einer Höhe von sechs Metern über Normalnull. Im Norden und Westen umgibt Kalkmarsch den Ortskern. Im Süden grenzt ein Gebiet mit Kleimarsch an.Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Dornumersiel, Samtgemeinde Dornum, Landkreis Aurich (PDF; 698 kB), aufgerufen am 11. August 2010.
Geschichte mini|Poppe Folkerts (1875–1949): Westeraccumersiel Der Sielort ist einer der ältesten Häfen an der ostfriesischen Küste. Die Besiedelung des Ortes begann wahrscheinlich im 15. Jahrhundert. Nachdem in der St.-Peters-Flut am 22. Februar 1651 ein an der Küste gelegener Sielort, das später so genannte Altensiel, zerstört wurde, wurden 1653 unmittelbar nebeneinander das Dornumer und das Westeraccumer Siel angelegt. Einst trennte hier die Grenze Ostfriesland und das Harlingerland. Die beiden Orte Dornumersiel und Westeraccumersiel konnten erst nach Eindeichung der Polder entstehen. Eine erste urkundliche Erwähnung des Dorfes datiert auf das Jahr 1684. 1717 wurden sie durch die Weihnachtsflut fast vollständig vernichtet. Heute ist Dornumersiel ein Küstenseebad.
Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Dornumergrode, Westeraccumersiel und Westerbur eingegliedert.
Vom 2. August 1972 bis zum 31. Oktober 2001 war die Gemeinde Dornumersiel eine Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Dornum.Gemeinde Dornum: , aufgerufen am 11. August 2010.
Am 1. November 2001 wurde die Gemeinde Dornumersiel mit den anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Dornum zur Einheitsgemeinde Dornum zusammengeschlossen.
Wappen
Wirtschaft und Infrastruktur Am Strand gibt es einen Campingplatz sowie ein beheiztes Meerwasser-Freibad. Im Nordseehaus erfährt man Wissenswertes zum Watt und zur Region sowie zum Deichbau. Dornumersiel ist Nordseebad seit 1990 mit 70.000 m² Sandstrand. Im Reethaus am Meer mit Spielscheune befinden sich Leseraum, Bücherei, Kaminzimmer, Tischtennis, Bastel- und Werkräume sowie Seminar- und Vortragsräume. Auf der Störtebekerstraße und den kleinen Straßen, teilweise direkt hinterm Deich, kann man mehrere kleine Orte mit ihren unverkennbaren Merkmalen erkunden. Auch Kutter- und Sportboothafen prägen das Erholungsgebiet. Der Hafen Accumersiel hat den bedeutendsten Plattfischfang aller ostfriesischen Häfen.
Dornumersiel ist mit Westeraccumersiel durch die Brücke der Störtebekerstraße sowie durch das Sielbauwerk, das mit Fahrzeugen überquert werden kann, verbunden.
Weblinks
Beschreibung von Dornumersiel in der Historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft Alte Fotos aus Hagermarsch, Hilgenriedersiel, Dornum, Dornumergrode und Dornumersiel
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Aurich Kategorie:Geographie (Dornum) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Aurich) Kategorie:Gemeindeauflösung 2001 Kategorie:Seebad in Niedersachsen Kategorie:Ersterwähnung 1684