Dies ist eine Liste von Zwischenfällen von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt.

Für Zwischenfälle von Verkehrsluftfahrzeugen siehe Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen. Für militärische Zwischenfälle siehe Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) bis 1980 bzw. Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) ab 1981.

Diese Liste ist nicht als vollständige Liste aller Zwischenfälle der Allgemeinen Luftfahrt angelegt. Sie sollte jedoch alle Zwischenfälle enthalten, über die eigene Artikel in Wikipedia vorhanden sind. Darüber hinaus sollen nur diejenigen Zwischenfälle eingetragen werden, die entweder den fachspezifischen Relevanzkriterien, also Luftfahrt-Zwischenfälle mit Todesfolge und/oder einer abgeschriebenen Flugzeugzelle, genügen oder den allgemeinen RK (z. B. „zeitüberdauernd von Bedeutung“, relevanter Flugzeugbetreiber oder unter Beteiligung einer relevanten Person).

Einträge mit eigenem Artikel in Wikipedia sind mit (A) gekennzeichnet.

Auflistung nach Jahr 1951 1958 1959 1965 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972 1973 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026

Liste

1951 29. Juni 1951 – Eriesee, Ohio, USA. Eine Grumman G-73 Mallard von General Tire & Rubber Co. (Luftfahrzeugkennzeichen N2949) landete hart auf dem Wasser; eines der drei Crewmitglieder kam um. 20. August 1951 – nahe Jakutsk, Sowjetunion. Eine neue Antonow An-2 der GUSMP (CCCP-N566) stürzte beim Start in den Fluss Lena. Einer der vier Insassen kam ums Leben. 18. September 1951 – Krasnojarsk, Sowjetunion. Eine neue Antonow An-2 der GUSMP (CCCP-N565) wurde beim Start irreparabel beschädigt; beide Insassen überlebten.

1958 22. März 1958 – Grants, New Mexico, USA. Eine Lockheed Model 18 im Besitz des Filmproduzenten Michael Todd stürzte nach einem Triebwerksausfall ab. Neben Todd starben der Drehbuchautor Art Cohn sowie die zwei Piloten.

1959 (A) 3. Februar 1959 – Iowa, USA. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen und menschlichen Versagens stürzte eine Beechcraft Bonanza etwa 8 Kilometer nördlich von Clear Lake in ein Getreidefeld. Der zum Instrumentenflug nicht berechtigte Pilot Roger Peterson sowie die drei Rock 'n' Roll-Legenden Buddy Holly, Ritchie Valens und Jiles Perry Richardson kamen ums Leben. Der Unfall ging als „The Day the Music Died“ in die Geschichte ein.

1964 Am 16. Mai 1964 kollidierten nachmittags um 15.05 Uhr Ortszeit über Wien eine Cessna 210, die am Flughafen Schwechat war, und eine Piper PA-18, die am Flughafen Aspern gestartet war. Beide Flüge waren als touristische Rundflüge geplant. Die Cessna stürzte nach der Kollision sofort ab; zuerst fiel das Flugzeug in ein Eckhaus in der Neubaugasse, welches dabei massiv beschädigt wurde, und zerschellte anschließend auf der Kreuzung Mondscheingasse/Neubaugasse. Eine Frau wurde dabei in ihrer Wohnung von einem Teil des Motors getroffen und verletzt. Die Piper wurde an den Tragflächen beschädigt und stürzte trudelnd in einen Innenhof eines Hauses in der Josefstädter Straße, einige Meter vom Theater in der Josefstadt entfernt. Die fünf Insassen der Cessna und die beiden Insassen der Piper starben.

1965 Am 7. August 1965 wurde eine Beechcraft 18/C-45H der US-amerikanischen Traceways (Luftfahrzeugkennzeichen N88Q) bei dichtem Nebel nach dem Start vom Flugplatz Lakewood (New Jersey, USA) gegen eine Stromleitung geflogen. Die Maschine stürzte in ein Wohngebiet und fing Feuer. Durch diesen CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 8 Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, getötet. Das Flugzeug wurde zerstört.Unfallbericht N88Q, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 14. Januar 2026.

1966 (A) Am 24. Juli 1966 wurde in den Glarner Alpen (Schweiz) eine Piper PA-18 der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Luftfahrzeugkennzeichen HB-OLB) in hochalpinem Gelände gegen eine Felswand geflogen. Durch diesen CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle drei Insassen getötet (siehe auch Flugunfall am Biferten).

1967 Am 27. August 1967 fiel an einer Beechcraft 80 Queen Air der Hans-Otto-Fischer KG (Luftfahrzeugkennzeichen D-ILGO) beim Start vom Flughafen Hamburg das rechte Triebwerk aus. Die Maschine stürzte in einen Garten in Hamburg-Langenhorn. Alle 4 Insassen. der Pilot und die drei Passagiere, kamen ums Leben. Das Flugzeug wurde zerstört.Unfallbericht Beech Queen Air 80 D-ILGO, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 19. Januar 2026.

Am 26. September 1967 kollidierte eine Bell 47G der deutschen Air Lloyd (D-HAKE) in der Nähe von Sandweier (Baden-Württemberg) mit einer Republic RF-84F Thunderflash der Norwegischen Luftstreitkräfte (RNoAF 52-8729/AZ-I) und stürzte ab. Der Hubschrauber war auf dem Flugplatz Baden-Oos gestartet. Beide Insassen kamen ums Leben. Das Luftfahrzeug wurde zerstört.Unfallbericht Bell 47 D-HAKE, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 14. Januar 2026.

1968 Am 16. Januar 1968 kollidierte eine vom Flughafen Köln/Bonn kommende Lockheed JetStar C-140 der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung (Luftfahrzeugkennzeichen CA+102) mit einer Piaggio P.149D der Lufthansa-Verkehrsfliegerschule (D-EJCO). Die auf einem Ausbildungsflug in der Platzrunde fliegende Piaggio stürzte 2 Kilometer nordnordwestlich der Landebahn ab, wobei Fluglehrer und Schüler umkamen.Unfallbericht P-149D D-EJCO, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 23. Juni 2016. Die JetStar wurde schwer beschädigt, konnte aber mit einer Bauchlandung auf dem Flughafen gelandet werden; sie wurde jedoch zum Totalschaden.Unfallbericht JetStar CA+102, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Juni 2016.

1969 Am 12. März 1969 verunglückte eine Piper PA-23-250 Aztec C (Luftfahrzeugkennzeichen D-IERG) in einem Waldgebiet bei Reichenberg (Unterfranken) (Bayern). Die Maschine war auf dem Weg vom Fliegerhorst Memmingen nach Allendorf/Eder (Hessen). Alle 4 Insassen wurden getötet. Das Flugzeug wurde zerstört.Unfallbericht Piper Aztec D-IERG, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 14. Januar 2026.

1970 18. Dezember 1970 – Texel (Niederlande). In einem HFB 320 Hansa Jet der General Air (Luftfahrzeugkennzeichen D-CIRO) fiel auf einem Überführungsflug von Hamburg nach Köln/Bonn das elektrische System aus. Um in Sichtflugwetterbedingungen zu gelangen, flogen die Piloten in Richtung Nordsee. In Ermangelung eines zwischen den Wolken sichtbaren Flugplatzes wurde eine Notlandung mit eingefahrenem Fahrwerk auf dem Strand der niederländischen Insel Texel durchgeführt. Beide Piloten überlebten. Die ohnehin beschädigte Maschine wurde bei der Bergung endgültig demoliert.

1971 (A) Am 22. Januar 1971 verunglückte eine Beechcraft King Air B90 der Wanne-Eickeler Baufirma Heitkamp (Luftfahrzeugkennzeichen D-ILTU). Auf einem Flug vom Flughafen Frankfurt zum Heeresflugplatz Fritzlar wurde das Flugzeug 19 Kilometer nördlich vom Startflughafen in einer Höhe von 650 Metern im Nebel gegen den 798 Meter hohen Altkönig im Taunus geflogen. Durch diesen CFIT (Controlled flight into terrain) kamen alle sechs Insassen ums Leben, beide Piloten und vier Passagiere, darunter die beiden Wattenscheider Politiker Erwin Topp und Georg Schmitz. (siehe auch Flugunfall auf dem Altkönig (1971))Unfallbericht King Air B90 D-ILTU, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 14. Juni 2023.

Am 28. Mai 1971 wurde eine Aero Commander 680 in dichtem Nebel in der Nähe von Roanoke (Virginia) gegen einen Berg geflogen, wobei alle sechs Insassen ums Leben kamen. Unter den Passagieren befand sich der US-amerikanische Schauspieler und Kriegsheld Audie Murphy.

(A) Am 4. Dezember 1971 kollidierte eine im Landeanflug auf den Raleigh-Durham International Airport befindliche Douglas DC-9-31 der Eastern Air Lines (Luftfahrzeugkennzeichen N8943E) mit einer auf demselben Kurs fliegenden privaten Cessna U206 Super Skywagon (N2110F). Die Cessna verkeilte sich mit den Tragflächen im Hauptfahrwerk der DC-9. Sie wurde einige Meilen mitgerissen, ihre beiden Insassen starben erst, als sie sich 75 Sekunden nach der Kollision von der DC-9 löste, nahezu vertikal zu Boden ging und explodierte. Von den 23 Passagieren und 4 Besatzungsmitgliedern der DC-9 kam niemand zu Schaden (siehe auch Eastern-Air-Lines-Flug 898).

Am 26. Dezember 1971 kollidierte eine Douglas DC-9-32 (HB-IFR) der Swissair beim Start vom Flughafen Wien-Schwechat frühmorgens in dichtem Nebel mit einer Beechcraft Baron (HB-GCY). Die DC-9 streifte beim Start mit der rechten Tragfläche das Cockpit der Baron, welche sich ohne Freigabe ebenfalls auf der Start- und Landebahn befand. Beim darauf folgenden Startabbruch brach das Bugrad der DC-9, und die rechte Tragfläche fing Feuer, als die Maschine nach 200 Meter zum Stehen kam. Der Pilot der Beechcraft wurde getötet, die 76 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord der Swissair-Maschine blieben unverletzt. Die Baron wurde zerstört, die DC-9 repariert (siehe auch Flugzeugkollision am Flughafen Wien-Schwechat 1971).Unfallbericht DC-9-32, HB-IFR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. Januar 2026.Unfallbericht C55 Baron, HB-GCY, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. Januar 2026.

1972 29. Juni 1972 – Flughafen Blackpool (England). Ein HFB 320 Hansa Jet der Inter City Flug (Luftfahrzeugkennzeichen D-CASY) verunglückte bei dem Versuch zu starten. Die Verriegelung des Höhenruders war vor dem Start nicht gelöst worden, wodurch die Maschine nicht abheben konnte. Bei sehr hoher Geschwindigkeit wurde der Start abgebrochen. Das Flugzeug überrollte das Startbahnende und eine Bahnlinie und kam in einem Ferienlager zum Stillstand. Sieben der acht Insassen wurden getötet.

6. Oktober 1972 – Pazifik, Chile. Eine zweimotorige Aero Commander 680 der chilenischen Línea Aérea Taxpa (CC-CEO) verschwand auf dem 700 Kilometer langen Flug von Valparaíso zur Robinson-Crusoe-Insel ab. Acht Personen werden seit dem Verschwinden des Flugzeugs vermisst. Von der Maschine wurde keine Spur gefunden.El otro accidente aéreo en la ruta a Juan Fernández: Ocurrió un viernes de 1972 y nunca se encontraron restos, LaSegunda, 5. September 2011.

1973 Am 12. Dezember 1973 kollidierte eine Dassault Falcon 20 der Fred. Olsens Flyselskap (Luftfahrzeugkennzeichen LN-FOE) mit einem großen Vogelschwarm kurz nach dem Abheben von der Startbahn 28 am Flughafen Norwich. Beide Triebwerke fielen aus; den Piloten gelang es trotz der Dämmerung, die Maschine in einem nahe gelegenen Feld notzulanden. Alle drei Crewmitglieder wurden verletzt, während keiner der sechs Passagiere Verletzungen erlitt. Am Flugzeug entstand Totalschaden.

1974 Am 21. Oktober 1974 stürzte eine Bell 47G-2 der deutschen Air Lloyd (Luftfahrzeugkennzeichen D-HOCU) nach einem Ermüdungsbruch des Heckrotors in einen Wald bei Hullern (NRW). Der Hubschrauber war in Flugplatz Bonn/Hangelar gestartet. Der einzige Passagier kam ums Leben, der Pilot überlebte. Das Luftfahrzeug wurde zerstört.Unfallbericht Bell 47 D-HOCU, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 14. Januar 2026.

1975 Am 4. Dezember 1975 verunglückte eine Cessna 401 der kanadischen Richel Air (Luftfahrzeugkennzeichen C-FVDY) bei der Landung auf dem Flughafen Îles-de-la-Madeleine (Québec, Kanada). Bei der Landung geriet das Flugzeug außer Kontrolle und stürzte ab. Es wurde durch den Brand nach dem Absturz vollständig zerstört. Das Flugzeug befand sich auf einem Charterflug von Saint-Jean-sur-Richelieu nach Îles-de-la-Madeleine mit Zwischenstopp in Moncton und beförderte außer dem fünf Ingenieure. Alle 6 Insassen, der Pilot und die fünf Passagiere kamen ums Leben.Unfallbericht Cessna 401 C-FVDY, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 14. Januar 2026.

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