Zangberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen.

Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt in der Region Südostoberbayern am nördlichen Rand des Isentales und bildet den Eingang zum tertiären niederbayerischen Hügelland.

Gemeindegliederung Es gibt 20 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Es gibt die Gemarkungen Weilkirchen und Zangberg.

Geschichte mini|Michael Wening: Schloss Zangberg, Anfang 18. Jh.|330x330px Bis zur Gemeindegründung In den mittelalterlichen Ortsnamenbelegen hält sich die Endung -werk hartnäckig (1285: Zangwerch, 1304 Zangwerich, 1390 Zangwerg, 1423 Zangwerkch), weshalb wohl nicht -berg zugrunde liegen kann. In Verbindung mit dem Erstbeleg Ziunberch von 1220 kann die Deutung Zaunwerk/Flechtwerk gewonnen werden, was in einem Beleg von 1285 auch explizit erwähnt wird: Um die newen veste, di der Harschircher gebowen hat ouf des gotshous aigen datz Zangwerch.

Der Gemeindeteil Weilkirchen wird schon 788 als ecclesia ad Uuila (von lateinisch villa) erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Die Gräfin von der Wahl besaß hier um 1800 die offene Hofmark Zangberg. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Das Ortsbild wird bestimmt durch den im 17. Jahrhundert entstandenen Bau des heutigen Klosters St. Josef. In den Räumen der früheren Höhere-Töchter-Schule der Salesianerinnen Zangberg, deren berühmteste Schülerin wohl Zita von Bourbon-Parma war, befinden sich heute auch die BSH Academy der BSH Hausgeräte GmbH sowie Schulungsräume der Capgemini sd&m.

Eingemeindungen Am 1. Oktober 1937 wurde die Gemeinde Weilkirchen eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2021 wuchs die Gemeinde von 810 auf 1152 Einwohner bzw. um 42,2 %. Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 Einwohner 476 673 689 712 596 909 695 569 800 Jahr 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2021 Einwohner 845 }922 947 1015 1082 1106 1152

Politik Gemeinderat und Bürgermeister Bei den Kommunalwahlen in Bayern 2020 erhielten im Gemeinderat die Wählervereinigung Zangberg 10 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 2 Sitze. Bürgermeister ist Georg Auer jun. (Wählergemeinschaft Zangberg). Dieser wurde am 15. März 2020 mit 523 von 630 gültigen Stimmen gewählt.

Wappen

Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche Herz Jesu. Von der Ausstattung verdient vor allem ein großes Kruzifix Beachtung, da es ein Überrest des 1858 abgebrochenen Bennobogens der Münchner Frauenkirche ist. Kloster Zangberg, das ehemalige Schloss Zangberg Kirche St. Peter und Paul in Palmberg (Grab des Dichters Martin Greif) Kirche St. Georg in Weilkirchen

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft 2020 gab es in der Gemeinde 184 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 384 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 200 Personen größer als die der Einpendler. 12 Einwohner waren arbeitslos. 2020 gab es 19 landwirtschaftliche Betriebe.

Bildung In Zangberg gibt es einen gemeindlichen Kindergarten (50 Plätze), eine Kinderkrippe (12 Plätze) und eine Grundschule (Stand 2021).

Persönlichkeiten Johann Baptist Lohr (1879–1938), katholischer Geistlicher und Landtagsabgeordneter (BVP) Valentin Dasch (1930–1981), Politiker der CSU, MdB Nikolaus Asenbeck (1930–2021), Politiker der CSU, MdL Marianne Zollner (* 1956), Politikerin der SPD, aufgewachsen in Zangberg

Weblinks

Gemeinde Zangberg

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Mühldorf am Inn Kategorie:Ersterwähnung 1220 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)