Hohenberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Marktleugast im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Der Ort liegt in der Gemarkung Hohenberg.
Geografie Das Pfarrdorf liegt auf einem Höhenzug des Frankenwaldes. Am nordöstlichen Ortsrand befindet sich ein Sportplatz mit Sportheim und Gaststätte. Die Kreisstraße KU 13/HO 23 durchquert den Ort und verläuft zur Staatsstraße 2158 bei Neuensorg (2,4 km südwestlich) bzw. nach Dreschersreuth (1,5 km nordöstlich). Die Kreisstraße KU 26 zweigt innerorts von der KU 13 ab und führt an der Zegastmühle und Zegast vorbei nach Rappetenreuth (1,4 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Obersauerhof (2,1 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1247 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Otto VIII. von Meranien die Ortschaft „Hochberg“ dem Kloster Langheim übereignete.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 238f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hohenberg aus 34 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Marktschorgast aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogteiamt Marktschorgast. Grundherren waren das bambergische Kastenamt Stadtsteinach: 1 Hof mit 2 Häusern, 11 Halbhöfe, 4 Viertelhöfe, 1 Söldengut, 2 Söldenhäuser, 1 Wirtshaus und 3 Tropfhäuser; die Gemeinde: 10 Tropfhäuser.
1810 kam Hohenberg zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Marktleugast und der im gleichen Jahr gebildeten Ruralgemeinde Marktleugast zugewiesen. Am 28. Januar 1845 wurde die Gemeinde Hohenberg gebildet, zu der Vordererb und Zegastmühle gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Stadtsteinach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Stadtsteinach (1919 in Finanzamt Stadtsteinach umbenannt). Ab 1862 gehörte Hohenberg zum Bezirksamt Stadtsteinach (1939 in Landkreis Stadtsteinach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Stadtsteinach (1879 in Amtsgericht Stadtsteinach umgewandelt). Am 8. April 1927 wurde Vordererb nach Horbach umgemeindet. Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 3,817 km². Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Hohenberg in Marktleugast eingegliedert.
Baudenkmäler St. Josef (Hohenberg), katholische Kuratiekirche St. Maria (Hohenberg), katholische Kapelle drei Martern
ehemalige Kunstdenkmäler Haus Nr. 4: Vollständig erneuertes Gebäude mit älterem Haustürscheitelstein, bezeichnet „JZ / 1836“ (=J. Zeitler).Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Stadtsteinach, S. 39 f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung. Haus Nr. 6: Eingeschossiges, verputzt massives Halbwalmdachhaus, Stallteil noch eingeschossig und mit Halbwalmdach, Wohnteil 1917 aufgestockt und erneuert; profilierte Türrahmungen mit Scheitelstein, über Wohnungstür bezeichnet „JW / 1835“, Stalltür „JHS“ mit Herz und Kreuz. Haus Nr. 7: Verputzt massives Halbwalmdachhaus, drei zu fünf Achsen; der Scheitelstein der Haustürrahmung bezeichnet „ET / 1835“ (=Eberhard Tittus). Haus Nr. 11: Eingeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus mit Halbwalmdach; verzahnte Eckquaderung, Fenster- und Türrahmungen in Sandstein, letztere profiliert und mit Scheitelstein versehen, über Wohnungstür bezeichnet „... Friedrich / 1835“ über Stall „JHS“ mit Herz und Kreuz; im Ostgiebel Segmentbogennische, darin Sandstein-Flachrelief der Muttergottes von Marienweiher, wohl noch 18. Jahrhundert. – Das Gebäude derzeit unbewohnt und reparaturbedürftig.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Hohenberg Jahr 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 328 344 317 339 356 366 388 388 379 364 385 401 392 362 400 383 401 477 480 463 476 519HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 37 38 38 42 48 60 80 Quelle
Ort Hohenberg Jahr 1818 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 187 298 338 338 363 390 478 471 516 448Häuser 36 36 39 46 59 79 122Quelle
Religion Hohenberg ist katholisch geprägt und nach Mariä Heimsuchung in Marienweiher gepfarrt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Filialkirche St. Josef (Hohenberg) zur Kuratie.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Marktleugast) Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1247 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Gemeindegründung 1845 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)