Zäckwar ist ein Ortsteil der Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009

Geografie Zäckwar liegt zwischen Apolda und Naumburg (Saale) am Rand der Finne, einem Bergrücken an der Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Thüringen. Durch den Ort fließt der Kochelbach.

Geschichte Im Ort hatten verschiedene Grundherren Besitz, darunter u. a. die Herren von Balgstedt. Ab 1242 kam der Ort schrittweise durch Verkauf an das Kloster Pforta. Die Gerichte über Dorf und Flur Zäckwar erwarb das Kloster 1290. Die Kirche des Orts war eine Filiale von Spielberg.Kleine Geschichten zur sächsisch-thüringischen Geschichte, Band 2, S. 162f. Nach der Säkularisation des Klosters Pforta im Jahr 1540 gehörte Zäckwar von 1543 bis 1815 zum kursächsischen Amt Pforta.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 34f. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 zu Preußen und wurde 1816 dem Landkreis Naumburg im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis zur Auflösung des Kreises 1932 gehörte.

Das genaue Eingemeindungsdatum von Zäckwar nach Spielberg ist unbekannt. Mit der Eingemeindung von Spielberg und seinen Ortsteilen gehörte Zäckwar seit dem 17. Oktober 2004 zur Gemeinde Taugwitz.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004 Seit dem Zusammenschluss der Gemeinden Möllern und Taugwitz am 1. Juli 2009 ist Zäckwar ein Ortsteil der neuen Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal.

Verkehr Südlich des Ortsteils verläuft durch den Nachbarort Poppel die Bundesstraße 87 von Apolda nach Naumburg (Saale). Durch den Ort verläuft der Ökumenische Pilgerweg von Görlitz nach Vacha. mini|Kirche Zäckwar Sehenswürdigkeiten Die Kirche in Zäckwar ist eine im Kern mittelalterliche Chorturmkirche mit kurzem, steilem Schiff. Der Turm ist quadratisch mit achteckigem Obergeschoss ausgebildet und wird durch eine Schweifhaube bekrönt. Nach einer Inschrifttafel am Turm wurde das Bauwerk 1499 begonnen; in den Jahren 1772/73 erfolgte eine Barockisierung. Über dem Westeingang ist eine Kartusche mit Bau- und Weiheinschrift angeordnet.

Im Innern ist das Bauwerk flachgedeckt mit sparsamer Stuckierung, eine doppelgeschossige Hufeisenempore umgibt den Raum. Der Kanzelaltar mit korinthischen Säulen und Freifiguren zeigt Christus als Salvator im Wolkennimbus und zwei Engel mit den Leidenswerkzeugen.Dehio-Handbuch Sachsen Anhalt II. Regierungsbezirke Dessau und Halle. Deutscher Kunstverlag 1999. ISBN 3-422-03065-4. S. 906.

Weblinks

Website der Verbandsgemeinde Webseite des Pfarrbereichs Eckartsberga mit geschichtlichen Informationen zu Zäckwar

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Burgenlandkreis Kategorie:Geographie (Lanitz-Hassel-Tal) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Burgenlandkreis)