Jewgeni Michailowitsch Nikischin, (* 23. Juni 1945 in Pensa; † 17. Dezember 1986) war ein russischer Mathematiker, der sich mit Harmonischer Analysis befasste.
Leben Nikischin studierte an der Lomonossow-Universität mit der Promotion 1969 und forschte am Steklow-Institut, an dem er sich 1971 habilitierte (russischer Doktortitel bei Pjotr Lawrentjewitsch Uljanow, 1928–2006). Er war ab 1977 Professor an der Lomonossow-Universität. Er starb nach längerer schwerer Krankheit.
Er befasste sich mit Näherung durch Funktionensysteme, zum Beispiel Padé-Approximation. Nach ihm sind Nikishin-Systeme von FunktionenNikishin, On simultaneous Padé approximants, Math. USSR Sbornik 41, 1982, 409–425 und der Satz von Nikishin und Stein benannt, eine von ihm 1970 gefundene Verallgemeinerung Faktorisierungssatzes von SteinStein’s Maximal Principle, Blog von Terence Tao, 2011. Er betrachtet auch rationale Approximation in der Zahlentheorie und behandelt sie zusammen mit rationalen Approximationen in Funktionenräumen in einer Monographie.
1973 erhielt er den Salem-Preis. 1972 erhielt er den Lenin-Komsomol-Preis. 1978 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Helsinki (The Padé Approximants).
Schriften mit Vladimir Nikolaevich Sorokin: Rational approximations and orthogonality, AMS 1991
Literatur L. D. Faddeev, A. A. Gonchar, B. S. Kashin, A. I. Kostrikin, Sergei M. Nikolskii, S. P. Novikov, P. L. Ul'yanov, A. G. Vitushkin: Evgenii Mikhailovich Nikishin (obituary), Russian Mathematical Surveys 42, 1987, Nr. 5, 153
Weblinks Ihm gewidmete russische Webseite (englisch) Evgenii Mikhailovich Nikishin in der Datenbank zbMATH
Einzelnachweise
Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Lomonossow-Universität) Kategorie:Absolvent der Lomonossow-Universität Moskau Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1945 Kategorie:Gestorben 1986 Kategorie:Mann