mini|Russell Crowe (2017) Russell Ira Crowe (* 7. April 1964 in Wellington) ist ein neuseeländischer Filmschauspieler, Regisseur, Musiker und Produzent mit Wohnsitz in Australien.couriermail.com.au Oscar-winner Russell Crowe denied Australian citizenship Die Darstellung des römischen Feldherren Maximus Decimus Meridius im Kinofilm Gladiator, für die er 2001 einen Oscar erhielt, machte ihn weltweit bekannt.

Leben und Werk Jugend und Anfänge der Karriere Russell Ira Crowe wurde als der jüngere von zwei Brüdern in Wellington auf der nördlichen der beiden neuseeländischen Inseln geboren. Sein Vater, John Alexander (1936–2021), stammt aus Christchurch, seine Mutter, Jocelyn, geb. Wemyss, aus Wellington.Geburtsorte Eltern Russell Crowe Selbstauskunft auf Twitter vom 12. Okt 2011 Als Crowe vier Jahre alt war, wanderte die Familie, die sowohl walisische,Quelle Walisische Vorfahren Konkretisierung Großvater väterlicherseits: Selbstauskunft auf Twitter vom 15. Okt 2011: “Paternal Grandfather” Māori- als auch norwegische, schottischeInside the Actor’s Studio Part 1 auf Mediathek youtube.de Moderator: James Lipton 2002. Min 5:52 und italienischeSelbstauskunft Russell Crowe auf Twitter am 15. Oktober 2011: “Scottish,Welsh,Maori,Norwegian,English & Italian…you?” Vorfahren hat, nach Australien aus. Dort betrieb die Familie unter anderem einen Catering-Service, der Filmgesellschaften belieferte. So entstand bereits früh ein Kontakt zur Filmindustrie. Im Alter von acht Jahren erhielt Crowe eine erste kleine Rolle in der Fernsehshow Spyforce, in der sein Patenonkel Regie führte. Als Russell 14 Jahre alt war, kehrte die Familie nach Neuseeland zurück. Er besuchte dort die Auckland Grammar School, die er jedoch nicht beendete.

Nach der High School versuchte sich der damals 16-Jährige als Sänger der von ihm gegründeten Band Roman Antix. Bis zu den frühen 1990er Jahren standen für ihn laut eigener Aussage musikalische und schauspielerische Auftritte noch gleichwertig nebeneinander,Quelle: Musik und Schauspiel Interview mit Molly Meldrum Part 1 auf youtube.de, Min.: 5:24; 2000 Austin, Texas. seine Karriere als Sänger setzte er mit seiner Band 30 Odd Foot of GruntsQuelle filmreporter.de fort. 2005 änderte Crowe den Band-Namen von 30 Odd Foot of Grunts (TOFOG) zu The Ordinary Fear of God (TOFOG).

In den 1980er Jahren jobbte Crowe u. a. als Kellner, Bingo-Caller und Straßenmusikant.Ewbank/Stafford: Russell Crowe – The Biography, 2001, S. 34 Erste Bühnenerfahrung sammelte er, als er nach seinem Umzug von Neuseeland in das australische Sydney im Alter von 21 JahrenUmzug im Alter von 21 auf Mediathek Youtube Teil 1 Russell Crowe – What it takes part 2 in den Musicals Grease und The Rocky Horror Show (Rollen: Dr. Scott, Eddie, Frank’N’Furter) durch Australien und Neuseeland tourte.

1989, mit 25 Jahren, wirkte er erstmals in einem Kinofilm mit: in der Nebenrolle als Lt. Corbett in dem australischen Antikriegsdrama Blutiger Schwur (Prisoners Of The Sun / Blood Oath), einer brisanten Thematisierung japanischer Kriegsverbrechen. Anfang der 1990er Jahre übernahm er Rollen in Episoden australischer Fernsehserien wie Police Rescue – Gefährlicher Einsatz, Nachbarn und Living with the Law. Für seine Rolle in Proof – Der Beweis (1991) erhielt er den AFI Award des Australian Film Institute als bester Nebendarsteller.

Erste internationale AufmerksamkeitInside the Actor’s Studio Part 1 auf Mediathek youtube.de Moderator: James Lipton 2002, Min 03:26. erhielt Crowe für die Rolle des Skinheads Hando in Romper Stomper (1992). Der Film erlangte in Australien große Reichweite, Crowe erhielt für diese Rolle den AFI Award des Australischen Filminstituts in der Kategorie Bester Hauptdarsteller. Seine Leistung empfahl ihn für die Rolle des Detective Officer Bud White in L.A. Confidential.

Im Jahr 1994 gelang Crowe der Durchbruch in Australien mit dem Film The Sum of Us (dt. Die Summe der Gefühle), einem leisen Film über familiäre Verbundenheit und ein Coming Out. Jeff, der offen schwul lebende Sohn von Harry, steht im Zielkonflikt zwischen Sohnesliebe – der Vater wird nach einem Schlaganfall zum Pflegefall – und der Liebe zu seinem Freund, der um sein schwieriges Coming Out in einer konservativ kleinbürgerlichen Atmosphäre kämpft.

Türöffner in Hollywood war für Crowe der Western Schneller als der Tod (The Quick And The Dead, 1995), in dem er einen Gefangenen spielte, der zur Belustigung der Herrschenden in eine Serie von Revolverduellen auf Leben und Tod gezwungen wird. Die Hauptdarstellerin Sharon Stone setzte sich persönlich dafür ein, dass Crowe verpflichtet wurde. Mit der Rolle des kindlich unschuldigen, aber auf Vernichtung programmierten Avatars SID 6.7 im Science Fiction Thriller Virtuosity (1995) verbreiterte er sein bisher erreichtes Rollenportfolio in Drama, Komödie und Actionfilm um einen weiteren prägnant auffälligen Charakter.

Einem breiten internationalen Publikum wurde Crowe durch das neunfach Oscar-nominierte Gangster-Epos L.A. Confidential (1997) bekannt; darin verkörperte er den nach Gerechtigkeit strebenden Polizisten Wendell „Bud“ White. Seine Darstellung als schweigsamer Cop im Los Angeles der 1950er Jahre, der meistens mit seinen Fäusten und dem Revolver ermittelt, machte auch den Regisseur Ridley Scott auf ihn aufmerksam.

Hauptwerk Filme ab 1999 Crowe war in drei aufeinander folgenden Jahren (1999–2001) für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Übertroffen wird er in dieser Hinsicht nur von Marlon Brando, der in den Jahren 1952 bis 1955 vier aufeinanderfolgende Oscar-Nominierungen in derselben Kategorie erhielt.

Die erste Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller erhielt Crowe 1999 für Insider. Er spielte darin neben Al Pacino den Abteilungsleiter eines Tabak-Konzerns, der von seinem Arbeitgeber entlassen und daraufhin terrorisiert wird. Das US-amerikanische Filmmagazin Premiere listete 2006 seine Darstellung des Chemikers Dr. Jeffrey Wigand auf Platz 23 der 100 besten Schauspielerleistungen der Filmgeschichte.100 Greatest Movie Performances of All Time by Premiere Magazine – Platz 23 von 100 der besten Schauspielleistungen der Filmgeschichte auf premiere.com.

Für die Verkörperung des römischen Feldherren Maximus Decimus Meridius in Ridley Scotts Historienfilm Gladiator erhielt er ein Jahr später einen Oscar als Bester Hauptdarsteller. Seine dritte Oscar-Nominierung erhielt er für A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn, wieder nur ein Jahr später. Unter der Regie von Ron Howard spielte er den schizophrenen Mathematiker und Nobelpreisträger John Forbes Nash Jr. 2002 erhielt er für diese Rolle einen Golden Globe und einen British Academy Film Award als bester Hauptdarsteller.

Durch den Erfolg von Gladiator erhielt Crowe viele Angebote für actionlastige Rollen. Eine davon – die als Unterhändler einer Versicherung bei Erpressungsfällen in Lebenszeichen – Proof of Life (2000) – nahm er an, darüber hinaus wollte er seinem schauspielerischen Anspruch auf Wandlungsfähigkeit folgen und sich nicht in ein bestimmtes Schema pressen lassen.

Unter der Regie von Peter Weir verkörperte Russell Crowe 2003 in dem zweifach Oscar-gekrönten Seefahrer-Abenteuer Master and Commander – Bis ans Ende der Welt, einer Adaption aus zwei Romanen von Patrick O’Brian, den britischen Marine-Helden Captain „Lucky Jack“ Aubrey. Für diese Rolle erhielt er seine vierte Golden-Globe- und eine Screen-Actors-Guild-Award-Nominierung.

Der Boxfilm Das Comeback (2005), in dem Crowe, erneut unter der Regie von Ron Howard, den Boxweltmeister Jim Braddock in den USA während der großen Wirtschaftskrise der 1930er Jahre spielt, war kommerziell kein Erfolg. Dennoch resultierten aus Crowes Leistung drei Nominierungen als bester Hauptdarsteller: für einen Golden Globe, einen Award der Broadcast Film Association und einen Screen Actors Guild Award.

mini|Russell Crowe als Max Skinner aus dem Film Ein gutes Jahr (2005)

Im Jahr 2006 arbeitete Crowe zum zweiten Mal mit Sir Ridley Scott für die Verfilmung von Peter Mayles Roman Ein gutes Jahr zusammen, einer leichten Work-Life-Balance-Sommerkomödie, die zunächst kein kommerzieller Erfolg an den Kinokassen war und gemischte Kritiken erhielt. Der Erfolg des Films erwies sich jedoch in der Zweitverwertung auf DVD als Longtime-Seller.A Good Year Amazon Verkaufsrang in 2010: 1,635 in Movies & TV

Filme ab 2007 mini|Russell Crowe im April 2009 in London bei der Premiere von State of Play

2007 kam das Ergebnis der dritten Zusammenarbeit mit Ridley Scott in die Kinos. Crowe verkörperte in dem kommerziell sehr erfolgreichen Kinofilm American Gangster die historische Figur des Detective Richie Roberts. Roberts verfolgte und überführte den legendären Heroinhändler Frank Lucas, im Film dargestellt von Denzel Washington.

Ebenfalls 2007 kam der Western Todeszug nach Yuma (3:10 to Yuma) in die Kinos. Crowe spielte neben Christian Bale als seinem Gegenspieler in diesem modernen Western, der neben genretypischer Action vor allem auf psychologische Vertiefung setzte, den Outlaw und Bandenchef Ben Wade.

2008 verkörperte Crowe im Agentenfilm Der Mann, der niemals lebte (Body of Lies) den übergewichtigen, selbstüberheblichen CIA-Funktionär Ed Hofmann, eine Figur, die symbolisch die damaligen US-amerikanischen Geheimdienstaktivitäten im Nahen Osten paraphrasierte.

In dem Kinofilm State of Play – Stand der Dinge, 2009, sah man Crowe neben Ben Affleck, Helen Mirren und Jeff Daniels als investigativen Journalisten Cal McAffrey zum zweiten Mal nach Insider in einer Rolle, die die gesellschaftspolitische Bedeutung von engagiertem Journalismus thematisierte. Crowe erhielt für diese Rolle einen AFI Award als Best International Actor.

Eine weitere Zusammenarbeit zwischen Ridley Scott und Crowe als Regisseur und Darsteller wie auch als Co-Produzenten ergab sich 2009 mit dem historischen Abenteuerfilm Robin Hood. Crowe spielte die Titelrolle an der Seite von Cate Blanchett als Lady Marian Loxley, Max von Sydow als ihr blinder Schwiegervater Sir Walter Loxley und Mark Strong in der Antagonistenrolle des korrupten Schatzkanzlers Godfrey. Die Produktion wurde als Eröffnungsfilm der 63. Filmfestspiele von Cannes 2010 ausgewählt und spielte weltweit über 321 Millionen US-Dollar ein.vgl. Filmfestspiele: Ridley Scotts „Robin Hood“ eröffnet Cannes bei Spiegel Online, 26. März 2010 (abgerufen am 4. April 2010)Boxoffice Robin Hood: boxofficemojo.com.

Unter der Regie von Oscarpreisträger Paul Haggis entstand 2009 im amerikanischen Pittsburgh 72 Stunden – The Next Three Days. Der Film, ein Remake des französischen Suspense-Thrillers Ohne Schuld (Pour Elle / Anything For Her), erzählt die Geschichte eines Universitätsdozenten, der seine selbstmordgefährdete Ehefrau aus dem Gefängnis zu befreien versucht. Der Film spielte bis Dezember 2011 weltweit über 67 Mio. US-Dollar ein.

In dem von RZA (Robert Diggs) inszenierten Martial-Arts-Film The Man with the Iron Fists, der im Dezember 2010 in China gedreht wurde, übernahm Crowe die Rolle des Haudegens und königlichen Abgesandten Jackknife, der seinem Freund, dem Schmied, einen Freundschaftsdienst leistet, indem er seine Hände als Abguss-Modelle für die zwei eisernen Fäuste, die „iron fists“ des Schmiedes, zur Verfügung stellt. Kinostart des Films in den USA war der 2. November 2012.

Filme ab 2011 In den Monaten September bis November 2011 fanden die Dreharbeiten für die Neuverfilmung von Man of Steel unter der Regie von Zack Snyder statt. Crowe übernahm dabei die Rolle des leiblichen Vaters von Superman, Jor-El. Kinostart des Filmes in Deutschland war der 20. Juni 2013.Quelle Rollenübernahme Jor-El in Superman man Of Steel